Verunreinigungen an Containerstandorten nehmen zu

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Ein Ärgernis, das kein Ende nimmt: Immer wieder einmal sind die Containerstandorte im Stadtgebiet – wie jüngst etwa jener auf dem Parkplatz des Schwimmbads in der Daxerau (unser Bild) – verunreinigt. (Foto: Pültz)

Traunstein – Zugenommen haben die Verunreinigungen auf den Wertstoffsammelplätzen in Traunstein. Die Container sind immer wieder überfüllt, vor allem Altpapier liegt am Boden. Der Landkreis als Träger der Abfallwirtschaft und die Stadt als Betreiber der Wertstoffsammelplätze handeln jetzt: Auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts sagte Agnes Giesbrecht, die Pressesprecherin der Stadtverwaltung im Rathaus, dass die beauftragte Entsorgungsfirma pro Woche nun nicht mehr nur ein-, sondern zweimal zu den Plätzen fahre, um die Altpapiercontainer zu leeren.


Der Landkreis ist verantwortlich für die Entsorgung der Wertstoffe, die Städte und Gemeinden arbeiten mit ihm zusammen und stellen Plätze für die Sammlung zur Verfügung. Die Verwaltung im Landratsamt stellt fest, dass viele Containerplätze – und damit längst nicht nur jene in Traunstein – immer wieder verunreinigt werden. Die Vermüllung, so der Tenor im Landratsamt, sei ein Riesenproblem.

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Bisweilen ist die Verschmutzung so hartnäckig und ärgerlich, dass der Landkreis auch den einen oder anderen Containerplatz schließt – so geschehen etwa im vergangenen Jahr in Traunstein. Aufgrund anhaltender Verunreinigungen beschloss er damals im Einvernehmen mit der Stadt, den Containerstandort an der Kardinal-Faulhaber-Straße im Juni 2020 aufzulösen.

An fünf Stellen im Stadtgebiet stehen aktuell nach Angaben von Giesbrecht Container: auf dem Schwimmbadparkplatz in der Daxerau, am Feuerwehrhaus in Wolkersdorf, auf dem Sportplatzgelände in Kammer sowie in Traunstein an der Förderschule an der Brunnwiese und an der Theresienstraße.

Immer wieder ergeben sich an diesen Containerstandorten Verunreinigungen. Erst jetzt wieder war der Schwimmbadparkplatz »vermüllt«: Weil der Altpapiercontainer überfüllt war, lagen und standen daneben viele Schachteln.

»Die Container am Schwimmbad wurden erst im November kurzfristig aufgrund der hohen Frequentierung in Abstimmung mit dem Landratsamt und den Entsorgerfirmen um einmal Altpapier und einmal Altglas aufgestockt«, berichtete die Pressesprecherin im Rathaus. Und weil die Verunreinigungen ihren Angaben zufolge zunahmen, ergreift man nun auch die Initiative.

»Natürlich versucht die Stadt, die Containerstandorte zu erhalten«, betonte Giesbrecht. Die Verwaltung im Rathaus beobachte die jeweilige Situation stetig. Da es nach Aussage des Wertstoffhofpersonals in letzter Zeit wieder häufiger zu Überfüllungen der Container gekommen sei, so Giesbrecht weiter, sei nun in Abstimmung mit dem Landratsamt Traunstein, dem Träger der Abfallwirtschaft im Landkreis, sowie der Firma Schaumaier, der Entsorgungsfirma, vereinbart worden, dass künftig die Leerung der Altpapiercontainer zweimal pro Woche – am Dienstag und am Freitag – erfolge.

Die Kollegen vom Wertstoffhof fahren laut Giesbrecht immer am Dienstag und Donnerstag zu den Containerplätzen, um Verunreinigungen zu beseitigen. »Es ist natürlich immer unterschiedlich, wie oft und wie stark beziehungsweise ob die Containerstandorte verunreinigt oder Container überfüllt sind.«

Giesbrecht meinte, dass vor allem auch »Vorbeifahrende« ihren Müll immer wieder achtlos einfach abstellen. Gerade auf den »offenen Sammelstellen« – die immer zugänglichen Containerstandorte wie jener auf dem Parkplatz am Schwimmbad ergänzen die Wertstoffhöfe, die feste Öffnungszeiten besitzen – bekomme die Stadt Traunstein »von zahlreichen Pendlern, gerne auch außerhalb der zulässigen Nutzungszeiten, erhebliche, sortierte wie unsortierte Wertstoffmengen angeliefert«.

Die Container am Schwimmbad werden laut Agnes Giesbrecht voraussichtlich noch im Laufe dieses Monats – so wie in jedem Jahr – auf ihren »Sommerstandort« auf den Kiesparkplatz am Schwimmbad umgestellt. Dann seien die Parkplätze für Schwerbehinderte, die das Schwimmbad besuchen wollen, wieder frei.

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