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Foto: Hannes Burghartswieser

Färbenprächtiger Georgiritt in Ruhpolding mit rund 130 Pferden und ihren Reitern

Ruhpolding – Es war schon eine Erleichterung für alle Verantwortlichen, als am Sonntagmorgen Glockengeläut und Böllerschüsse verkündeten, dass der Georgiritt stattfindet. Sichtlich froh und erleichtert war der Vorsitzende des Georgivereins, Johann Thullner, dass der Votivritt, dessen Ursprung auf ein Gelübde aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht, wie geplant durchgeführt werden konnte. Ein kleiner Gegenlohn für die aufwändigen Vorbereitungen.


Zahlreiche Pferdetransporter kamen schon rechtzeitig zum Sammelplatz. Beim Striegeln und Polieren wurden Pferde und Geschirr noch einmal auf Hochglanz gebracht. Dann konnte sich um 10 Uhr pünktlich der Georgiritt Richtung Ortsteil Wasen in Marsch setzen, denn der übliche Weg nach St. Valentin durfte aufgrund einer Anordnung des Landratsamts Traunstein wegen Straßenbauarbeiten in der Seehauserstraße nicht für den Ritt gesperrt werden.

Angeführt von Vorreitern mit der Standarte des Georgivereins, dem Kirchendienst und dem Spitzenkreuz folgten rund 130 prächtig herausgeputzte Pferde aus nah und fern mit ihren Reitern. Die imposanten Rösser zogen Festwägen und Kutschen mit herrlichem Geschirr. Ein Pferdegespann zog die Figur des heiligen Georg, auf einem geschmückten Wagen. Auf anderen Wägen saßen die Musikkapellen der »Miesenbacher« und der »Rauschberger«, wieder ein anderer war mit den Mitgliedern der »Historischen« in ihren alten Trachten besetzt. Und in den Festkutschen saßen die Honoratioren der Gemeinde, des Landkreises und des Pfarrgemeinderats sowie die Vertreter der Standestrachten. Den zahlreichen Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild.

Den Feldgottesdienst vor der »Mühlbauern Kapelle« zelebrierte Pfarrer Otto Stangl. Ihm zur Seite stand Diakon Sepp Eixenberger. Nach dem Festgottesdienst zogen alle Pferde am Altar vorbei und empfingen traditionsgemäß den Segen. Danach ging es wieder zurück in den Ort, und die zahlreichen Besucher konnten alle Teilnehmer des Georgirittes noch einmal bewundern.

Danach hatten sie die Möglichkeit, den anschließenden Georgitag mit den vielen Attraktionen, Darbietungen und Veranstaltungen nach Herzenslust zu genießen.

hab

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