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Seit März vermisst: Tote Frau aus der Alz ist eine 54-jährige Surbergerin

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Tote Frau aus der Alz bei Tacherting ist eine Vermisste aus Surberg
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Die am Montag aus der Alz bei Tacherting geborgene tote Frau ist eine vermisste Surbergerin. Foto: FDL/Lamminger

Tacherting/Surberg – Nur noch tot konnten am Montagmorgen Einsatzkräfte der Feuerwehr den Leichnam einer Frau kurz vor dem Tachertinger Kraftwerk aus der Alz bergen. Nach einer Obduktion herrscht inzwischen traurige Gewissheit: Bei der Toten handelt es sich um eine seit Monaten vermisste Frau aus Surberg.

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Am Abend des 3. März meldeten Angehörige eine 54-jährige Frau in Surberg als vermisst. Umfangreiche Suchmaßnahmen wurden eingeleitet – zunächst ohne Erfolg. Später fand man das Auto der Surbergerin im Stadtgebiet von Traunstein. Doch auch eine erneute Absuche der Umgebung blieb erfolglos.

Großalarm wurde vor zwei Tagen, am Montagmorgen, für die Einsatzkräfte im nördlichen Landkreis ausgelöst, nachdem Passanten gegen 7.40 Uhr in Trostberg eine leblose Person in der Alz gesehen hatten. Rund eine halbe Stunde später holten Feuerwehrleute, die mit einem Boot die Alz absuchten, vor dem Wehr in Tacherting den leblosen Körper aus dem Wasser. Zu dieser Zeit waren Identität und Todesumstände noch völlig unklar.

Wie die Ermittlungen der Kripo Traunstein nun ergaben, handelt es sich bei der toten Frau zweifelsfrei um die seit März vermisste 54-jährige Surbergerin. Die Untersuchungen im Institut für Rechtsmedizin ergaben keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.

Hochwassersituationen wie die am Montag fördern immer wieder Wasserleichen von Personen an die Oberfläche, die schon seit längerer Zeit vermisst werden. »Das ist leider ein klassischer Vorfall«, erklärte Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, am Montag gegenüber unserer Redaktion.

Fotos vom Sucheinsatz am Montag auf der Alz:

18-Jähriger starb im Mai in der Alz

Der Fall erinnert an einen großen Einsatz vor zwei Monaten, der damals ein tragisches Ende nahm: Am Abend des 30. Mai sprang ein 18-jähriger Trostberger in die Alz, um einen Ball aus dem Fluss zu holen. Er hatte Wassertemperatur und Strömung völlig unterschätzt und war von den Wassermassen mitgerissen worden.

Unzählige Rettungskräfte suchten tagelang den Flusslauf nach dem jungen Mann ab – leider ohne Erfolg. Erst rund eine Woche später wurde sein Leichnam im Rechen eines mehreren Kilometer flussabwärts liegenden Wasserkraftwerks gefunden.

red/fb

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