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Hier bleibt es spannend: Sieben Stichwahlen im Landkreis

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Fast 230.000 Wahlberechtigte waren am Sonntag in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land aufgerufen, bei den Kommunalwahlen ihre Stimmen abzugeben. Die derzeit weit verbreitete Angst vor dem Coronavirus hielt die meisten Wahlberechtigten nicht davon ab, in die Wahllokale zu gehen.


Überblick:

Es gab zwar eine sehr hohe Zahl an Briefwählern, doch auch in den Wahllokalen war fast überall den ganzen Tag reger Andrang.

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Hier bleibt es spannend

Spannend bleibt es in folgenden Gemeinden und Städten des Landkreises Traunstein, denn hier kommt es zu einer Stichwahl:

In Traunstein treten in zwei Wochen der amtierende Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD/30,1) und Dr. Christian Hümmer (CSU/UW/44,3) gegeneinander an. Zum Artikel.

Stichwahl in Traunreut

Ähnlich sieht es in Traunreut aus: Dort muss Amtsinhaber Klaus Ritter (FW) in zwei Wochen gegen Hans-Peter Dangschat (CSU) antreten. Ritter kam auf 26,34 Prozent der Stimmen, Herausforderer Dangschat auf 43,67. »Ich freue mich wahnsinnig. Damit habe ich nicht gerechnet«, kommentierte der CSU-Bürgermeister-Kandidat Dangschat sein gutes Abschneiden. »Wir werden jetzt den Schwung vom Wahlkampf in die nächsten zwei Wochen mitnehmen.« Die Wahlbeteiligung lag in Traunreut bei 45,26 Prozent.

Chieming: Heller und Reichelt vorn

Zu einer Stichwahl kommt es auch in Chieming: Alle drei Kandidaten haben am Sonntag die absolute Mehrheit deutlich verfehlt. In der Gemeinde tritt am 29. März Stefan Reichelt (CSU/38,1) gegen Sebastian Heller (UW/35,7) an.

Es war lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das letzten Endes von den über 2000 Briefwählern zugunsten von Heller und Reichelt entschieden wurde. Beide kündigten an, dass sie mit großem Engagement und Fairness weiter um die Stimmen der Wähler kämpfen werden. Beide gaben sich zuversichtlich, die Stichwahl zu gewinnen. Die Wahlbeteiligung betrug 70,02 Prozent, wahlberechtigt waren 3953 Bürger.

Grassau: Stichwahl zwischen Kattari und Göls

Spannend war die Kommunalwahl in Grassau vor allem, weil sich fünf Kandidaten um das Amt des Rathauschefs bewarben. Angesicht der Fülle an Kandidaten war eine Stichwahl fast vorauszusehen. Von 5375 Wahlberechtigten nahmen 3301 Wähler das Angebot wahr. Mit 1618 Stimmen (49,3 Prozent) erzielte Stefan Kattari das beste Ergebnis, Thomas Göls erreichte 936 Stimmen (28,5 Prozent).

Stefan Kattari zum Wahlergebnis: »Ich bin beeindruckt von der ganzen Wahlphase und von den Leuten, die mir so unglaubliche viele freundliche Rückmeldungen brachten. Natürlich gilt es weiterhin zu werben, denn ich bin angetreten, um Bürgermeister zu werden. Unter den besonderen Umständen der Corona Krise hoffe ich, dass auch in 14 Tage bei der Stichwahl die Wahlbeteiligung hoch sein wird«, so Kattari.

Thomas Göls würdigte das in ihn gesetzte Vertrauen: »Die nächsten zwei Wochen stehen ganz im Zeichen der Bürgermeisterwahl. Ich möchte an alle appellieren zur Wahl zu gehen. Zum Wahlkampf sagte Göls:« Es war ein fairer Umgang untereinander und das zeigt das gegenseitige gute Verhältnis.

»Das lässt hoffen für die Zukunft, denn wir fünf werden uns voraussichtlich im Marktgemeinderat wiedersehen und miteinander arbeiten«, fügte Stefan Kattari hinzu.

Nußdorf: Stichwahl zwischen Wimmer und Eder

In Nußdorf müssen die Wähler in zwei Wochen noch einmal an die Urnen, um den Nachfolger von Hans Gnadl als Bürgermeister zu bestimmen. Im ersten Wahlgang setzte sich Toni Wimmer (CSU) mit 43,5 Prozent der Stimmen durch. Er muss sich jedoch der Stichwahl mit Max Eder (Bürgerliste Nußdorf) stellen, der 28,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinigte. Gerhard Mittermaier (WZG) scheiterte nur knapp. Er erhielt 27,6 Prozent der Wählerzustimmung – ein Unterschied von nur 19 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 70 Prozent.

Toni Wimmer sagte in einer ersten Stellungnahme, er sei »dankbar und zufrieden für das gute Ergebnis, den deutlichen Vorsprung zu seinen Mitbewerbern und für so viel Unterstützung der Nußdorfer.« Dennoch wertete er den Erfolg nur als Etappenziel und hoffe darauf, sich bei der Stichwahl durchsetzen zu können.

Stichwahl in Tittmoning

In Tittmoning tritt Andreas Bratzdrum (CSU/47,4) gegen Barbara Danninger (Freie Wähler/UW/40,4) an:

Stichwahl in Übersee

Und auch in der Gemeinde Übersee kommt es zu einer Stichwahl: Der amtierende Bürgermeister Marc Nitschke (CSU/39,73) wird in zwei Wochen gegen Eberhard Bauerdick (Gemeinsam für Übersee/34,32) antreten müssen:

 

KR/pv/OH/ga/tb

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