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Jeweils 500 Kubikmeter Trinkwasser fassen die Edelstahlbehälter, umhüllt von einem Holzständerbau-Gebäude. Der neue Hochbehälter ist bereits seit Ende letzten Jahres in Betrieb, am Freitag kann er von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. (Foto: Rasch)

Der neue Trinkwasser-Hochbehälter in Waltenberg kann besichtigt werden

Seeon-Seebruck – Der neue Trinkwasser-Hochbehälter in Waltenberg bei Seeon wurde bereits feierlich eingeweiht. Am Freitag hat nun die Bevölkerung von 10 bis 18 Uhr bei einem Tag der offenen Tür die Möglichkeit, das 2,1-Millionen-Euro-Projekt zu besichtigen und sich zu informieren. Für Fragen und Antworten stehen Experten des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Harter Gruppe und Vertreter der Gemeinde Seeon-Seebruck zur Verfügung.


Baubeginn Mitte 2020

Mit dem Bauvorhaben war Mitte 2020 begonnen worden, Ende letzten Jahres wurde der neue Speicher in Betrieb genommen. Um die Wasserversorgung in den nächsten Jahrzehnten sicherzustellen, wurde ein neuer Hochbehälter errichtet, der den maroden Erdbehälter aus den 1950er Jahren ersetzt. Die beiden Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 500 Kubikmeter Trinkwasser befinden sich in einem zehn Meter hohen Holzständerbau-Gebäude auf einer Grundfläche von 24 mal 13 Meter. Wegen der Bodenbeschaffenheit mussten 80 sogenannte Mikrobohrpfähle gesetzt werden, um ein tragfähiges Fundament zu gewährleisten. Im weiteren Verlauf wurden dann die Leitungen verlegt und das Gebäude errichtet, das aus Hygienegründen entsprechend isoliert werden musste, damit sich bei größeren Temperaturschwankungen kein Kondenswasser bilden kann. Die 6,50 Meter hohen Tanks wurden erst im Gebäude zusammengeschweißt und desinfiziert. Zuletzt musste noch die Elektrotechnik installiert werden, bevor dann der Anschluss an die Wasserleitung hergestellt werden konnte. Nachdem die Gemeinde in den vergangenen Jahren kontinuierlich in ihr Leitungsnetz investiert hatte, hat sie für das Projekt eine staatliche Förderung von 500.000 Euro erhalten.

Der Standort des neuen Hochbehälters befindet sich am höchsten Punkt von Seeon und liegt damit idealerweise höher als der höchste Wasserhahn in Seeon. Somit kann das Wasser, das aus dem Brunnen »Bauschberg« kommt, durch den hydrostatischen Druck ohne weitere Kraft- oder Druckzufuhr weiter an seinen Bestimmungsort gelangen. Einige höher liegende Objekte außerhalb von Seeon werden über Drucksteigerungsanlagen bedient.

Kosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro

Der unmittelbar in der Nähe des neuen Hochbehälters befindliche Erdbehälter aus den 1950er Jahren, wurde zurückgebaut. In den Kosten von 2,1 Millionen Euro ist die komplette Maßnahme enthalten. Also auch die Grundstückskosten und der Rückbau des maroden Erdbehälters.

ga

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