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Ein Generationswechsel rückwärts

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Die beiden langjährigen Vorstände des RSV Übersee, Wolfgang Langhammer und Peter Ripke (von links) wurden als Erster Vorstand und Schriftführer neu gewählt. Nicht anwesend waren der neue Zweite Vorstand Gerhard Eberl und Kassier Norbert Knuhr. (Foto: vom Dorp)

Was vor drei Jahren als »neue Ära« beim Radsport- und Radwanderverein Übersee (RSV) ausgerufen wurde, hat jetzt in der mit nur neun von 63 Mitgliedern dünn besuchten Jahresversammlung im wahrsten Sinne des Wortes »seinen Geist aufgegeben«. Damals war der Fokus des Vereins auf die Dirtbiker verlegt worden.


Wegen seiner beruflichen Entwicklung, zumeist verbunden mit einem Wohnsitzwechsel, ist der gesamte Dirtbiker-Vorstand jetzt zum Ende der Amtszeit zurückgetreten. Um den Verein vor der Auflösung zu bewahren, packen die langjährigen Vorstände Wolfgang Langhammer, Peter Ripke und Norbert Knuhr wieder an.

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Auch der scheidende Vorstand Georg Deyerl bedauerte: »Wir haben unsere Vereinsarbeit in der letzten Zeit wegen der mangelnden örtlichen Präsenz in der Tat etwas schleifen lassen. Soweit es geht, wollen wir den Verein aber auch weiterhin unterstützen.«

In den vergangenen zwei Jahren sei bis auf die jährlichen Dirt-Jams nicht allzu viel passiert, gestand Deyerl. Heuer habe die Veranstaltung mit über 100 Zuschauern immerhin rund 40 Fahrer angezogen. Es gab sogar Teilnehmer aus München, Linz, Salzburg, Augsburg und Regensburg. Dagegen habe man zu seinem Bedauern schon zweimal das beliebte Ferienprogramm ausfallen lassen müssen.

Gelegentliche Ausflüge in die Bike-Parcours der Region sowie die sonntäglichen Treffen der Rennradler gebe es aber noch. Die vor drei Jahren abgebrannte gemeinsame Hütte mit dem Skiclub sei dank der Versicherungssumme einigermaßen hergerichtet worden. Sie eigne sich aber zurzeit mehr als Abstellraum denn als Aufenthaltsort.

Nach dem Kassenbericht von Markus Mehlhorn hat die neue Führung mit rund 13 500 Euro einen finanziell sorgenfreien Start. Im vergangenen Jahr war der Kassenbestand um rund 2000 Euro angewachsen. Die Mitgliederzahlen waren durch sieben Austritte auf 63 geschrumpft. Davon sind aktuell 35 Dirtbiker.

Bei den Neuwahlen übernahm der langjährige Vorstand Wolfgang Langhammer wieder die Führung des Vereins. Als Zweiter Vorstand fungiert künftig das langjährige Vereinsmitglied Gerhard Eberl. Als Kassier und Schriftführer treten die beiden langjährigen Vorstände Norbert Knuhr und Peter Ripke wieder an. Über die Zukunft des RSV äußerte sich der neu gewählte Vorstand vorsichtig optimistisch: »Ich hoffe, dass einiges wiederbelebt werden kann und auch die Hütte so weit hergestellt wird, dass sie künftig wieder als Treffpunkt dienen kann.« Ein großes Thema war die Zukunft des Dirtparks. Man einigte sich zunächst darauf, die baufälligen und unfallträchtigen Holzrampen abzubauen. Zum Dirtpark selbst machte der neue Vorstand eine klare Aussage: »Wenn sich im Verein ein Verantwortlicher für den Park und dessen Pflege finden lässt, soll er bestehen bleiben. Wenn nicht, muss die Anlage eingeebnet werden.«

Die bisherigen Verantwortungsträger der Dirtbiker-Abteilung bedauerten zwar diese Situation, konnten aber aus beruflichen Gründen keine entsprechende Zusage machen. In der Hoffnung, dass man doch noch einen Verantwortlichen finden werde, einigte man sich auf eine endgültige Entscheidung über den Park auf das kommende Frühjahr.

In Abwesenheit wurden die langjährigen Mitglieder Anton Stefanutti, Thomas Seel und Christian Keller (für zehn Jahre), Ludwig Pölz (20 Jahre), Dino Reitmaier (30 Jahre) sowie Siegfried Reitmeier und Alexander Sessan (35 Jahre) gewürdigt. bvd