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Frühlingsfest: Schmuddelwetter bremst Umsatz und Stimmung

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Der Vergnügungspark lockte wieder mit bekannten und beliebten Angeboten. Schien zur Eröffnung noch die Sonne (links), trübten schwere Regenwolken am Samstag und auch am Sonntag Umsatz und Stimmung (rechts).

Traunstein – Die Stimmung war bestens noch beim Auftakt zum Traunsteiner Frühlingsfest – nicht zu heiß, nicht zu kalt, Sonnenschein bis in die Abendstunden. Doch der Rest des Wochenendes war verregnet und auch noch ausgesprochen kalt, was doch zahlreiche Interessenten von einem Besuch des Frühlingsfests abhielt.


Der Beginn mit Standkonzert und Festzug der heimischen Trachten- und Brauchtumsvereine zum Festgelände war wie gewohnt eine Attraktion für viele Besucher, die zeitgleich auf das Festgelände strömten – überwiegend in Dirndl und Lederhosen. Feiern war angesagt, ganz gleich ob in trauter Zweisamkeit oder mit Freunden in größerer Runde.

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An sich geübt mit zwei, maximal drei Schlägen »fuchste« es Oberbürgermeister Christian Kegel dieses Mal, und erst beim sechsten Schlag konnte der Strahl des Gerstensafts eingedämmt werden, der den aufs Freibier Wartenden entgegenspritzte. Der guten und fröhlichen Stimmung tat dies keinen Abbruch und Kegel wünschte nach dem traditionellen Ruf »Ozapft is!« mit dem langjährigen Festwirt Jochen Mörz und Schnitzlbaumer-Chef Philipp Frauendörfer »a richtige Gaudi und guade Zeit« – nicht, ohne darauf hinzuweisen, dass man auch darauf achten solle, dass auch die anderen ihren Spaß haben wollen. Ein friedliches, geselliges und spaßiges Neben- und Miteinander eben. Die bayerische Band Brandig traf den richtigen Ton und das Stimmungsbarometer stieg halbstündlich.

Der Samstag war vor allem für die Fahrgeschäfte im Vergnügungspark eher schwierig: Setzte doch ab Nachmittag ein unangenehmer Regen, verbunden mit starkem Wind ein, was zu Lasten der Besucher ging - fast wie im vergangenen Jahr, als sich dort kräftige Gewitter ankündigten, denen man dann doch gerade so entkommen war. Wer doch gekommen war, verschwand schnell im Festzelt, in der die Showband Apollos einheizte.

Am Sonntag dann ein wenig verändertes Bild: Das Wetter hielt doch viele davon ab, aufs Frühlingsfest zu gehen. Im Festzelt spielte wie üblich am Muttertag beim Jazz-Frühschoppen die Oiweiumhoibeeife Jazz-Band und das in diesem Jahr von der Traunsteiner Brauerei Schnitzlbaumer gelieferte Bier floss ebenso reichlich, wie knusprige Grillhendl verzehrt wurden.

»Die Eröffnung war gut, am Samstag hätt' es ein bissl mehr sein können« kommentierte Festwirt Mörz das von den Besucherzahlen her nicht durchgehend gute erste Wochenende. Der Sprecher der Schausteller, Alexander Diebold, reagierte schon am Freitagabend vor dem Hintergrund der schwierigen Langfrist-Wetterprognose für die kommenden 10 Tage gelassen.

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»Wir erwarten das Beste«, so Diebold, der in den 32 Jahren, seit er beim Traunsteiner Volksfest und späteren Frühlingsfest dabei ist, schon Vieles erlebt hat und sich auch von den schlechten Wetterprognosen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Und so werden die Betreiber der Krake »Freestyle«, Autoscooter und Co. in den kommenden Tagen auf besseres Wetter und viele Besucher hoffen. Viel zu tun hatten allerdings der Sicherheitsdienst, die Sicherheitswacht und die Polizei (zum Bericht).

Am heutigen Montag ist Seniorennachmittag und der Tag der Fahrgeschäfte mit Fahrpreisermäßigungen bis 19 Uhr. Das Traunsteiner Frühlingsfest dauert noch bis einschließlich kommenden Sonntag. awi