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Die Leidenschaft für den Beruf geweckt

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63 Schüler der Chiemsee-Schule Zimmermann schafften Staatsexamen als Physiotherapeuten
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Bei der Verabschiedung der Chiemsee-Schule Zimmermann in Traunstein wurden die Prüfungsbesten geehrt. Unser Foto zeigt (von links) die Schulleitung Sonja Liesting, die Prüfungsbesten Theresa Übertsberger, Elisabeth Kiermaier und Alexandra Erler, Schulleitung Achim Kramer und den Ärztlichen Leiter Prof. Dr. Rupert Ketterl. (Foto: Buthke)

Traunstein – Nach erfolgreich bestandenem Staatsexamen verabschiedete die Chiemsee-Schule Zimmermann, staatliche anerkannte private Berufsfachschule für Physiotherapie in Traunstein, 63 Schüler aus zwei Kursen als staatlich anerkannte Physiotherapeuten in den Berufsalltag.

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Gesamtprüfungsbeste war Elisabeth Kiermaier aus Fridolfing, die auch die beste schriftliche Note hatte. In der mündlichen Prüfung erreichte Alexandra Erler aus Tux/Österreich das beste Ergebnis. Theresa Übertsberger aus Obertrum/Österreich lieferte in der praktischen Prüfung die beste Leistung ab. Das Staatsexamen abgelegt haben aus dem Berchtesgadener Talkessel Julia Pfnür aus Berchtesgaden sowie Anne Kirchhoff und Sebastian Nock aus Bischofswiesen

In den vergangenen drei Jahren habe es den Lehrern und Dozenten am Herzen gelegen, in ihnen ein Feuer anzuzünden, die Leidenschaft für den Beruf zu wecken und ein Handwerk im eigentlichen Sinn beizubringen, erklärte Sonja Liesting von der Schulleitung bei der Verabschiedung. Sie verwende bewusst den Begriff »Handwerk«, denn ihre Hände würden etwas vermögen beziehungsweise bewirken.

»Eure Hände können wahrnehmen, befunden, spüren, Kontakt aufnehmen, therapieren und heilen.« Mit ihrem Beruf und ihrer Persönlichkeit übernähmen sie Verantwortung für ihr Handeln und somit für die Gesellschaft, in der wir leben und in der ihr Berufsbild immer notwendiger werde.

Die Herausforderung, jedes Jahr wieder junge Menschen für diesen Beruf zu begeistern, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten, zu unterstützen und zum Examen zu führen, gehe nur in einer Gemeinschaft, in der Schulgemeinschaft mit den Praktikumsstellen, den Therapeuten vor Ort sowie den Ärzten, die den Beruf wertschätzend begegneten. Dies funktioniere nur mit Prof. Dr. Rupert Ketterl als Ärztlichem Leiter sowie mit einem engagierten, starken und flexiblen Kollegium und Sekretariat. Die Ausbildung zum Physiotherapeuten bedeute nicht nur 2 900 Unterrichtsstunden und 1 600 Praktikumsstunden, also insgesamt 4 500 Stunden.

Sie bedeute auch, Kompetenzen zu entwickeln, persönlich zu reifen und die Selbstwirksamkeit durch Handeln zu erfahren, betonte Liesting. Sie bedeute ferner, in den vier Wochen der Examenszeit an seine Grenzen zu gehen, sich selbst herauszufordern und sich immer wieder der Vielzahl von Prüfungen zu stellen.

»Selbst wenn man nicht alle Hürden des Examens bestanden hat, darf man mit Stolz zurückblicken und mit Mut und starkem Willen nach vorne schauen«, sagte die Schulleitung. Und gerade deshalb dürfe man nicht vergessen, dass es neben der Ausbildung und schulischen Leistungen noch ein Leben gebe.

Der Ärztliche Leiter Prof. Ketterl gratulierte den Absolventen zu den beim Examen gezeigten Leistungen. Jetzt sei es für sie wichtig, nicht nur an das angeeignete Wissen anzuknüpfen, sondern sich selbst auch darzustellen. »Sie haben einen wichtigen Weg vor sich und alle Möglichkeiten offen, denn Physiotherapeuten werden immer gebraucht, in der Prävention, der Therapie, im Wellnessbereich und im Sport«, sagte Prof. Ketterl.

Die Menschen würden zudem immer älter und bräuchten das Eine oder Andere an Behandlungen. Mit dem Staatsexamen hätten die jungen Leute die Grundlage ihres Berufs gelegt. Nun sei es wichtig, sich fort- und weiterzubilden, um den zahlreichen Ansprüchen der Patienten gerecht zu werden.

Ihr Vorteil gegenüber dem ärztlichen Beruf sei es, dass sie den Patienten viel länger sehen und verfolgen könnten, weil der Chirurg ihn meistens nur in Verbindung mit der Operation selbst sehe und danach nicht mehr.

Deshalb habe der Physiotherapeut auch einen so großen Wert. »Ich habe keine Angst um Ihre Zukunft, denn Sie haben eine sehr gute Ausbildung genossen«, machte Prof. Ketterl ihnen herzlich Mut für ihren weiteren beruflichen Lebensweg. Bjr