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Ehrenzeichen für Christine Nagelschmidt und Georg Klauser

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Der Stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser (links) übergab Georg Klauser aus Siegsdorf das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt tätiger Frauen und Männer verlieh der Stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser in einer Feier im Parkhotel-Traunsteiner Hof an Christine Nagelschmidt aus Trostberg und Georg Klauser aus Siegsdorf.


Nagelschmidt ist seit 49 Jahren Mitglied der Egerländer Gmoi Trostberg und Umgebung, davon seit 25 Jahren Schriftführerin und seit 18 Jahren Kulturwartin. Auch in der Musikgruppe der Egerländer leistet sie einen unverzichtbaren Anteil. Seit 1993 ist sie Mitglied bei den Wanderfreunden Alztal Trostberg und seit 27 Jahren aktiv am Geschehen des Trachtenvereins »D' Alzviertler« beteiligt. Zudem berei-chert sie den Stickkreis der evangelischen Pauluskirche mit ihrer engagierten, hilfsbereiten und ideenreichen Art.

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Seit Gründung des Orgelfördervereins Siegsdorf 2001 ist Georg Klauser Kassenwart. Er organisierte unzählige Aktionen, wie Büchermarkt, Tee- und Weinverkauf beim Christkindlmarkt und zahlreiche Konzerte, um Spenden für die neue Orgel zu gewinnen. Auch mobilisierte er immer wieder Helfer für die Spendensammlung. Als die neue Orgel 2012 realisiert wurde, half er verantwortlich bei Abbau, Transport und Wiederaufbau. Des Weiteren ist Klauser seit 25 Jahren Mitglied der Feuerwehr Siegsdorf und war 17 Jahre lang Kassier im Turn- und Sportverein Siegsdorf.

Mit Ehrenurkunden wurden die Feldgeschworenen Sebastian Maier aus Truchtlaching, Franz Kastenhofer aus Wonneberg und Korbinian Huber aus Palling für 40-jährige sowie Josef Mitterreiter aus Tacherting und Bernhard Karl aus Kienberg für je 25-jährige ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. »Seit 500 Jahren gibt es das Amt des Feldgeschworenen. Es ist eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung«, erklärte Konhäuser. Trotz modernster Messtechnik könne man nicht darauf verzichten. Die Feldgeschworenen leisteten einen wirtschaftlichen Dienst für die Bürger und Kommunen. Ihre langjährige Tätigkeit sei ein Beweis dafür, dass sie mit ihrem örtlichen Wissen den Rechts-frieden herstellten und äußerst korrekt arbeiteten.

Das Ehrenamt sei die Tätigkeit und das Engagement, das unsere Region so liebens- und lebenswert mache, betonte Konhäuser. »Ohne das Ehrenamt würde vieles nicht so funktionieren.« Im Landkreis gebe es rund 1650 Vereine und Organisationen. Wenn man durch-schnittlich 20 Personen rechne, dann seien etwa 30 000 Menschen ehrenamtlich tätig. Diese Zahl sei ein Zeichen dafür, dass die Bürger füreinander da seien und ehrenamtliches Engagement gelebt werde. »Das Ehrenamt ist und bleibt wohl immer unverzichtbar. Es ist Kernstück einer solidarischen Bürgergesellschaft«, stellte er fest. Wegen der demografischen Entwicklung und der finanziellen Situation in den sozialen Sicherungssystemen werde es mehr denn je gebraucht. Ehrenamtliche Tätigkeit stärke Eigenständigkeit, Initiativkraft, Pioniergeist und Verantwortung. »Ehrenamtliche tragen nicht zuletzt eine wertvolle eigene Sichtweise in die verschiedenen Bereiche hinein, die von professionellen Kräften aus Zeit- und Kostengründen so nicht aufgebracht werden kann«, so Konhäuser. Bjr

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