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Lorenz Plenk steht weiter an der Spitze der KSK Wössen

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Allen Sorgen zum Trotz hat der Krieger- und Soldatenverein Wössen eine neue Vorstandschaft. An der Spitze steht, wie gehabt, Lorenz Plenk (links), sein neuer Stellvertreter ist Ivo Oberauer. (Foto: Flug)

Unterwössen – Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Wössen im Gasthaus zum Kamin schien Vorsitzender Lorenz Plenk bedrückt. »Ich habe Sorge, dass es die letzte Jahreshauptversammlung des Vereins ist«, äußerte er später in der Versammlung. Da brachten zügige Neuwahlen der Vorstandschaft eine Überraschung. Zum Schwerpunkt der Jahreshauptversammlung wurde dafür die Diskussion, wie der Volkstrauertag in der Gemeinde zukünftig begangen werden soll.


Alle hatten in den anstehenden Neuwahlen zur Vorstandschaft die Herausforderung gesehen, hatte doch schon vor einem Jahr Vorstand Plenk vor der Altersstruktur im Verein gewarnt. Er mahnte damals an, sich über die Neuwahlen Gedanken zu machen, um den ältesten Unterwössner Verein – 1871 gegründet – zu erhalten. Auch Bürgermeister Ludwig Entfellner appellierte damals an die Vereinsmitglieder.

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»Wir sind nicht wirklich weiter gekommen«, sagte er, als er jetzt als Wahlleiter das Wort ergriff. Er und Gebirgsschützenhauptmann Georg Haslberger waren sich einig: Solange noch Kriegsteilnehmer Mitglieder im Verein sind, verlangt der Respekt vor ihnen, den Verein am Leben zu halten. Als letzten Stand der Gespräche sagte der Bürgermeister mit Blick auf Lorenz Plenk: »Der Lenz würde es – fit wie er ist – weiter tragen können.«

Nach der Aussage ging es dann schnell. Prompt kam für die Wahl des Vorstands der Vorschlag: »Wiederwahl«. Und direkt im Anschluss an den einstimmigen Wahlgang gab es für Plenk einen grandiosen Applaus, auch getragen von der Erleichterung aller.

Weiter hatten die Gespräche ergeben, dass der Oberleutnant und zweite Vorstand der Gebirgsschützen, Ivo Oberauer, das Amt des Stellvertreters auch im Krieger- und Soldatenverein übernehmen würde. Er folgt auf Hermann Minisini. Schriftführung und die Kasse leisten die beiden Vorstände mit. Fahnenträger stellen die Ortsvereine. Die Versammlung wählte Hermann Minisini, Hans Haslreiter und Hans Weber als Beisitzer. Alle Wahlgänge brachten einstimmige Ergebnisse. Vorstand Lenz Plenk freute sich sichtlich, dass der Bestand des Vereins gesichert ist.

Spannend wurde es dann ein weiteres Mal mit einer lebhaften Diskussion. Besonders die Musikkapelle und die Gebirgsschützenkompanie Wössen sind mit der Musikbegleitung und dem Kanonen- und Gewehrsalut tragende Bestandteile der Veranstaltungen am Volkstrauertag an den Kriegerdenkmälern in Ober- und Unterwössen. Mit der wachsenden Zahl an Terminen für diese Vereine und der schwindenden Beteiligung der Bevölkerung war die Frage aufgekommen, ob es der Gedenkstunde in beiden Ortsteilen bedarf. »Die Gemeinde und die Kirche mischen sich in eine Entscheidung nicht ein«, so der Bürgermeister.

Lenz Plenk sprach sich dafür aus, den Volkstrauertag im jährlichen Wechsel in Ober- und Unterwössen zu begehen. Die Gegenmeinung vertrat Johannes Weber. Er sprach sich für Veranstaltungen in Ober- und in Unterwössen in jedem Jahr aus. Gerade Gebirgsschützen und Musikkapelle hätten ihre Wurzeln in beiden Ortsteilen und dort auch verstorbene Mitglieder. Mit gutem Willen habe es bisher schon immer zwei Veranstaltungen gegeben und das sei auch in der Zukunft möglich. Und der Respekt für die Gefallenen mache es schon sinnvoll, ihnen jedes Jahr in ihrem Ort zu gedenken.

Weber fürchtet, dass ein Volkstrauertag in nur einem Ortsteil nur dessen Bewohner anspricht. »Es werden bei der Zusammenlegung nicht mehr Besucher«, glaubte er. Zwischen diesen beiden Varianten wurde lebhaft diskutiert. Dabei blieb ein dritter Vorschlag, den Volkstrauertag jährlich nur in Unterwössen zu begehen, eine Einzelmeinung.

Am Ende folgte die Versammlung der Meinung von Hermann Minisini: »Es steht dem Krieger- und Soldatenverein nicht zu, diese Frage alleine zu entscheiden.« Die zukünftige Planung sollten die Vorstandschaften der Ortsvereine untereinander regeln.

Im Jahresrückblick erinnerte Lenz Plenk an die 66. Gedenkfeier für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus an der Kampenwand und gelungene Ein- und Mehrtagesausflüge im vergangenen Jahr. Die Kriegsgräbersammlung knüpfe schon lange nicht mehr an die Ergebnisse früherer Jahre an, dennoch sei auch heuer wieder ein ordentliches Ergebnis erzielt worden, so Plenk. lukk

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