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Neues Toilettenhaus am Zwingsee behindertengerecht

Beim Café am Zwingsee entsteht ein öffentlich nutzbares Toilettenhaus. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Am Zwingsee neben dem Wanderweg rund um den Falkenstein soll ein öffentlich nutzbares Toilettenhaus für Wanderer und Badegäste entstehen. Einstimmig billigte der Gemeinderat nun die Pläne, die WC-Anlagen aus seinem Wohnhaus in einen Anbau neben dem Wohnhaus und dem Café am Zwingsee auszulagern. Bedingung ist, dass die Barrierefreiheit gewährleistet ist, also eine auch für Rollstuhlfahrer geeignete Toilette entsteht.


Die bisherigen WC-Anlagen im Erdgeschoß des Wohnhauses sollen geschlossen und als Abstellräume genutzt werden. Das geplante Bauvorhaben liegt laut Bürgermeister Martin Hobmaier (CSU) zwar im Außenbereich. Es sei jedoch zulässig, da es der öffentlichen Abwasserwirtschaft diene und keine öffentlichen Belange beeinträchtige. Ein aktualisierter Entwässerungsplan werde nachgereicht.

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Eine Nachfrage wegen der Barrierefreiheit regte Annelie Gromoll (OBIC) auch für den vom Pächter der Kesselalm geplanten Anbau an. Vorgesehen ist die Erweiterung der WC-Anlage. Dazu ist ein unterkellerter Anbau mit einer Fläche von etwa 40 Quadratmeter vorgesehen. Das Erdgeschoß bildet den Eingang mit Treppe. Die ehemaligen WC-Räume im Almgebäude werden zum Personalraum umgebaut. Außerdem wird die Gaststube vergrößert. Auch die Kesselalm liegt planungsrechtlich im Außenbereich. Doch die bauliche Erweiterung eines legal errichteten gewerblichen Betriebes ist zulässig, wenn die Erweiterung im angemessenen Verhältnis zum Gebäude ist. Diese Anforderungen sind laut Bürgermeister erfüllt. Wie beim Café am Zwingsee ist die Erschließung vorhanden und sind der Gemeinde keine Einwände von Nachbarn bekannt.

Der Gemeinderat billigte den Bauantrag. Voraussetzung ist jedoch, dass die Toilettenanlage barrierefrei ist. Zur Bereitstellung einer behindertengerechten Toilette sei die Gemeinde als Eigentümer der Alm sogar verpflichtet, erläuterte Hobmaier.

Einstimmig billigte der Gemeinderat außerdem den Wirtschaftsplan der Inzeller Touristik GmbH (ITG). Im Erfolgsplan hatte die ITG einen Anteil aus dem Kurbeitrag mit 840 000 Euro von der Gemeinde beantragt. Im Haushaltsplan 2014 ist der Kurbeitragsanteil mit 800 000 Euro veranschlagt. So viel wurde laut Hobmaier im Vorjahr von der ITG abgerufen. Auf Rückfrage habe ihm ITG-Geschäftsführer Gerhard Steinbacher bestätigt, er komme mit diesen Mitteln aus, sagte Bürgermeister Martin Hobmaier zu Gromolls Bedenken wegen der Mittelkürzung. Er ergänzte, die 100 000 Euro im Gemeindehaushalt für die Beschneiungsanlage kämen ja auch dem Tourismus zugute. Markus Maier (CSU) fragte, ob geprüft wurde, die Stelle des ITG-Mitarbeiters, der demnächst das Team verlässt, intern aufzufangen. Hobmaier erklärte, die ITG habe eher einen Mehrbedarf an Stellen. Vor allem die Veranstaltungsorganisation sei unterbesetzt. Bernhard Jung (CSU) bat darum, trotzdem mit Steinbacher zu reden, ob man mit der Nachbesetzung der Stelle zwei bis drei Monate warten kann, um in dieser Zeit die Strukturen der ITG zu überprüfen. Hobmaier sagte dies zu. Der Gemeinderat stimmte dem Erfolgsplan der ITG zu und legte fest, dass für 2014 ein Leistungsentgelt bis zur Höhe von 800 000 Euro gezahlt wird.

Einstimmig billigte das Gremium auch zwei kleinere Vorhaben. Der Betreiber eines Heizungsbetriebs will eine Holzlege mit Lagergebäude abbrechen und ein 215 Quadratmeter großes teilunterkellertes Lager- und Garagengebäude als Werkstatt für den Heizungsbetrieb bauen. Eine eingebaute Späneheizung soll die benachbarten, durch den Großwaldbach getrennten Grundstücke Adlgasser Straße 101 und Ecker Straße 46 versorgen. Peter Spannring (Bürger für Inzell) diskutierte und stimmte als Betroffener nicht mit.

Für die Gaststätte Forsthaus Adlgaß wurde beantragt, die 2008 genehmigten Nutzungsänderungen etwas abzuändern. Unter anderem soll der Wohnraum zu einem Personalaufenthaltsraum werden. Die Gastplätze verringern sich von 100 auf 93. Die Küche wird zu Spülküche und Arbeitsraum. vm