weather-image
-2°

Renovierung der Pauluskirche fast abgeschlossen

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Pfarrer Stefan Hradetzky zeigt, wo über den Oberlichtern noch ein neuer Steg angebracht werden muss. Die Glocken können so lange noch nicht erklingen, bis der Steg fertiggestellt sein wird. (Foto: Mix)

Traunreut – Die Renovierung der evangelischen Pauluskirche ist fast abgeschlossen und der Wiederinbetriebnahme steht nichts mehr im Weg. Die Gottesdienste anlässlich »500 Jahre Reformation« am Dienstag können in der Kirche stattfinden.


Nach der dreimonatigen Renovierungsphase kann sich die Pauluskirche wieder sehen lassen: Das Dach wurde neu eingedeckt und die Fassade renoviert. Neue Oberlichter aus mattiertem Glas lassen wieder Tageslicht in die Kirche. Der Innenraum wurde neu gestrichen und dabei wieder in den ursprünglichen Farbzustand versetzt. Die Holzteile von Altar und Kanzel wurden restauriert. Ganz abgeschlossen ist die Maßnahme damit aber noch nicht. Die Kanalsanierung rund um die Kirche, die Erhöhung des Emporengeländers und die Anschaffung neuer Sitzpolster für die Bänke stehen noch aus. Am Vorplatz sollen außerdem noch Schäden behoben und der ganze Platz in einen ordentlichen Zustand versetzt werden.

Anzeige

Wie es bei solchen Maßnahmen meist der Fall ist, stiegen auch bei der Renovierung der Pauluskirche die Kosten aufgrund von unerwartetem Mehraufwand. Rostschäden an den Armierungen des Glockenstuhls mussten beseitigt werden, was 7000 Euro kostete. Der marode Wartungssteg für die Glocken muss für 10 000 Euro nach aktuellem Sicherheitsstandard erneuert werden. Die Sanierung des Regenwasserkanals kostet weitere 56 000 Euro. Entsprechend gestiegen sind auch die Baunebenkosten, die prozentual nach dem Gesamtvolumen berechnet werden. Die Landeskirche entscheidet im Dezember über weitere Zuschüsse für die Traunreuter Kirche. Erst dann kann der Kirchenvorstand endgültig über die Erneuerung der unzureichenden Innenbeleuchtung entscheiden, die dann bis Pfingsten 2018 realisiert werden könnte.

»Ohne das hohe Spendenaufkommen wäre die ganze Renovierung nicht möglich gewesen«, sagt Pfarrer Stefan Hradetzky und bedankt sich bei allen Spendern. Er ist überglücklich, dass die Arbeiten nun soweit abgeschlossen sind, dass die Kirche wieder genutzt werden kann: »Ich hab' jedes Mal ein breites Grinsen im Gesicht, wenn ich jetzt die Kirche betrete.« Die Zeit des Übergangs sei sehr spannend gewesen. Die Gottesdienste fanden eine ganze Weile im katholischen Pfarrsaal statt, was Pfarrer Hradetzky als eine schöne Geste der Ökumene bezeichnet, die nicht selbstverständlich ist. Großes Heimweh habe aber trotzdem in der Pfarrgemeinde geherrscht: »Jetzt freuen wir uns auf den großen Tag, wenn am Dienstag die Gottesdienste zum Reformationsjubiläum in der Kirche abgehalten werden können.«

Die Feiern des Reformationsjubiläums beginnen schon am Montag mit einem Theaterstück mit Musik und dem Titel »Reformation in mir«. Kinder und Jugendliche setzten dabei die Reformationsgeschichte in Szene. Zwei festliche Gottesdienste gibt es dann am Dienstag. Der erste ist um 10 Uhr und wird vom Ruperti-Orchester und dem Pallinger Kirchenchor gestaltet. Anschließend ist ein Sektempfang. Um 18   Uhr gibt es noch einen Festlichen Gottesdienst PLUS mit Band. Ein besonders lebensnaher, fröhlicher Gottesdienst mit jungen Leuten und Band soll aufzeigen, »was wir von Luther lernen können«. Zur Lutherparty sind dann Jung und Alt ab 19.30 Uhr im Gemeindesaal willkommen. mix