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Starkes Comeback: Michael Eberlein bestritt gegen den EHC Waldkraiburg 1 b sein erstes Spiel in dieser Saison und erzielte für den DEC Inzell gleich das Siegtor. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Eberlein erzielt bei seiner Rückkehr aufs Eis gleich das Siegtor

Der DEC Inzell hat das letzte Spiel der Vorrunde in der Eishockey-Bezirksliga gegen den EHC Waldkraiburg 1 b mit 4:3 gewonnen. Damit haben die Inzeller mit dem zweiten Platz den Einzug in die Playoffs zur Landesliga geschafft. 


Allerdings rückte alles Sportliche an diesem Spieltag in den Hintergrund, überschattet wurde das Spiel nämlich von der schweren Verletzung von Inzells Jakob Stöberl. Er wurde kurz vor Ende der Aufwärmphase von einem Puck im Gesicht getroffen. Nachdem er auf dem Eis zusammengebrochen war, musste er mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Salzburg geflogen werden. Laut Abteilungsleiter Olaf Becker zog er sich unter anderem einen Jochbein- und Nasenbeinbruch sowie eine Platzwunde über dem Auge zu.

»Wir sind schockiert und in Gedanken beim Jakob«, betonte ein entsetzter Becker nach dem tragischen Vorfall. Auch DEC-Trainer Jiri Lupomesky war in Gedanken bei Stöberl. »Meine Spieler waren völlig von der Rolle und dachten nur an Jakob. Das Spiel war zunächst nur Nebensache«, hob Lupomesky hervor.

Nachdem die Partie mit Verspätung angepfiffen wurde, gingen die Gäste durch den Ex-Inzeller Martin Hagemeister mit 1:0 in Führung. Thomas Plenk schaffte im ersten Drittel den Ausgleich. »Es war eine schwierige Situation für mich, ich musste mich trotz allem auch mit dem Sportlichen auseinandersetzen. Schließlich wollten wir für den Jakob spielen und ihm einen Erfolg widmen«, beschreibt der Coach die Situation in der Drittelpause.

Die Worte Lupomeskys zeigten offensichtlich Wirkung und durch Tore von Robert Vavroch und Dominik Wallner gingen die Hausherren mit 3:1 in Führung. Die Gäste ließen jedoch nicht locker und schafften durch Tobias Jakob und Dominik Schmid das 3:3. »Die Waldkraiburger waren mit einer sehr starken Mannschaft angetreten und haben uns alles abverlangt«, meinte Jiri Lupomesky.

Er sah im Schlussdrittel ein Spiel auf Messers Schneide. Ausgerechnet Michael Eberlein sorgte in seinem ersten Spiel in dieser Saison für den DEC für die Entscheidung. Er brachte im Fallen den Puck im Tor der Gäste zum 4:3 unter. »Er ist halt ein Schlitzohr«, so Eishockeychef Olaf Becker. Mit Glück und Können gepaart mit viel Engagement brachten die Inzeller den Vorsprung ins Ziel.

»Dieser Erfolg gehört unserem Jakob«, waren sich Spieler und Verantwortliche des DEC nach dem Spiel einig. Am Ende hätte Inzell auch im Fall einer Niederlage den zweiten Platz erreicht, da Berchtesgaden in Ottobrunn mit 2:6 verloren hatte. Kommenden Freitag, 20 Uhr, geht es nun für den DEC Inzell zum ersten Playoff-Spiel zum Meister der Gruppe 4, nach Sonthofen. Das Rückspiel ist eine Woche später in Inzell, ein mögliches drittes Spiel wäre wieder in Sonthofen.

DEC Inzell - EHC Waldkraiburg 1 b 4:3 (1:1/2:1/ 1:1). Tore: 0:1 Martin Hagemeister (4.), 1:1 Thomas Plenk (12.), 2:1 Robert Vavroch (31.), 3:1 Dominik Wallner (34.), 3:2 Tobias Jakob (38.), 3:3 Dominik Schmid (43.), 4:3 Michael Eberlein (52.). – Strafen: DEC (6) – EHC (2). – Zuschauer: 50.

SHu

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