weather-image

Bauarbeiten im Traunreuter Freibad liegen im Zeitplan

5.0
5.0
Traunreut: Bauarbeiten im Freibad liegen im Zeitplan – Eröffnung zum 1. Juni
Bildtext einblenden
Die Bauarbeiten schreiten zügig voran. Wenn auch in den nächsten Monaten alles reibungslos verläuft, kann das neu sanierte Bad am 1. Juni wieder geöffnet werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Nachdem das Wetter bisher gut mitgespielt hat, liegen die Bauarbeiten im Franz-Haberlander-Freibad in Traunreut gut im Zeitplan. Projektleiter Hartmut Hille von den Stadtwerken geht davon aus, dass der Sanierungszeitrahmen eingehalten und das Bad zum 1. Juni wieder geöffnet werden kann.


»So wie es aussieht, steht dem geplanten Eröffnungstermin nichts entgegen. Es sei denn, es kommt zu einem Wintereinbruch«, sagte Hille in der ersten Sitzung des Werkausschusses in diesem Jahr.

Anzeige

Seit Anfang Oktober ist das Freibad eine riesige Baustelle. Einige Gewerke wurden bereits abgeschlossen und abgerechnet. Laut Hille liege man auch gut im Kostenrahmen. Im Vergleich zu den veranschlagten Kosten läge man derzeit um 3,7 Prozent darüber. Wie Hille weiter mitteilte, werde der Architekt eine aktuelle Kostenaufstellung vorlegen, die dem Werkausschuss zeitnah vorgestellt werden soll. Das Gremium, das von Bürgermeister Klaus Ritter in der Sitzung über einige Nachtragsangebote informiert wurde, einigte sich darauf, im März eine Baustellenbesichtigung vorzunehmen.

Durch eine Änderung bei der Verkabelung der Leitungstrassen sind bei den Elektroarbeiten Mehrkosten in Höhe von 975 Euro entstanden. Zusätzliche Abdichtungen von Kabeleinführungen in die geplanten Kabelzugschächte führten ebenfalls zu Mehrkosten von rund 4000 Euro. Rund 2700 Euro mehr mussten für die Demontage der Schaltschränke im alten Technikgebäude veranschlagt werden. Nach Angaben der Stadtwerke sei die Demontage der Schaltschränke aufgrund fehlender Bestandsunterlagen im ursprünglichen Leistungsverzeichnis nicht berücksichtigt worden. Man habe zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst, ob noch Teile der Schalteranlage benötigt werden.

Des Weiteren mussten zwei zusätzliche Schieber für eine getrennte Rinnenumschaltung der einzelnen Becken eingebaut werden, die Mehrkosten von 2280 Euro verursachen. Die zwei zusätzlichen Schieber hätten den Vorteil, dass die Becken einzeln gereinigt und befüllt werden können. Zu Mehrkosten in Höhe von 6300 Euro führten auch die Plexiglas-Deckel der Wartungsöffnungen der sieben Badewasserfilter. Ursprünglich waren hier Stahldeckel geplant. Aus Gewichtsgründen habe man sich jedoch darauf geeinigt, die Abdeckung in Plexiglas auszuführen.

Beim Einbau des Blitzschutzes konnte aufgrund der schon bestehenden organisatorischen Maßnahmen – Badegäste müssen das Becken bei nahendem Gewitter verlassen – auf einen zusätzlichen Sicherheitsschutz verzichtet und deshalb 4000 Euro eingespart werden. Beschlüsse zu den Nachtragsangeboten mussten nicht gefasst werden.

Einig war sich der Ausschuss darin, die Prüfung des Jahresabschlusses 2020 erneut vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) erledigen zu lassen. Nach Angaben der Stadtwerke seien die Qualität der Prüfungen des BKPV und dessen punktuelle Unterstützung bei größeren Themen im Vorfeld der Prüfungen über die Jahre sehr gut gewesen.

Zudem habe der BKPV Hintergrundinformationen der jahrelangen Betreuung dokumentiert, wovon besonders die neuen Stadtwerkemitarbeiter profitieren. Auch sei durch einen Wechsel des Prüfers aus Sicht der Stadtwerke die Gefahr einer »Betriebsblindheit« nicht gegeben. »Wir sollten die nächsten ein zwei Jahre noch den BKPV beauftragen und dann darüber nachdenken, ob wir ein anderes Prüfungsunternehmen beauftragen«, schlug Ritter vor. ga