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Pfarreien wachsen weiter zusammen

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In der Kirche in St. Georgen gibt es ab Samstag, 14. September, Änderungen bei den Gottesdiensten. (Foto: Mix)

Traunreut. Der Pfarrverband, dem die Pfarreien Traunreut, Traunwalchen und St. Georgen angehören, wächst mehr und mehr zusammen. Als Neuerung gilt ab Samstag, 14.  September, in den drei Kirchen Zum Heiligsten Erlöser, Mariä Geburt und St. Georg eine leicht geänderte Gottesdienstordnung.


Der Leiter des Pfarrverbandsrates, Pfarrer Thomas Tauchert, fasst die Änderungen im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt zusammen und betont: »Mir ist völlig klar, dass die drei Pfarreien ganz unterschiedlich gelagert sind und ihren jeweiligen Status beibehalten wollen. Ich will die gewachsenen Strukturen auch auf keinen Fall zerstören.« Gewisse Änderungen blieben jedoch nicht aus, vor allem auch deshalb, weil in Zukunft nur noch zwei Pfarrer in den drei Pfarreien tätig sein werden.

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Wollmann noch länger im Einsatz, als gedacht

Mit ein Grund für die jetzige Änderung der Gottesdienstordnung war die Tatsache, dass Engelbert Wollmann in seinen wohlverdienten Ruhestand geht und zunächst vorhatte, St. Georgen Ende des Monats zu verlassen. Der Priester bleibt nun doch noch zumindest für die Dauer des kommenden Schuljahres im Pfarrhof in St. Georgen, wird aber auf eigenen Wunsch vorwiegend als Aushilfe im Dekanat tätig sein und in anderen Pfarreien einspringen, die ohne Pfarrer sind. An den Wochenenden und Feiertagen wird er in St. Georgen daher nicht verfügbar sein.

Hier hält Engelbert Wollmann laut neuem Plan nur noch die Morgenmessen am Montag in St. Georgen und am Freitag in Irsing. Die Abendmessen in St. Georgen am Dienstag und Mittwoch entfallen ab Mitte September, die Messe einmal monatlich in der Schlosskapelle Stein bleibt weiterhin am Donnerstagabend.

Neu ist, dass ab 14. September Pfarrer Richard Datzmann am Samstagabend abwechselnd in Traunwalchen und St. Georgen die Messe hält. In der jeweils anderen Kirche ist dann an diesem Tag ein Wortgottesdienst, den wechselweise Pastoralreferent Martin Benker, Pastoralreferentin Dr. Melanie Lüking oder Diakon Uwe Kraus halten.

In Traunwalchen bleibt alles, wie gehabt

Pfarrer Thomas Tauchert hält jeden Samstagabend die Messe in der Kirche Zum Heiligsten Erlöser in Traunreut. An den Sonntagen hält Pfarrer Tauchert künftig immer die Messe um 9 Uhr in St. Georgen und anschließend um 10.30 Uhr in Traunreut. Die erste Messe in Traunreut entfällt künftig.

In Traunwalchen bleibt alles wie gehabt, die Messe mit Pfarrer Datzmann ist sonntags um 9 Uhr. An den meisten großen Feiertagen im Jahreslauf gilt die Regelung wie am Sonntag. Lediglich die Christmette am Heiligen Abend wird in St. Georgen zeitlich vorgezogen und es ist geplant, die Osternachtfeier in St. Georgen bereits am Karsamstagabend abzuhalten. An Fronleichnam ist außerdem voraussichtlich Pfarrer Tauchert in St. Georgen, in Traunreut findet dann nur eine Messe ohne Fronleichnamsprozession statt.

Grundsätzlich soll in den drei Pfarreien laut Pfarrer Thomas Tauchert so viel wie möglich bleiben wie gewohnt. Erster Ansprechpartner für die Gläubigen in St. Georgen ist Martin Benker, in Traunwalchen ist es Pfarrer Datzmann und in Traunreut Pastoralreferentin Dr. Melanie Lüking. Sie ist auch Hauptverantwortliche für die Vorbereitung auf die Erstkommunion im gesamten Pfarrverband, die jedoch in jeder Pfarrei eigenständig durchgeführt wird. Für die Firmvorbereitung ist Diakon Kraus der Hauptverantwortliche.

Gemeinsamer Pfarrbrief in Planung

In nächster Zukunft soll eine gemeinsame Gottesdienstordnung für alle drei Kirchen erstellt werden, die Pfarrbüros sollen technisch so vernetzt werden, dass sie alle gemeinsamen Zugriff auf die Daten haben. Und es ist auch geplant, künftig einen gemeinsamen Pfarrbrief zu erstellen und einen Haushaltsverbund zu bilden, in dem jedoch weiterhin jede Pfarrei eigenständig ihre Gelder verwaltet. »Es braucht alles seine Zeit und wir schauen immer noch, was man sinnvollerweise zusammenführen kann und was nicht«, betont Pfarrer Tauchert.

Der endgültige Name für den Pfarrverband steht auch noch nicht fest. Allerdings wurde der Begriff »Stadtkirche« auf jeden Fall verworfen, wie der Pfarrverbandsleiter erklärt: »Der Name Pfarrverband macht doch besser deutlich, dass es sich um drei gleichwertige Pfarreien handelt, die hier zusammengefasst sind.« Michael Dörfler aus Traunwalchen hat bereits ein Logo für den Pfarrverband entworfen, auf dem die drei Kirchtürme zu sehen sind. mix