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Neues Holzhaus am Hutterer kann gebaut werden

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Das Almdorf beim Gasthof Rauschbergblick wurde im Februar 2011 mit fünf Häusern eröffnet. Der Bauherr beantragte den Neubau eines zusätzlichen Holzhauses. Nun wurde im Inzeller Gemeinderat die neue Satzung beschlossen. Dem Bau des neuen Holzhauses steht grundsätzlich nichts mehr im Wege. (Foto: Wegscheider)

Inzell – Ein Tagesordnungspunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung war die Änderung des Bebauungsplans »Gaststätten und Ferienwohnen Hutterer« für ein zusätzliches Holzhaus und der dazu eingegangenen Bedenken und Anregungen.


Seitens der Bürger gab es keine Einwendungen. Auch viele Fachbehörden haben sich nicht geäußert.

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Stellungnahmen gab es aber unter anderem von der Handwerkskammer, die forderte, sicherzustellen, dass angrenzende gewerbliche Nutzungen von der geplanten Wohnnutzung nicht gefährdet würden. Die Regierung von Oberbayern gab zu bedenken, dass aufgrund der Hanglage auf eine schonende Einbindung des Neubaus ins Orts- und Landschaftsbild besonders zu achten sei. Um den Neubau mit den Belangen von Natur und Landschaft in Einklang zu bringen, wird um genaue Abstimmung der Planung mit Bauaufsichts- und Naturschutzbehörde ersucht. Auch sollten die Ferienwohnungen als Zweitwohnsitz ausgeschlossen werden.

Die Untere Bauaufsichtsbehörde im Landratsamt ist mit dem Neubau einverstanden. Lediglich eine kleinere Änderung für die Bemessung der seitlichen Wandhöhe in Bezug auf den Fertigboden ist aus ihrer Sicht noch notwendig.

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein gab zu bedenken, dass die Problematik zwischen Hutterer Bach und eventuellen Georisiken (Murenabgänge) abgewogen werden müsse. Die Gemeinde geht jedoch davon aus, dass der 1994 angelegte Ablenkwall das Risiko von Hangrutschungen erheblich reduziert hat. Auf ein Restrisiko wurde auch in den Unterlagen der Bebauungsplanänderung verwiesen. Die ökologische Renaturierung des Hutterer Baches sei abgeschlossen und auch wasserrechtlich genehmigt. Eine Verzichtserklärung des Bauherrn und seiner Rechtsnachfolger sei im Bebauungsplan bereits aufgenommen.

Eine Veränderung des flächenhaft abfließenden Oberflächenwassers und eventuellen Schlamms sei von dem neuen Baukörper grundsätzlich nicht zu erwarten. Deshalb sind auch keine Planänderungen zu veranlassen. Die Änderung wurde abschließend vom Gemeinderat einstimmig als Satzung beschlossen.

Ein weiterer Punkt der Sitzung war der Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus in Inzell, Dammweg 5. Bauherr ist eine Eigentümergemeinschaft aus den Niederlanden. Die Anforderungen zum Bau des Hauses werden erfüllt, das Vorhaben ist bauplanungsrechtlich zulässig. Auch die Nachbarunterschriften liegen vor, es gibt keine Bedenken. Der Gemeinderat sah auch keine Hindernisse und war einstimmig für den Bau des Mehrfamilienhauses.

Geschäftsführer Walter Neudecker gab bekannt, dass die Fliesenarbeiten zur Sanierung der Schule an die Firma Hebgen, Inzell, zum Angebotspreis von rund 27 690 Euro vergeben wurden. Die Malerarbeiten wird die Firma Hanisch aus Siegsdorf zum Angebotspreis von brutto 18 100 Euro ausführen. Ebenso notwendig war eine Ausschreibung der Trockenbauarbeiten, die an die Firma Obermeier & Dürnberger aus Bischofswiesen für brutto rund 19 500 Euro vergeben wurden. Für den gemeindlichen Bauhof musste ein neuer Radlader angeschafft werden. Der Gemeinderat stimmte dem Vergabevorschlag für einen Volvo L30G über die Firma Robert Aebi für 59 300 Euro zu.

Bürgermeister Hans Egger informierte das Gremium, dass über die freiwilligen Loipengebühren im Winter 3177 Euro eingenommen wurden.

Annette Schneider (CSU) lobte die Verantwortlichen der jüngsten Feuerwehrveranstaltung und den dafür eingesetzten Zubringerservice der Feuerwehr Hammer. »Alle haben sich sehr bemüht und haben sehr gute Arbeit gemacht. Man hat bei den verschiedenen Stationen einen guten Eindruck vermittelt bekommen, wie gut die Feuerwehr ausgerüstet sein muss, um die verschiedenen Aufgaben zu bewältigen«. In diesem Zusammenhang würdigte dritter Bürgermeister Michael Lorenz den Kommandanten Albert Stadler für die ganze Arbeit und die gute Organisation. hw