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Was die Bürger in Seeon bewegt

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Dass die Ansiedlung einer Brauerei im Gewerbegebiet Seeon auch Befürworter hat, wurde bei einem Diskussionsabend der Freien Wählergruppe Seeon im Gasthaus Alter Wirt in Seeon deutlich. Der Betrieb sorge für Arbeits- und Ausbildungsplätze. Das in Truchtlaching ansässige Unternehmen möchte in dem Gewerbegebiet eine Brauerei mit Anlagenbau errichten. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck. Bei einer Diskussionsrunde der Freien Wählergruppe Seeon (FWS) unter dem Motto »Jetzt redt´s ihr… wo drückt der Schuh?« im Gasthaus Alter Wirt in Seeon, konnte sich der Bürgermeisterkandidat Sebastian Maier schon einmal ein Bild davon machen, was die Bürger bewegt. Anknüpfend an seinen Wahlspruch, im Falle eines Wahlsieges »Bürgermeister für alle Generationen zu sein«, wurde er auch gleich beim Wort genommen.


Sepp Binder äußerte den Wunsch, für die älteren Bürger eine Anlaufstelle mit Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten einzurichten. Er stelle sich dabei eine Art »Seniorentagesstätte« vor, in der die Senioren auch stundenweise betreut werden könnten. Auf Grund des demographischen Wandels müsste die Gemeinde auch hier in die Pflicht genommen werden, so Binder.

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Beherrschendes Thema war die Erweiterung des Gewerbegebietes in Seeon, respektive die Ansiedlung einer Brauerei, die, wie mehrfach berichtet, vor allem bei den Anliegern insbesondere wegen des zu erwartenden hohen Verkehrsaufkommens hohe Wellen schlägt. Die in Truchtlaching ansässige Firma Braukon beabsichtigt, auf einem 10 000 Quadratmeter großen Grundstück eine Brauerei mit Anlagenbau zu errichten. In dem 90 mal 40 Meter breiten und etwa 11 Meter hohen Gebäudekomplex sollen auch Präsentationen stattfinden. Es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen noch heuer mit dem Bau des Gebäudes beginnen wird. Bislang steht noch nicht fest, ob das Unternehmen dort auch eine Gaststätte betreiben möchte, die in dem Gewerbegebiet grundsätzlich zulässig wäre. Neben den Kritikern gibt es offenbar aber auch viele Befürworter. Es sei richtig und wichtig, dass so ein Betrieb komme, sagte Marianne Daxenberger, die in ihren Aussagen von Max Namberger bestärkt wurde. Namberger zollte dem Gemeinderat Respekt, sich für die Ansiedlung der Brauerei entschieden zu haben, die neben Arbeitsplätzen auch Ausbildungsplätze biete. »Des is für uns a wichtige Sach´.« Was mitten in Obing möglich sei – die Firma produziert derzeit auch in Obing – sollte auch in einem Gewerbegebiet möglich sein, fügte der Stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck, Hans Huber, an. Nach Angaben von Bürgermeister Konrad Glück, sei damit zu rechnen, dass der Bauantrag der Brauerei in Kürze in der Gemeindeverwaltung eingereicht werde.

Der frühere Gemeinderat Stefan Smith, brachte eine ganze Liste an Anliegen vor. Er forderte den Gehwegausbau nach Obing und regte an, die Weinbergstraße in Seeon zu sanieren. Auf den Nägeln brennt ihm auch die Entbuschung am Seeoner See. Hier müsste zusammengeholfen werden, sonst »geht da gar nix«, sagte er. Wie dazu der Diskussion zu entnehmen war, habe hier die Naturschutzbehörde ein gehöriges Wörtchen mitzureden, was eine Entbuschungsaktion nicht einfach machen werde. Kritisiert wurde auch, dass das Fischen für Einheimische im Seeoner See verboten ist. Es sei schade, dass es für Einheimische keine Tageskarten gebe. Nach Aussagen von Hans Huber liege das Fischrecht beim Besitzer des Sees, dem Bezirk Oberbayern. Der Bezirk Oberbayern habe ihm gegenüber erklärt, dass sich die Bewirtschaftung des Sees derzeit im Umbruch befinde. Konkrete Aussagen dazu habe der Bezirk nicht getroffen. ga