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2500 Trachtler pilgerten bei bestem Wetter nach Maria Eck

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69. Trachtenwallfahrt des Gauverbandes in Siegsdorf
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Foto: Krammer

Siegsdorf – Bei bestem »Pilgerwetter« kamen am Sonntag über 2500 Trachtler aus 101 Vereinen des Gauverbands I nach Siegsdorf, um in Maria Eck gemeinsam Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern.


Den beschwerlichen Pilgerweg nahmen davon rund 2300 Frauen und Männer, Dirndln und Buam auf sich und machten sich pünktlich um 9 Uhr in Siegsdorf auf den Weg nach Maria Eck, um im gemeinsamen Gebet der Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege, sowie aller verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Aber auch viele persönliche Anliegen, sowie Bitt' und Dank um eine friedliche Zukunft und eine lebenswerte Heimat wurden zur »Muttergottes auf den Ecker Berg« getragen.

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Oben in Maria Eck erwarteten bereits mehrere Hundert weitere Trachtler, die nicht zu Fuß gegangen waren, in ihren Festtrachten die Pilger an der Klosterleite vor dem Freialtar. Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen feuerten einen festlichen Ehrensalut.

Bischof emeritus Wilhelm Schraml aus Altötting segnete die Pilger am Ende des beschwerlichen Weges und feierte dann zusammen mit Bruder Franz vom Kloster Maria Eck den feierlichen Gottesdienst, der von der Musikkapelle Palling musikalisch begleitet wurde. Bruder Franz, der Guardian des Klosters, freute sich besonders über viele junge Wallfahrer und nannte die Wallfahrt ein sichtbares Zeichen des Glaubens und der Gemeinschaft im Chiemgau.

Der Volkstrachtenverein Altötting, der heuer das Gaufest des Gauverbands I ausrichten darf, hatte eine große Kerze nach Maria Eck mitgetragen, um die Gottesmutter um ihre Fürsprache für ein schönes und unfallfreies Fest zu bitten, die der Bischof zu Beginn segnete. Er rief die Trachtler dazu auf, das tiefbewegende Ereignis der Wallfahrt auch weiterhin zur Stärkung ihrer Gemeinschaft zu pflegen und daraus Tiefgang, Halt und Standhaftigkeit, aber auch Gemeinsamkeit und Glaubenskraft für das Leben in der schönen Chiemgauer Heimat zu schöpfen.

Gauvorstand Peter Eicher und sein Stellvertreter Michael Hauser dankten den vielen Trachtlern für ihr Bekenntnis zu Heimat und Gemeinschaft und forderten die Pilger auf, den traditionellen Heimattag als Motivation für die Vereinsarbeit zu nutzen und den Segen Gottes in ihren Herzen weiter zu tragen. Ihr besonderer Dank galt den Ehrengästen aus der Politik und den benachbarten Gauverbänden ebenso wie dem Trachtenverein Siegsdorf für die Organisation und den Feuerwehren Siegsdorf und Eisenärzt, der Polizei und den Rettungsdiensten für die Unterstützung.

Bei herrlichem Sommerwetter konnten sich die Pilger dann noch ausgiebig rund um den Klostergasthof stärken, wo die Musikkapelle Palling fleißig zur Unterhaltung aufspielte. FK