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Harter Kampf um den Eisspeedway-Titel in Berlin

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Er hatte in dieser Saison bisher nur wenig Fahrpraxis: Der Inzeller Franz Mayerbüchler junior, der aber bei der Deutschen Meisterschaft dennoch ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr (9. Platz) anstrebt. (Foto: Weitz)

Auf spannende Wettkämpfe dürfen sich die Eisspeedwayfans am heutigen Donnerstag (17 Uhr) im Horst-Dohm-Eisstadion im Berliner Bezirk Wilmersdorf freuen: Bei der Deutschen Meisterschaft wird es hoch hergehen. Für die besten deutschen Piloten ist die DM zugleich ein guter Leistungstest vor dem Grand Prix am Samstag und Sonntag in der gleichen Halle.


Denn die Leistungsdichte ist relativ hoch. Einer der Titelanwärter ist Max Niedermaier (Edling): Der 29-Jährige fährt gemeinsam mit Tobias Busch (Stralsund) für den gastgebenden Verein Eisspeedwayunion Berlin und genießt somit sogar »Heimrecht«. Zudem geht er als Titelverteidiger an den Start und bewies mit Rang 5 bei der Europameisterschaft aufsteigende Form. »Natürlich wäre die Titelverteidigung schön, aber Meister können mehrere werden – das wird spannend«, ahnt er.

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Einer seiner Hauptkonkurrenten dürfte Hans Weber (Schliersee) – im Vorjahr Vizemeister – werden, der ja heuer die direkte Qualifikation zur Einzel-Weltmeisterschaft (Grand Prix) geschafft hatte. Gemeinsam mit Niedermaier und dem Schlechinger Günther Bauer hatte Weber bei der Team-WM für Deutschland den 4. Platz erkämpft. Doch aus diesem erfolgreichen Trio wird Routinier Bauer fehlen. Der 46-Jährige laboriert immer noch anden Folgen seines Unfalls aus der WM-Qualifikation. Dass er zuletzt mit dem verletzten Fuß die WM-Rennen in Kasachstan und Russland bestritt, »hat die Sache nicht besser gemacht. Jetzt muss ich wirklich pausieren«, zeigt sich der DM-Rekordsieger (neun Titel) bitter enttäuscht. Die Gesundheit geht vor, und daher verzichtet Bauer auch auf den Start beim Grand Prix in Berlin am Wochenende. Er hofft, die Verletzung dadurch so auszukurieren, dass er dann bei seinem Heim-Grand-Prix in Inzell (17./18. März) wieder mit vollem Elan ins Rennen gehen kann.

Von der Einstellung her bringt auch der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher – Deutscher Meister 2014 – großen Elan mit nach Berlin. Doch nach knapp verfehlter WM-Qualifikation und der Nichtberücksichtigung für die EM fehlt dem 39-Jährigen die Fahrpraxis. Zwischenzeitlich wollte er wenigstens bei Ligarennen ihn Schweden starten, doch er erkrankte. Daher muss er nun bei der DM mehr oder weniger einen »Kaltstart« absolvieren.

Wenig Fahrpraxis ist auch das Problem des jungen Inzellers Franz Mayerbüchler. Er studiert Maschinenbau in Rosenheim, und im Rahmen dieses Studiums standen Ende Januar/Anfang Februar einige Prüfungen an. »Daher habe ich mich im Januar aufs Lernen konzentriert und bin nicht ins Trainingslager gefahren«, berichtet er. Lediglich beim internationalen Rennen in Weißenbach (Österreich) mischte er mit. »Zuletzt konnte ich aber immerhin zweimal in St. Johann im Pongau ein wenig auf Natureis trainieren«, freut er sich. Nachdem er im Vorjahr DM-Neunter geworden war, will er auch diesmal wieder unter die Top Ten. who

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