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Wertstoffhof in Molberting in der Diskussion

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Durch seine langen Öffnungszeiten und die verkehrsgünstige Lage wird der Wertstoffhof in Molberting auch von vielen Bürgern der Nachbargemeinden genutzt. (Foto: Wegscheider)

Siegsdorf. Hat der Wertstoffhof in Molberting zu lange Öffnungszeiten? Um diese Frage drehte sich die Diskussion in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Die Einrichtung ist Montag, Mittwoch und Freitag von 7.30 bis 18.30 Uhr und Samstag von 7.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Wegen der überdurchschnittlich langen Öffnungszeiten und der verkehrsgünstigen Lage nutzen auch viele Bürger aus den Nachbargemeinden den Wertstoffhof. Doch das Personal muss die Gemeinde Siegsdorf bezahlen.


»Andere Gemeinden haben zum Teil private Lösungen gefunden oder andere Öffnungszeiten, um die Kosten zu reduzieren«, erklärte Bürgermeister Thomas Kamm. Für das neue Jahr 2013 kalkuliert die Gemeinde Siegsdorf allein im Bereich der Personalkosten für die beiden Vollzeitkräfte mit rund 86 000 Euro. Davon abgezogen werden können die Kostenerstattungen durch das Landratsamt für die gelieferten Wertstoffmengen, die mit rund 52 000 Euro, dem Vergleichswert von 2011, veranschlagt werden. Damit verbleibt ein Eigenanteil der Gemeinde von rund 34 000 Euro.

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Bereits diskutiert wurde das Thema im Hauptausschuss. Die Mitglieder kamen jedoch zu dem Entschluss, dass das Personal unter anderem wegen Urlaub- oder Krankheitsfällen doppelt besetzt sein sollte. Dies habe zudem den Vorteil, dass sofort eine saubere Trennung der Wertstoffe gewährleistet werden könne. Diese Argumente empfanden auch die Gemeinderatsmitglieder als sehr schlüssig. Jedoch ist ihnen bewusst, dass der Wertstoffhof zwar außergewöhnlich lange, aber auch sehr bürgerfreundliche Öffnungszeiten habe.

Daher wurde im Rahmen der Sitzung auch eine Reduzierung der Öffnungszeiten von derzeit 39 Stunden auf 25 diskutiert. Am Montag und Mittwoch wäre der Wertstoffhof dann erst ab 13.30 Uhr geöffnet. Viele Gemeinderäte waren aber der Ansicht, dass man den Siegsdorfer Bürgern die bisherigen Serviceleistungen auch weiterhin anbieten sollte.

Stattdessen solle nun geprüft werden, inwieweit es möglich ist, bei den abgelieferten Wertstoffen und Grüngut höhere Erlöse zu erzielen. Es kam auch der Vorschlag, den Betrieben die Möglichkeit zu geben, größere Mengen von Papier oder Eisen am Wertstoffhof abzugeben. Letztlich beschloss der Gemeinderat einstimmig, die derzeitigen Öffnungszeiten so beizubehalten. Außerdem soll eine Vollzeitstelle ausgeschrieben, da einer der bisherigen beiden Mitarbeiter aufgehört hat.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt widmete sich dem Landesentwicklungsprogramm (LEP) in der derzeitigen Entwurfsfassung. Für die Gemeinde Siegsdorf stellte sich als Schwerpunkt der Energiebereich heraus. Es ging dabei speziell um ein mögliches Vorranggebiet für Windenergie im Bereich Knappenfeld. Die Gemeinderäte verwiesen in diesem Zusammenhang auf eine bereits abgegebene Stellungnahme, dass diese Flächen im Schutzgebiet liegen und deshalb nicht als geeignet erscheinen.

Für den Neubau des Generationenspielplatzes und der damit verbundenen Umgestaltung des Kurparks ist eine Verlegung des Traundammes notwendig. Auf Höhe der Schreinerei Feil wird dieser zurückgebaut und zwei Sitzreihen aus Steinquadern errichtet. Bei der Ausschreibung hatte unter vier Tiefbaufirmen die Firma Kecht aus Siegsdorf das günstigste Angebot abgegeben und erhielt somit auch den Auftrag. hw