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Neue Parkanlage in Traunreut eröffnet

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Bürgermeister Klaus Ritter (rechts) und der Künstler Rolf Wassermann enthüllen die Kugel aus Zahnrad-Scheiben in Edelstahl. (Foto: H. Eder)

Traunreut – Offiziell eröffnet wurde die Parkanlage an der Ecke Münchner/Salzburger/Burghausener Straße in Traunreut samt Kunstwerk.


Dass es gerade zur Eröffnungsrede von Bürgermeister Klaus Ritter für kurze Zeit zu regnen anfing, darf wohl als Segen von oben gewertet werden.

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Was an dieser Stelle entstanden ist, kann sich sehen lassen: ein kleiner Park mit schönen Wegen, viel Bepflanzung, deren Ausmaß wohl erst im Laufe der Jahre so richtig zur Geltung kommen wird, Sitzmöglichkeit auf Felsquadern und eine repräsentative Edelstahl-Skulptur, die in der Nacht erleuchtet sein wird.

Schuld daran, dass diese Anlage hier entstanden ist, ist letztlich der Borkenkäfer, wie der Bürgermeister in seiner Rede sagte. »Erst durch die große Problematik der Schäden, den Borkenkäferbefall und der damit einhergehenden Gefahr des Windbruchs in diesem Naherholungsgebiet wurde die Anlage nochmals auf die Tagesordnung gesetzt.« Denn schon in den Jahren 2010 und 2011 sei darüber gesprochen worden.

So sei das Projekt im Jahr 2015 wieder aufgenommen worden. In einem Bürgerdialog sei mit Anliegern und anderen interessierten Personen gesprochen, und viele Ideen für eine ansprechende Umgestaltung seien gesammelt worden. Dann beschrieb der Bürgermeister die Maßnahme im Detail.

Der Fuß- und Radweg, der durch die Parkanlage führt, sei Teil des Rundwanderwegs um Traunreut und für die Anlieger gleichzeitig eine kurze Verbindung aus der Innenstadt zum Nordosten der Stadt. Von der Stadtgärtnerei seien in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde 50 klimatolerante Bäume und 600 Sträucher als Nahrung für die Vögel gepflanzt worden.

Blumenwiesen seien angesät worden, die sich dann im Frühjahr voll entfalten würden. In der Mitte des Platzes lade eine kreisrunde Sitzfläche aus Jurasteinen zum Verweilen ein. Damit sei laut Ritter der Fokus auf die Skulptur in der Mitte gelegt worden, »ein gelungenes Werk«, zu dem er dem Traunsteiner Künstler Rolf Wassermann herzlich gratulierte.

Wassermann schilderte die Ideenfindung und den Werdegang seiner Kugel aus Edelstahl. Ursprünglich war eine Weltkugel angedacht, doch eines Tages fiel ihm das Traunreuter Stadtwappen mit seinem Zahnrad ein. Zusammen mit seinem Kollegen Alfons Retzer aus Surberg habe er dann ein Modell gebaut. Dieses wurde dann im Ausschuss vorgestellt und dort einstimmig für gut befunden. Auch mit dem Preis von 16 000 Euro herrschte Einverständnis. Dann nannte Wassermann noch ein paar Zahlen: 700 Kilo Edelstahl sind in den 15 Zahnradscheiben verbaut, die zusammen eine Kugel ergeben. Der Durchmesser beträgt 1,7 Meter.

Die kleine Eröffnungsfeier wurde von einem Quintett der Blaskapelle Traunwalchen musikalisch umrahmt. he

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