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Fakten zur Wahl in den Landkreisen TS und BGL – Die Region liegt im "Trend"

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Landkreise – Das deutschlandweite Ergebnis der Bundestagswahl zeichnet sich nicht nur in Bayern, sondern auch ganz besonders bei uns im Wahlkreis ab. Aber was sagen uns die Zahlen alles?


Um einen Überblick in der Zahlen- und Ergebnisflut nach der Bundestagswahl 2017 zu bekommen, haben wir die Zahlen aus den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land übersichtlich zusammengefasst.

Werfen wir einen Blick auf die herausstechenden Fakten und überraschenden Zahlen im Wahlkreis 225:

Zahlen aus der Region...

Alle Ergebnisse aus dem Wahlkreis 225 und der einzelnen Gemeinden finden Sie hier.

... und Stimmen aus der Region:

Zum Live-Ticker vom Wahl-Sonntag mit den Statements der heimischen Politiker: CSU führt im Wahlkreis mit 44,63 Prozent – AfD wird zweitstärkste Partei.

Vergleicht man die Wahlergebnisse aus dem Wahlkreis Traunstein mit den des Bundes, gibt es die größten Abweichungen bei der Union und der SPD. Während die CSU mit deutlich über 40 Prozent (44,63 %) in der Region mit Abstand die stärkste vertretene Partei ist, muss die SPD mit knapp 12 Prozent nach dem überraschenden Erfolg der AfD (12,02 Prozent) sogar auf den dritten Platz weichen.

 

 

Die Wahlkreis-Zahlen im Vergleich mit Bayern und dem Bund:

(jeweils: links Bund, Mitte Bayern und rechts Wahlkreis Traunstein)

Betrachtet man die Zahlen der in den Medien bereits vielfach als "große Gewinner" bezeichneten Parteien – gemeint sind die FDP und die AfD – liegt nicht nur Bayern, sondern auch der Wahlkreis Traunstein absolut im "Trend." Beide Parteien werden nach ihrem zweistelligen Wahlergebnis im deutschen Bundestag vertreten sein.

"Hochburgen" und "schwächelnde" Gemeinden und Städte in der Region

Auffallend viele Zweitstimmen holte sich die CSU in:

  • Ramsau: 56,96 Prozent
  • Unterwössen: 54,23 Prozent
  • Reit im Winkl: 53,95 Prozent
  • Schneizlreuth: 53,13 Prozent
  • Schleching: 53,46 Prozent
  • Teisendorf: 51,45 Prozent
  • Kirchanschöring: 50,15 Prozent
  • Petting: 50,1 Prozent

Besonders wenige ihrer Zweitstimmen vergaben die Traunsteiner an die Partei von Peter Ramsauer: Gerade einmal auf 39,96 Prozent kommt die CSU in der Großen Kreisstadt. Das schlechteste Ergebnis fuhr die Partei mit 37,59 Prozent in Freilassing ein. Auch in Grassau (38,54 %) und Laufen (39,8 %) blieb man unterhalb von 40 Prozent.

SPD: Desaster durch und durch

Unerwartet schlecht schnitten die Sozialdemokraten ab: Sie holten im Wahlkreis gerade einmal die drittmeisten Stimmen – hinter der AfD.

Besonders hart traf es die SPD in den ländlichen Gebieten. In Pittenhart kam die Partei gerade einmal auf 6,68 Prozent der Stimmen, in Anger auf 8,03 Prozent und auch in Engelsberg (8,45 %) und Seeon-Seebruck (8,52 %) blieb die Partei unterhalb der 9 Prozent.

Zweistärkste Kraft wurden die SPDler dafür in Trostberg mit 15,99 Prozent. Auch gute Ergebnisse kann man aus Traunreut mit 14,67 Prozent und aus Freilassing mit 14,53 Prozent melden. Auch der Markt Grassau schnitt mit 14,44 Prozent noch gut ab.

AfD teilweise weit vor der SPD mit über 16 Prozent

Mit 16,59 Prozent in Freilassing erzielt die Alternative für Deutschland ihr bestes Ergebnis im Wahlkreis. Auch in Ainring (16,03 %) Tacherting (15,51 %) und Traunreut (15,49 %) liegt man teils deutlich vor den anderen Parteien.

Ihre schlechtesten Ergebnisse fuhr die AfD in Ramsau (7,35 %), Reit im Winkl (8,48 %), Kienberg (8,76 %) und Chieming (8,81 %) ein, wo CSU und SPD eher stark vertreten sind.

th