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Foto: Chiemgau Welle

Verein will 2023 an den Bau der Chiemgau Welle gehen

Traunstein – Hannes Weininger ist der Vorsitzende des Vereins Chiemgau Welle. Und er fasst die Stimmung, die sich nun in den Reihen der Mitglieder breit macht, mit einem kurzen Satz zusammen. »Wir freuen uns riesig«, sagt er. Die Stadt Traunstein hat dem Verein für den Bau einer stehenden Welle im Mühlbach nördlich des Viadukts einen Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro in Aussicht gestellt. Nachdem sich Weininger und die Vereinsmitglieder sicher sind, dass sie die erhoffte Finanzspritze aus dem Rathaus nun tatsächlich erhalten, machen sie nun Nägel mit Köpfen und gehen an eine Verwirklichung des 750.000-Euro-Projekts: Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagte Weininger, dass der Verein nun einen Baubeginn im nächsten und die Fertigstellung dann im übernächsten Jahr anpeile. 


An eine Reihe von Bedingungen knüpft die Stadt die Bezuschussung. Insbesondere müsse der Verein als Bauherr und Betreiber der Welle auftreten, er müsse sich verpflichten, die Anlage dann mindestens 20 Jahre am Laufen zu halten. Und vor allem ist er auch angehalten, ein schlüssiges Betriebskonzept vorzulegen. Fast alle Auflagen habe der Verein, wie Weininger mitteilt, schon erfüllt. Allein die geforderte Risikoanalyse sei noch zu erstellen.

Schätzungsweise rund 750.000 Euro kostet der Bau der Welle nach Angaben von Weininger. Nach der Zusage der Stadt, die Baumaßnahme mit 250.000 Euro zu unterstützen, ist er sich jetzt mehr denn je sicher, dass der Verein das Geld zusammenbekommt. Auf zwei Möglichkeiten der Finanzierung konzentriere sich der Verein: Zum einen ziehe er in Erwägung, sich einen Zuschuss aus dem EU-Förderprogramm »Leader« zu holen, zum anderen stehe ihm offen, Sponsoren ins Boot zu holen, die dann Spenden übergeben.

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Die Stadt hat für den Bau der Welle im Mühlbach einen Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro in Aussicht gestellt. Hannes Weininger, der Vorsitzende des Vereins Chiemgau Welle, und Mitglieder sind begeistert: »Wir freuen uns riesig.«

Von rechtlicher Seite her betrachtet ist das Projekt nach Angaben von Weininger bereits in trockenen Tüchern. So berichtet er, dass der Verein bereits die wasserrechtliche Erlaubnis vom Landratsamt erhalten habe. Weitere Genehmigungen seien nicht erforderlich.

Jede Menge Arbeit ist zu leisten, wenn der Verein – wie er sich vornimmt – im nächsten Jahr an die Verwirklichung seines Traums geht und die Welle im Bereich der Einmündung des Mühlbachs in die Traun schafft. Zu errichten sei ein Bauwerk, das alsdann grundlegende Bedingungen für den Betrieb erfüllt. »Man muss die Welle ein- und ausschalten können«, sagt der Vereinsvorsitzende.

Doch mit dem Bauwerk allein ist die gesamte Maßnahme dann noch lange nicht beendet. Auch in der Umgebung der Welle muss laut Weininger einiges gemacht werden. So müsse etwa auch ein Rückhaltebecken für Fische angelegt werden.

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