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»Ein Tag mehr Regeneration ist gar nicht so schlecht«

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Er durfte sich über seinen vierten Platz im Einzellauf freuen, in der heutigen Staffel wird er aber nicht am Start sein: Stützpunkt-Athlet Roman Rees.

Bei der Staffel der Männer am heutigen Freitag (14.20 Uhr/ZDF) in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena ist Roman Rees (SV Schauinsland) nicht dabei – doch das kann er verschmerzen. Nach seinem hervorragenden 4. Platz im Einzellauf der Herren hat der Biathlet des Stützpunkts Ruhpolding nämlich auf seiner »Hausstrecke« nicht nur die Olympia-Norm erfüllt, sondern sich auch einen Platz im Massenstart am Sonntag (12.15 Uhr) gesichert.


»Da ist ein Tag mehr Regeneration gar nicht so schlecht«, so der Schwarzwälder. Daher sieht es der 24-Jährige gelassen, dass bei der Staffel diesmal die »Großen Vier« der deutschen Herren – Simon Schempp, Arnd Peiffer, Erik Lesser und Benedikt Doll – nominiert wurden, »zumal Schempp und Lesser ja in Oberhof die Staffel auslassen mussten.«

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Rees hatte es nach seinem besten Weltcup-Ergebnis mit ganz ungewohnten Herausforderungen zu tun. Er war ja als letzter Läufer des Rennens an den Start gegangen, »und wenn man da ins Ziel kommt, haben normalerweise die meisten schon eingepackt.« Diesmal aber sollte er gleich nach dem Lauf in der Mixed-Zone Interviews geben, hatte jedoch keine wärmende Wechselkleidung bereit. Und danach »musste ich ja auch schnell zur Siegerehrung ins Stadion.«

Doch diese Herausforderung nahm er gerne an. Schließlich »war das bisher mein mit Abstand bester Wettkampf. Das war schon außergewöhnlich, darauf bin ich auch ein bisschen stolz.« Schließlich war er erst für den Weltcup in Oberhof vom IBU-Cup in den Weltcup aufgestiegen. »Ich habe schon bei den letzten Rennen im IBU-Cup gefühlt, dass meine Laufform besser wird. Und beim Verfolgungslauf in Oberhof habe ich gemerkt, dass auch das Schießen wieder besser wird.«

Das ist ohnehin seine große Stärke, und die stellte er mit 20 Treffern beim Einzellauf in Ruhpolding eindrücklich unter Beweis. Auch wenn die Olympia-Nominierung noch nicht offiziell ist: Rees hat mit der geknackten Norm »ein riesiges Karriereziel erreicht.« Eine seiner Stärken neben dem Schießen: »Ich habe mir keinen Kopf gemacht. Wenn man weiß, dass man in Schlagdistanz ist, behält man das Ziel einfach im Auge.«

Im Frühjahr und Sommer trainiert Rees gerne auch immer wieder im heimischen Schwarzwald. Er geht gerne auch mal zum Radeln, »und es tut auch gut, zwischenzeitlich mal bei der Familie zu sein.« Nach seinem Top-Ergebnis »stand der ganze Schwarzwald Kopf«, zeigt er sich begeistert. Sogar beim IBU-Cup in Lenzerheide »war aus dem Schwarzwald ein ganzer Bus mit Fans von mir dabei.« Und die Unterstützung aus seiner Heimat könnte noch größer werden: Dann nämlich, wenn Rees auch in Pyeongchang zum Einsatz kommen sollte.

Sein Rezept für den Fall eines Einsatzes: »Gut über den Schießstand kommen und so weit es geht mitschwimmen – und dann am Schluss eventuell noch etwas rausholen.« Damit dann wieder »der ganze Schwarzwald Kopf steht«... who