weather-image
12°

3000 Lichter lassen die Ruhpoldinger Fichte erstrahlen

4.4
4.4
Bildtext einblenden
3000 Lichter lassen die 26 Meter hohe Ruhpoldinger Fichte auf dem Marienplatz in der Landeshauptstadt München erstrahlen.

So einen Einmarsch erlebt die Stadt München auch nicht alle Tage: fast wie bei einem großen Gaufest waren die Straßen in dichten Reihen mit Schaulustigen gesäumt, als die 80-köpfige Ruhpoldinger Abordnung mit Pauken und Trompeten vom Rindermarkt aus zum Marienplatz marschierte, um bei der offiziellen Eröffnung des ältesten Christkindlmarkts der Stadt mit dabei zu sein.


Und natürlich die Erleuchtung »ihres« Christbaums mitzuerleben, der im Vorfeld ja wegen seines Aussehens ein riesiges Medienecho hervorgerufen hatte. Zu Unrecht, wie man sich jetzt überzeugen konnte. Spätestens dann, als die 26 Meter hohe und mit 3000 Lichtern geschmückte Fichte auf Oberbürgermeister Dieter Reiters perfekt inszeniertes Kommando erstrahlte, dürften auch die letzten kritischen Stimmen verstummt sein. Das stattliche Röthelmoos-Gewächs ist ein Geschenk des Forstbetriebs Ruhpolding und der Bayerischen Staatsforsten an die Landeshauptstadt.

Anzeige

Werbewirksame Fichte wird echte Münchnerin

Vom Balkon des Neuen Rathauses, wo sonst üblicherweise der FC Bayern seine Erfolge feiert, begrüßte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter die Gäste von der Traun und meinte lakonisch, es stimme nicht, dass die Münchner »einem geschenkten Gaul ins Maul schauen«. Vielmehr werde die Fichte sogar eine echte Münchnerin, weil sie später in einem der zahlreichen Stadtviertel noch als Maibaum aufgestellt wird und so die Verbindung mit Ruhpolding bestehen bleibt. Außerdem sei noch nie ein Christbaum so werbewirksam gewesen wie dieser.

Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler meinte dazu, hier gelte wirklich der Spruch »Stadt und Land – Hand in Hand« und bedankte sich für die Gastfreundschaft. Für Pichler sowie Landrat-Stellvertreter Sepp Konhäuser war es ein erhabenes Gefühl, einmal auf dem geschichtsträchtigen Rathausbalkon zu stehen und auf die riesige Menschenmenge zu blicken.

Beide Trachtenkapellen marschierten vereint

Die Eröffnung des Münchner Christkindlmarkts zieht Jahr für Jahr Tausende internationaler Touristen an. Musikalisch umrahmte das feierliche Treiben die, von Stefan Huber geleitete, Ruhpoldinger Blaskapelle, die aus Musikanten der beiden Trachtenvereine eigens dafür formiert wurde und sich mit der Isartaler Blasmusik abwechselte.

Für großes Aufsehen hatte zuvor der farbenprächtige Festzug gesorgt, den die Trachtenkapelle, die Fahnensektionen der Königl. Priv. Feuerschützengesellschaft sowie die der »Rauschberger-Zell« anführten, gefolgt von lokalpolitischer Prominenz, Vertretern der Tourismussparte mit Tourismusdirektor Markus Stuckmann und dem Forstbetrieb sowie den Schützen und den Historischen in ihrer alten Tracht.

Zum Abschluss waren die Ruhpoldinger noch in die Alte Küfnerei im Ratskeller eingeladen, wo sich viele Gespräche mit dem Oberbürgermeister und Mitgliedern des Stadtrats ergaben.

Nicht nur hier präsentierte sich die vereinte Trachtenkapelle in bester Spiellaune, sondern auch im Prunkhof des Rathauses, wo die Ruhpoldinger als Gastgemeinde während des Markts einen Glühweinstand betreiben. ls