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Tote Frau aus der Alz geborgen – Obduktion soll Identität und Todesursache klären

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Tote Frau aus der Alz bei Tacherting geborgen – Großeinsatz bei Trostberg
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Großalarm wurde am Montagmorgen für die Rettungskräfte rund um Trostberg und Tacherting ausgelöst, nachdem Passanten gegen 7.40 Uhr eine leblose Person die Alz hinabtreiben sahen. Die Frau konnte nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Ihre Identität ist noch unbekannt. Foto: FDL/Lamminger
Tote Frau aus der Alz bei Tacherting geborgen – Großeinsatz bei Trostberg
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Foto: FDL/Lamminger

Tacherting/Trostberg – Nur noch tot konnten die alarmierten Einsatzkräfte von Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei am Montagmorgen eine auf der Alz flussabwärts treibende Frau bergen. Passanten hatten den leblosen Körper entdeckt und einen Notruf abgesetzt.

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Update, Mittwoch, 13.43 Uhr:

Nach der Obduktion der am Montag in der Alz bei Tacherting gefundenen Wasserleiche hat die Polizei die Idendität und die Todesumstände der Frau geklärt: Tote aus der Alz ist eine seit März vermisste Surbergerin.

Update, Montag, 15.45 Uhr:

»Wir haben derzeit noch keine Hinweise, um wen es sich bei der Toten handelt«, bestätigte Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern, auf Anfrage unserer Zeitung. Eine Obduktion soll nun sowohl die Identität als auch die möglichen Todesumstände klären.

»Natürlich werden auch alle regionalen Vermisstenfälle entsprechend abgeglichen«, sagte Thalmeier. Hochwassersituationen wie jetzt förderten auch immer wieder Wasserleichen von Personen an die Oberfläche, die schon seit längerer Zeit vermisst werden. »Das ist leider ein klassischer Vorfall.«

Klar sei nur, dass die Leiche schon länger im Wasser gelegen habe, was auch die Identifizierung schwerer mache. Nach derzeitigem Stand kann weder ein Suizid, ein Unglück noch eine Beteiligung Dritter ausgeschlossen werden.

An der Suchaktion waren Rettungskräfte der DLRG und der Wasserwachten, des Rettungsdienstes, der Polizei und den Feuerwehren Trostberg, Tacherting, Garching, Engelsberg und Wald an der Alz beteiligt. Neben der Kreisbrandinspektion des Landkreises Traunstein war auch der Einsatzleiter Wasserrettung Traunstein Nord sowie der Rettungshubschrauber Christoph 14 im Einsatz. vew

Update, 9.40 Uhr:

Die Rettungskräfte waren nach dem Notruf von Passanten schon eine gute halbe Stunde im Einsatz, als sie die weibliche Person in der Nähe der Tachertinger Staustufe sichten konnten.

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilt, wurde die leblose Frau gegen 8.20 Uhr etwa 150 Meter flussaufwärts vom Kraftwerk in Tacherting aus der Alz geborgen. Einsatzkräfte der Feuerwehr Tacherting konnten den Körper der Frau von ihrem Einsatzboot aus kurz vor der Wehr-Brücke lokalisieren und aus dem Wasser ziehen. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät – sie war bereits tot.

Die Identität der Toten ist bislang noch unbekannt. Auch wie sie in die Alz gelangte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Die Kripo Traunstein hat die Untersuchungen zur Identität und zu den Todesumständen aufgenommen.

Am Rettungs- und Sucheinsatz waren neben Wasserwacht, Feuerwehr, DLRG und BRK auch die Polizei und der Traunsteiner Rettungshubschrauber Christoph 14 beteiligt.

Zeugen sehen leblose Person in der Alz – Rettungskräfte im Großeinsatz
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In der Alz zwischen Trostberg und Tacherting wurde eine leblose Person gesichtet. Foto: FDLnews

Erstmeldung, 8.12 Uhr:

Großeinsatz für die Rettungskräfte von Feuerwehr, BRK und Polizei heute Morgen zwischen Trostberg und Tacherting: Zeugen haben gegen 7.40 Uhr eine leblose Person in der Alz gesehen.

Wie die Trostberger Polizei mitteilt, haben Passanten eine in der Alz treibende Person gesichtet und daraufhin sofort die Rettungskette in Gang gesetzt.

Gegen 7.40 Uhr rückten zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren aus. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein ist seither im Einsatz, damit der Flussverlauf aus der Luft abgesucht werden kann.

Derzeit suchen Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rotem Kreuz und der Polizei die Alz zwischen Trostberg und Tacherting nach der vermissten Person ab. Wegen der starken Regenfälle, insbesondere in der vergangenen Nacht, ist der Wasserstand der Alz hoch und die Strömung stark. Dies erschwert die Suchaktion für die Retter erheblich.

Weitere Informationen und Bilder folgen.

18-Jähriger starb im Mai in der Alz

Der Fall erinnert an einen großen Einsatz vor zwei Monaten, der damals ein tragisches Ende nahm: Am Abend des 30. Mai sprang ein 18-jähriger Trostberger in die Alz, um einen Ball aus dem Fluss zu holen. Er hatte Wassertemperatur und Strömung völlig unterschätzt und war von der Strömung mitgerissen worden.

Unzählige Rettungskräfte suchten tagelang den Flusslauf nach dem jungen Mann ab – leider ohne Erfolg. Erst rund eine Woche später wurde sein Leichnam im Rechen eines mehreren Kilometer flussabwärts liegenden Wasserkraftwerks gefunden.

red