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Weltreisender verursachte Unfall in Siegsdorf

Siegsdorf. 22 821 Kilometer hatte der Weltreisende Rafael de Mestre in seinem Sportwagen Tesla bereits zurückgelegt. Er hatte schlechte Straßen, Sandstürme und extreme Hitze überstanden – nun stoppte ein Unfall auf der Autobahn bei Siegsdorf das Vorhaben des Spaniers: Der 49-Jährige wollte als Erster mit einem Elektroauto die Welt umrunden. Er kommentierte seinen Unfall über den Kurznachrichtendienst Twitter mit den Worten: »game over!«. Denn es ist nicht sicher, wie schnell es geht, den 125 000 Euro teuren Sportwagen, der in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, zu reparieren.

Der Spanier de Mestre war am Sonntag mit seinem Elektrosportauto im dichten Rückreiseverkehr bei Siegsdorf auf einen anderen Wagen aufgefahren. Das bestätigte die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein. Das Auto geriet dadurch ins Schlingern und fuhr Richtung München auf einen weiteren Wagen auf. Dadurch verlängerte sich der Stau und es kam zu einem weiteren Auffahrunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. – Doch damit nicht genug: Auch auf dem Beschleunigungsstreifen der Anschlussstelle Siegsdorf stießen zwei Autos zusammen. Verletzt wurde niemand, der Schaden an den Autos liegt im fünfstelligen Euro-Bereich.

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Auf seiner Internetseite teilte de Mestre am Montag mit, dass sein aus der Steckdose betriebener Sportwagen schnellstmöglich repariert werden solle. Hergerichtet wird das Auto in München, wo es eine spezielle Werkstatt für das Elektroauto gibt. »Wir versuchen, das Unmögliche möglich zu machen, damit Rafael de Mestre sein Rennen fortführen kann«, betonte Kathrin Schira von Tesla Motors im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Aber es ist schwer zu sagen, wie lange die Reparatur dauert. Das hängt in erster Linie davon ab, wie schnell die Ersatzteile beschafft werden können«. Aber möglicherweise könne de Mestre in zwei, drei Tagen wieder weiter fahren. Das dürfte auch nötig sein, denn der E-Mobility-Fan will mit seiner Erdumrundung unbedingt den zwei Franzosen Xavier Degon und Antonin Guy zuvorkommen, die im Februar mit dem gleichen Plan gestartet waren. kb