weather-image
27°

»Das waren hervorragende Leistungen«

0.0
0.0

Mit knapp 180 Teilnehmern ging der Biathlon-Deutschlandpokal in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena reibungslos über die Bühne. Hatten am ersten Tag beim Einzel die Sportler noch mit eisigen Verhältnissen zu kämpfen, die auch zu ein paar Stürzen führten, waren es am zweiten Wettkampftag beim Sprint beinahe traumhafte Bedingungen.


So konnten sich aus heimischer Sicht auch die Ergebnisse sehen lassen. Schafften es beim Einzellauf drei Athleten jeweils auf den ersten Platz, war es beim Sprint viermal der zweite Rang. »Das waren hervorragende Leistungen, ein Dank auch an die vielen Betreuer und den Einsatz der Eltern«, sagte Stützpunktleiter Hans Rambold.

Anzeige

Herausragend lief es für Simon und Marco Groß, das Brüderpaar kam im Einzel jeweils auf den ersten und im Sprint jeweils auf den zweiten Platz. Die beiden Ruhpoldinger hatten sich im Sommer laut ihres Trainers Tobias Reiter akribisch auf die Saison vorbereitet.

Genauso wie Marion Deigentesch vom SV Oberteisendorf. Im Sommer noch von einer Erkrankung massiv beeinträchtigt, findet sie genau zum richtigen Zeitpunkt wieder die Form. Sie holte sich nach dem Sieg im Einzel noch den zweiten Platz im Sprint.

Aber auch Anna Weidel vom WSV Kiefersfelden zeigte mit den Plätzen zwei und vier die Form, die sie auch im vergangenen Winter hatte. Zufrieden war Reiter auch mit der Leistung von Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf. Trotz einer Erkältung im Vorfeld des Deutschlandpokals war sie läuferisch am Wochenende bereits wieder top. Der Lohn war zweimal ein fünfter Rang.

Überzeugen konnten auch Frederic Plützer (SC Ruhpolding) mit den Rängen drei und zehn sowie Marinus Veit (WSV Kiefersfelden), er schaffte die Ränge zwei und vier. Aufsteigende Tendenz gab es auch im Juniorenbereich für Matthias Dorfer vom SV Marzoll mit dem dritten Platz im Sprint und dem Berchtesgadener Niklas Homberg (4./7.).

Bei den Herren sicherte sich Korbinian Raschke vom SC Bergen im Einzel und Sprint jeweils den dritten Platz. Hier ragte der Sieg von Michael Willeitner vom SK Berchtesgaden im Einzel heraus. Der weltcuperfahrene Johanns Kühn vom WSV Reit im Winkl belegte zweimal den sechsten Platz.

Nicht überzeugen konnte der Olympiasieger von 2006, Michael Rösch. Mit den Rängen vier und acht blieb der Altenberger wohl auch selbst unter seinen gesteckten Erwartungen.

Eine Klasse für sich bei den Damen war Nadine Horchler vom SC Willingen mit zwei Tagessiegen. Zweimal aufs Stockerl kam auch die ehemalige Weltcupläuferin Tina Bachmann (Schmiedeberg) mit zwei dritten Plätzen.

Kathrin Lang vom TSV Siegsdorf wurde im Einzel zunächst Fünfte und steigerte sich im Sprint noch auf den zweiten Platz. »Ich habe noch immer das Ziel vor Augen, mich über den Weltcup für die Spiele in Sotschi zu qualifizieren«, sagte sie nach dem Wettkampf. Über die Feiertage will sie deshalb ein paar Sonderschichten in der Chiemgau-Arena einlegen. Vor allem beim Schießen will sie andere Wege gehen. »Ich werde mir den einen oder anderen Ratschlag einholen«, meinte sie vielsagend.

Für Stützpunkttrainer Tobias Reiter heißt es jetzt, während des Jahreswechsels seine Skijäger behutsam weiter in die Gänge zu bringen. Im Januar beginnt die Qualifikation für die Junioren-Weltmeisterschaft. »Bis dahin müssen wir vor allem das läuferische Niveau heben. Das kennen wir aber aus den vergangenen Jahren auch, wir legen immer erst nach den Weihnachtsferien auf der Laufstrecke zu«, so der Trainer.

Letztendlich wurden beim Deutschlandpokal aber auch die Sieger des »Theo-Merkel-Preises« – in Erinnerung an die ehemalige Ruhpoldinger Wintersportlegende – ausgezeichnet. Die Gesamtbesten der zwei Wettkampftage waren schließlich Nadine Horchler (SC Willingen) und der Oberhofer Maximilian Janke. Sie bekamen den Preis vom ersten Gewinner des Preises überhaupt, Damenbundestrainer Ricco Groß, überreicht. SHu.