weather-image
22°

»Der gehört da einfach nicht hin«

1.0
1.0

Grabenstätt. »Der gehört da einfach nicht hin, seit Jahren gibt es Probleme mit diesem Masten«, ärgerte sich Andreas Danzer (FWG) in der jüngsten Gemeinderatsitzung über das strittige Dauerthema Mobilfunkmast in der Nickelbergsiedlung. Vielleicht sollte man noch stärker berücksichtigen, dass »von diesem Masten enorme Belastungen für die Anwohner« ausgehen.


Erst kürzlich seien bei einem Blitzeinschlag in den Mobilfunkmast reihenweise Computer, Router und Fernsehgeräte in der Umgebung kaputtgegangen. Die von Danzer vorgeschlagenen »Alternativstandorte« gebe es, doch fehle derzeit die rechtliche Grundlage für die Umsetzung, so Bürgermeister Georg Schützinger. Derzeit könne man nur »eindämpfen«, sprich schauen, dass da an den Masten »nichts mehr dazukommt«, so der Rathauschef weiter. Für die technische und juristische Beratung und die Erstellung eines Standortgutachtens habe man bereits viel Geld in die Hand genommen.

Anzeige

Zur Vorgeschichte: Der Gemeinderat hatte am 23. Juli 2012 beschlossen, einen Bebauungsplan »Grabenstätt Nord I« aufzustellen. Zur Sicherung dieser Planung wurde in der gleichen Sitzung auch der Erlass einer Veränderungssperre mit einer Geltungsdauer von maximal zwei Jahren beschlossen. Da diese Veränderungssperre mit Ablauf des 1. August 2014 ausgelaufen wäre und nicht davon auszugehen war, dass die Aufstellung des Bebauungsplanes »Grabenstätt Nord I« innerhalb der Geltungsdauer der Veränderungssperre möglich sein werde, wurde nun in der jüngsten Sitzung die neue Veränderungssperre zum 2. August erlassen. Sie ist auf ein Jahr befristet.

Im räumlichen Geltungsbereich der Veränderungssperre dürfen Bauvorhaben oder die Beseitigung von baulichen Anlagen nur im Einvernehmen mit der Gemeinde durchgeführt werden.

In der Sitzung vom 10. Februar hatten die Räte das Umweltinstitut München für die technische Beratung in Sachen »Mobilfunk« und für die Erstellung eines Standortgutachtens beauftragt. Wie Bürgermeister Schützinger mitteilte, liege das Gutachten nun vor und soll in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vom Verfasser vorgestellt werden. Aus der Prüfung mehrerer Standortvarianten hätten sich einige alternative Standortvorschläge ergeben. In der besagten Gemeinderatssitzung soll dann auch über den Verfahrensschritt der frühzeitigen Beteiligungen und über die Fortführung des Bebauungsplanverfahrens beraten werden. mmü