Nach der Zwangspause geht's mit einem Auswärtsspiel wieder los

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Für die DJK-Basketballer um Max Hoernes geht es endlich wieder los. Sie wollen in der Bezirksoberliga wieder einen vorderen Platz belegen. (Foto: Weitz)

Auch für die Basketballer der DJK Traunstein geht es endlich wieder los! Sie starten am morgigen Sonntag um 17 Uhr nach der einjährigen Corona-Zwangspause mit einem Auswärtsspiel gegen Aufsteiger ASV Rott in ihre 39. Saison. Die DJK-Basketballer haben wieder eine schlagkräftige Truppe, die vor Spiellaune brennt – und die der Abteilung zum 40-jährigen Bestehen weiter Freude bereiten will. Denn bisher konnte man sich stets im oberen Mittelfeld der Tabelle platzieren und zahlreiche Erfolge feiern. Und auch für die neue Saison lautet das Ziel: ein vorderer Platz.


1981 hatte man beim TV Traunstein sehr viel Zulauf im Herrenbereich. Man wollte aber keine III. Mannschaft zum Spielbetrieb anmelden. Der jetzige DJK-Abteilungsleiter Christoph Hoernes fasste damals mit einigen Gleichgesinnten den Entschluss, unter dem Dach der DJK Traunstein eine neue Abteilung zu gründen, um dann in den Spielbetrieb einsteigen zu können.

Sie wurden vom damaligen Sportwart Gerhard Schneider mit offenen Armen empfangen. Er unterstützte die Aktion mit all seinen Kontakten. Es wurden Hallen fürs Training organisiert, Trikots, Bälle und Ausrüstung beschafft, sodass man im Oktober in der Kreisliga auflaufen konnte.

Neben den Herren ging dann wenig später auch noch eine Damenmannschaft an den Start. Nach zwei Spielzeiten löste sich dieser aber wegen der einsetzenden Familienplanung und dem Wegzug einiger Leistungsträgerinnen wieder auf.

Die DJKler waren von Beginn an in den Hallen gerne gesehene Gäste. Nach den Spielen war es üblich, mit den Gegnern noch zum Wirt zu gehen, was heutzutage eher selten vorkommt. Nach einigen Jahren ist man dann in die Bezirksliga aufgestiegen und die Fahrten zu den Auswärtsspielen wurden weiter. Man hielt sich jedoch auch in dieser Spielklasse gut. Im Jahr 2005 verzichtete man dann aufgrund des dünnen Kaders auf die Möglichkeit, weiter aufzusteigen.

2011 stieß eine Gruppe Freilassinger Spieler hinzu, von denen heute noch Ma-thias Magg, Topscorer Alex Dömel und Michael Aicher wichtige Stützen im Team sind. Der Aufstieg in die Bezirksoberliga wurde dann 2015 realisiert. Seitdem trifft man überwiegend auf Münchner Teams.

Es war von jeher aus personellen Gründen nicht möglich, Jugendarbeit anzubieten. Zudem wird dies bereits vom TV Traunstein hervorragend gemacht und man wollte zum Stadtkollegen auch nicht in Konkurrenz treten. In seltenen Fällen kam es vor, dass aufgrund familiärer Gegebenheiten oder wegen fehlender Perspektive Spieler wechselten. Neuzugänge kamen meist überwiegend aus dem Umland oder durch Zuzug.

Hier sind besonders zu nennen: der langjährige Kapitän Gunter Kahnert aus München, John Gonzalves (über 20 Jahre Trainer), Gründungsmitglied und beliebter Schiedsrichter Peter Reith, Jose »Pepe« Garcia aus Saragossa (Spanien) sowie Centerspieler Andreas Höß. Martin Jimenez-Apro, Manfred Adelsberger, Claus und Tom Schmied sowie Tom Langenwalter sind Aktive, die in der Abteilung für Leben gesorgt haben. Auch Tim Berliner aus Mannheim, der langjährige Trainer Antonios Alexoudas und Dr. Stefan Mengel, der die medizinische Betreuung bei nicht selten auftretenden Wehwehchen bestmöglich sicherstellt, sowie der unvergessliche »Vergnügungsminister« Rainer Langenwalter sind ebenfalls wichtige Stützen.

Das Motto der Truppe lautete seit jeher: »just for fun«. Es wurde all die Jahre hoch gehalten und durch zahlreiche Neuzugänge weiter getragen. Im Lauf der Jahre hat die Abteilung 120 Spielerpässe ausgestellt und die Kontakte zu den allermeisten Akteuren besteht noch.

Als die DJK den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte, spielte auch noch der TV in dieser Klasse. Die Derbys waren die Highlights der Saison und bei den Duellen gab es Besucherrekorde.

Das aktuelle Gesicht der Mannschaft besteht aus dem sehr engagierten Spielertrainer Alexander Aigner, der bereits seit diesem Sommer mit seinem 15-köpfigen Kader an der Form feilt.

Kapitän Simon Scharf steht wohl nach zehn Jahren vor seiner letzten Saison, danach will er sich mehr auf seine berufliche Laufbahn konzentrieren. Diese und auch die Familienplanung beschert den Leistungsträgern Alexander Dömel, Max Hoernes und Natale Curri ebenfalls wenig Spielraum.

Man ist daher froh, dass man zwei Neuzugänge an Land ziehen konnte: Der sehr talentierte Aufbauspieler Andreas Euler (22) aus Bad Reichenhall und Allrounder Chris Joch (25) aus Salzburg, der dort schon in der österreichischen Bundesliga aktiv war, sind neu bei der DJK dabei. Center Thomas Berger und Michael Aicher geben ihr Comeback.

Ab Februar geht's imPlayoff-Modus weiter

Die restliche Truppe ist unverändert. Der Spielmodus sieht in dieser Saison vor, dass es zunächst acht Vorrundenspiele mit Hin- und Rückspiel geben wird. Danach soll es ab Februar im Playoff-Modus weitergehen. Die Gegner sind dann die Teams aus der anderen Bezirksoberliga-Gruppe.

Nach dem Auswärtsspiel am morgigen Sonntag beim Aufsteiger ASV Rott steht für die DJK eine Woche später das erste Heimspiel auf dem Programm. Dann ist am Sonntag (16 Uhr) der heimliche Favorit TSV Oberhaching II zu Gast. Danach geht es auswärts beim SB DJK Rosenheim II (31. Oktober, 16 Uhr) weiter, ehe der TSV München Ost (21. November, 16 Uhr) in die Hans-Dierl-Halle kommt, der aus den Jahren zuvor als unbequemer Gegner bekannt ist.

Die DJK-Basketballer können aufgrund der aktuellen Corona-Vorschriften wieder etliche Zuschauer in der Halle empfangen. Es gilt die 3G-Plus-Regel. Die Traunsteiner erinnern da-ran, dass ein entsprechender Nachweis beim Betreten der Halle vorzulegen ist. C.H.

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