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Kletterhalle darf 14 Meter hoch werden

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Und so könnte die Kletterhalle mit den Farben (weiß/grün) des Traunreuter Stadtwappens nach den vorläufigen Planskizzen ausschauen. Die Visualisierung zeigt eine Ansicht aus Südosten.

Traunreut – Dass anstatt einer elf Meter hohen Kletterwand eine drei Meter höhere ein Zugewinn für die Sportler wäre, darüber herrschte in der jüngsten Sitzung des Traunreuter Stadtrats Einigkeit. Deshalb soll jetzt im Zuge einer Bebauungsplan-Änderung die seitliche Wandhöhe für eine an der Kolpingstraße geplante Kletterhalle auf maximal 14 Meter festgesetzt werden.


Allerdings sehr zum Leidwesen von Stadtbaumeister Thomas Gätzschmann. Dieser hatte bereits in der Sitzung des Bauausschusses (wir berichteten) für maximal elf Meter an der höchsten Stelle des Gebäudes plädiert, um sich damit der Höhenentwicklung des in unmittelbarer Nähe geplanten Wohnbaugebiets »Stocket« anzulehnen. Jetzt hat ihn auch der Stadtrat überstimmt und die übereinstimmende Empfehlung des Bauausschusses mitgetragen. Gätzschmann nahm die Entscheidung gelassen auf: »Ich kann schon damit leben.«

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Vom Antragsteller, der Firma Traunrock Kletteranlagen, wurde zwischenzeitlich auch die Anregung des Bauausschusses mitgetragen, das Gebäude zu drehen. Aus Sicht von Bürgermeister Hans-Peter Dangschat eine »deutliche Verbesserung.«

Veronika Lauber (Grüne), die von Anfang an für 14 Meter plädiert hatte, um die Attraktivität der Kletterroute zu steigern, meinte, dass nicht immer die Optik ausschlaggebend sein sollte: »Ich finde, dass es ein ansehnliches Gebäude ist und kein »greislicher Industrieturm«. Eine Kletterhalle wäre ein Imagegewinn für Traunreut«, so Veronika Lauber.

Aus sportlichen Gründen begrüßten auch Dr. Jürgen Winter (LiZ) sowie die Freien Wähler Konrad Unterstein und Alfred Wildmann einen 14 Meter hohen Turm. 14 Meter seien ein »Muss«, forderten Alexander Gruber (CSU) und Roger Gorzel (Bürgerliste), zumal es wesentlich höhere Kletterwände gebe.

Auch Johannes Danner (Bürgerliste) betonte, dass der Trend zu noch höheren Wänden gehe und der Turm nur ein Teil des Gebäudes sei. Steffi Gampert-Straßhofer (CSU) plädierte ebenfalls für 14 Meter: »Im Sinne der Kinder und Sportler wäre das ein Zugewinn für die Stadt.«

Christian Stoib (SPD) beschäftigte die Parkplatzfrage, sollte ein größerer Kletterwettbewerb stattfinden. Nach Angaben der Verwaltung müsse der Bauherr auf seinem Grundstück Stellplätze nachweisen. Für Wettbewerbe gebe es im Bereich der Kindertagesstätte »Schneckenhaus« genug Stellplätze.

Neben der Kletterhalle möchte der Antragsteller auch ein Betriebsleiterwohnhaus bauen. Hier sollen die seitliche Wandhöhe auf 6,50 Meter und die Dachneigung des Satteldachs mit 20 bis 27 Grad festgesetzt werden.

Laut der Verwaltung möchte der Bauherr das Projekt so bald wie möglich umsetzen. Aus diesem Grund hatte er beantragt, die betroffenen Grundstücke aus dem laufenden Änderungsverfahren für den Bebauungsplan »Porsche-straße« herauszunehmen und ein eigenes Verfahren anzuleiern. Diesem Antrag inklusive dem Wunsch, die seitliche Wandhöhe der Kletterhalle auf 14 Meter festzusetzen, wurde jetzt vom Stadtrat entsprochen.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte nach Angaben des Geschäftsführers der Traunrock Kletteranlagen, Richard Heindl, mit dem Bau in circa einem Jahr begonnen werden. Sobald das Änderungsverfahren abgeschlossen sei, die Baugenehmigung vorliege und die Finanzierung des Projekts stehe, wolle man los legen, sagte er dem Traunsteiner Tagblatt. Heindl geht von einer Bauzeit der Halle von rund sechs Monaten aus.

Laut der vorläufigen Planung soll im inneren der Halle auf einer Fläche von 170 Quadratmetern eine 12 bis 13 Meter hohe Kletterwand entstehen. Außerdem sind ein 125 Quadratmeter großer Boulder-Raum zum Klettern in Absprunghöhe sowie Schulungs- und Fitnessräume vorgesehen. Der Außen-Kletterbereich mit einer 14 Meter hohen Kletterwand soll rund 90 Quadratmeter umfassen. ga


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