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Pfarrverband Oberes Achental schaut gemeinsam nach vorne

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Zahlreiche Gläubige wohnten dem Gründungsgottesdienst des Pfarrverbands Oberes Achental mit Weihbischof Wolfgang Bischof in der Pfarrkirche Reit im Winkl bei. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Geerdet bleiben und mit dem Blick nach oben gemeinsam in die Zukunft gehen, das empfahl Weihbischof Wolfgang Bischof den Mitgliedern der vier beteiligten Pfarreien beim Pontifikalgottesdienst zur Gründung des Pfarrverbands Oberes Achental in der Pfarrkirche St. Pankratius in Reit im Winkl.


Gemeinsamer Chor aus allen vier Orten

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Dazu gehören die Pfarrgemeinden St. Martin Unterwössen, Mariä Sieben Schmerzen Oberwössen, St. Remigius Schleching und St. Pankratius Reit im Winkl. Ein feierliches Gepräge gaben dem Gottesdienst auch die zahlreichen Mitzelebranten und Ministranten, die Fahnenabordnungen der Vereine, ein gemeinsamer Chor aus allen vier Orten unter der Leitung von Rudi Ritter, die Reit im Winkler Bläser und Wolfgang Kurfer an der Orgel.

Der Leiter des Pfarrverbands, Pfarrer Martin Straßer, hieß den hohen Gast von der Erzdiözese München und Freising willkommen und wies darauf hin, dass in den vergangenen zwei Vorbereitungsjahren schon viel geschehen sei mit dem Ziel, einander kennenzulernen. Als Beispiele nannte er eine Radlwallfahrt nach Altötting und eine gemeinsame Fahrt nach Rom. »Wir wollen zusammenwachsen, dass es eine Gemeinschaft wird«, so drückte er das Bestreben aller aus.

Die Ministranten setzten das neue, gelungene Pfarrverbands-Logo an einer Pinnwand zusammen. Dort seien die vier Pfarreien vereint im Heilszeichen des Kreuzes, erklärte Religionslehrer Hans-Josef Schmitz. Die abgebildete Bergkette erinnere an die vier Orte und an eine Brücke. Der Kirchturm deute wie ein Zeigefinger zum Himmel.

Der Zelebrant Weihbischof Wolfgang Bischof legte den Mitgliedern des neugegründeten Pfarrverbands ans Herz, sich bewusst zu sein, aus welchen Wurzeln sie kommen. Jetzt müssten sie vertraute Wege verlassen und sich neu auf den Weg machen. »Wir sollen uns ausstrecken nach dem, was vor uns liegt«, sagte er dazu.

»Der Blick auf das Kreuz und auf Christus ist es, was uns eint, und er lädt uns ein, sich auszustrecken nach ihm.« Im Hinblick auf das nahe Weihnachtsfest sagte der Bischof: »Das Heil der Welt ist geboren, und von diesem Heil müssen wir Zeugnis geben, von unserem Glauben sprechen und so geerdet auf den Himmel hinweisen. Dazu seid Ihr verbunden im neuen Pfarrverband – geerdet und doch ausgestreckt.«

Diakon Matthias Friedl, Regionalreferent der Seelsorgsregion Süd im Erzbistum München und Freising, verlas das Errichtungsdekret zur Gründung des Pfarrverbands Oberes Achental mit Wirkung vom 1. Dezember 2015 und überreichte an Pfarrverbandsleiter Martin Straßer die dazu gehörende Urkunde.

Lob für außerordentliches Engagement Straßers

Nach dem Gottesdienst führte der Festzug zum Stehempfang im Festsaal, der von der Kapelle Ochablech musikalisch umrahmt wurde. Der Reit im Winkler Bürgermeister Josef Heigenhauser würdigte auch im Namen seiner Kollegen aus den anderen beteiligten Orten das »außerordentliche Engagement« von Pfarrer Martin Straßer in den vergangenen zwei Jahren seit Amtsantritt. »Mit viel Fleiß und neuen Ideen war er ortsübergreifend unterwegs und hat gemeinsam ein starkes Fundament gebaut«, sagte er.

Der Pfarrverbandsratsvorsitzende Walter Petersen versprach, dass wie schon bei der Erarbeitung des Pfarrverbandslogos auch in Zukunft »alle an einem Strang ziehen werden«. Die »besten Segenswünsche« der evangelischen Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Thomas Schmeckenbecher. Er unterstrich die vielen Begegnungen mit den katholischen Pfarreien und überreichte symbolisch an Pater Jim, mit dem zusammen er Volleyball spielt, einen neuen Volleyball. sh

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