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Verkehrsbehörden warnen vor einem Kreisverkehr

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Kantstraße in Traunreut könnte mit Kreisverkehr unsicherer werden
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Die Verkehrsbehörden empfehlen der Stadt Traunreut, anlässlich des Kantstraßenausbaus keinen Kreisverkehr an der Einmündung Kantstraße/Eichendorffstraße zu errichten. Dieser könnte zu einer Verschlechterung führen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Auf Antrag der Bürgerliste im März hat die Verwaltung dem Stadtrat den Sachstandsbericht zum Planungsstand des Kantstraßenausbaus und der Ostumfahrung von Traunreut vorgelegt.


Nach Angaben der Verwaltung sei für die sogenannte »Kleine Ostspange« im März vergangenen Jahres eine Vorstudie zur Abschätzung möglicher Naturschutzkonflikte in Auftrag gegeben worden. Diese Untersuchung sei mittlerweile mit dem Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein besprochen worden. Voraussichtlich im Juni oder Juli sollen die Studie dem Stadtrat vorgestellt und das weitere Vorgehen diskutiert werden.

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Im Zuge der laufenden Planungen des Kantstraßenausbaus habe ein Ortstermin mit der Unteren Verkehrsbehörde und der Polizei ergeben, dass ein an der Einmündung Kantstraße/Eichendorffstraße vorgesehener Kreisverkehr in Bezug auf die Sicherheit von ungeschützten Verkehrsteilnehmern mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verschlechterung führen würde. Die Behörden regen deshalb an, die bisherige Ampelregelung beizubehalten. Zusammen mit der Traunreuter Stadtplanerin, Professor Anne Beer, und dem Verkehrsplaner soll die Empfehlung der Behörden im Mai in den Sitzungen des Bauausschusses und im Stadtrat diskutiert werden. Sollte das Gremium eine Entscheidung treffen, könnte die Entwurfsplanung abgeschlossen und der Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden.

Außerdem wurden ohne Diskussion Empfehlungen, die der Bauausschuss behandelt hatte, einstimmig abgesegnet. Zugunsten von Doppelhäusern auf einem freien Grundstück in der Wohnsiedlung »Frauenbrunn« in Traunwalchen soll der Bebauungsplan entsprechend geändert werden. Bislang waren auf der gesamten Fläche nur Einzelhäuser möglich. Die Doppelhäuser sollen im südwestlichen Bereich situiert werden. An der Kreisstraße bleibt es wie bisher bei drei Einzelhäusern. Nachdem sich im nördlichen Bereich der seit Mitte der 1990-Jahre bestehenden Wohnsiedlung »Frauenbrunn I« bereits drei Doppelhäuser mit einer maximalen Breite von zwölf Metern befinden, hatte die Verwaltung vorgeschlagen, dem Antrag des Grundstücksbesitzers zuzustimmen. Dieses Maß, wie auch die Situierung der Garagen, soll auch auf die beantragte Bebauungsplanänderung übernommen werden.

Ebenso geändert werden soll der Bebauungsplan »Gewerbegebiet Äugelwald« östlich von Oderberg. Hier wurde im Zuge der Erschließungsplanung festgestellt, dass die bisher vorgesehene Entwässerung des Niederschlagswassers am Rande des Erschließungsrings durch eine Entwässerungsmulde nicht möglich ist. Deshalb soll jetzt die Entwässerung über ein Versickerungsbecken unter Einbeziehung der öffentlichen Grünfläche südlich des Erschließungsrings bis zur Kreisstraße TS 49 erfolgen.

Keine Einwände hat der Stadtrat gegen die geplante Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans »Gewerbegebiet Egerer II« in der Nachbargemeinde Chieming. Wie mehrfach berichtet, beabsichtigt die Gemeinde Chieming das Gewerbegebiet zu erweitern, und hat die Stadt Traunreut im laufenden Verfahren erneut um eine Stellungnahme gebeten. ga