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»Wankelmutige« und »schräge Exoten«

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Der edle Klassiker NSU Ro 80: Während die Konkurrenz noch im Blechbarock schwelgte, ließ die NSU die Karosserie erstmals im Windkanal glätten. So entstand eine flache Front, eine stark geneigte Windschutzscheibe, eine aufsteigende Gürtellinie und eine schlanke Silhouette. (Foto: Sojer)

Waging am See – 424 angemeldete NSU-Besitzer kamen mit ihren Klassikern nach Waging, um am 37. NSU Ro 80 Treffen teilzunehmen.


Aber nicht nur das extravagante Flaggschiff NSU Ro 80 der »Wankelmutigen« sorgte für ein außergewöhnliches Straßenbild in der Region, sondern auch viele schräge, bunte Exoten mit ihren »Prinzen« oder Zweirädern aus der Nachkriegszeit. NSU steht dabei für Neckarsulmer Motorenwerke, die 1969 mit der Auto-Union zu Audi fusionierten.

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Schon einmal war der Verein »Ro 80 Club International« für Kreiskolbentechnik nach Waging gekommen. Eigentlich hätte das Treffen heuer in der Heimatstadt Neckarsulm stattfinden sollen, doch der Sponsor sagte kurzfristig ab. Zum Glück konnte man nach Waging ausweichen, sonst hätte es das diesjährige Treffen nicht gegeben. Derzeit zählt der Club 700 Mitglieder und ist weltweit der größte Zusammenschluss von Ro 80 Fahrern. Nicht nur aus Europa, sondern auch aus Amerika, Australien, Neuseeland und Afrika kommt so manches Mitglied.

Der Höhepunkt des Vier-Tage-Treffens war die gemeinsame Samstagsausfahrt rund um den Waginger See. Aufgestellt hatten sich die Mitglieder am Strandcampingplatz; dort wurden die Fahrzeuge vorgeführt. Den Anfang machten die »Quickly« Zweiräder – Nachkriegsmodelle, Roller oder NSU-Zweitakter der kleinen Leute. Anschließend kam die »Königsflotte«, die leise schnurrenden NSU Ro 80, begleitet von der farbenfrohen »Prinzengarde«.

Nach der Rundfahrt hieß es für die 424  Fahrzeuge und ihre Besitzer: Aufstellung zum Gruppenfoto. Kein leichtes Unterfangen mit der Masse an Mitgliedern und Fahrzeugen.

Zum Leidwesen mancher Mitglieder werden die NSU-Freunde seit 2011 fälschlicherweise mit dem ebenfalls mit NSU abgekürzten Nationalsozialistischen Untergrund in Verbindung gebracht – damit habe man aber rein gar nichts am Hut, betonen die Veranstalter. soj