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Drei neue Diakone im Landkreis Traunstein

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Drei der sieben neuen Diakone sind aus dem Landkreis Traunstein oder hier tätig. Unser Bild zeigt von links den Leiter des Seelsorgereferates der Erzdiözese München und Freising, Monsignore Thomas Schlichting, den Traunsteiner Emmeran Hilger, den Bamberger Björn Wagner, der in der Stadtkirche Traunstein im Moment seinen Pastoralkurs ausübt, und Michael Brüderl aus Kirchanschöring sowie Bruno Bibinger aus Schliersee im Landkreis Miesbach. (Foto: Priesterseminar München)

Nicht nur Pfingsten gab es jetzt in der Pfarrei Heilig Kreuz in Traunstein zu feiern, sondern auch die Diakonweihe des Traunsteiners Emmeran Hilger, des Bambergers Björn Wagner, der in der Stadtkirche Traunstein gerade seinen Pastoralkurs absolviert, und des Kirchanschöringers Michael Brüderl.


In einer festlichen Pontifikalmesse waren die drei gemeinsam mit vier weiteren Priesteramtskandidaten im Münchner Liebfrauendom durch Handauflegung und Gebet des Erzbischofs Reinhard Marx zu Diakonen geweiht worden. Zahlreiche Gläubige aus Traunstein, darunter Oberbürgermeister Manfred Kösterke, die Pfarrer der Stadtkirche Traunstein Georg Lindl und Pater Ferdinand Zech sowie Vertreter der Gebirgsschützen, hatten die feierliche Weihe im Münchner Liebfrauendom begleitet.

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»Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. Ja, mein Erbe gefällt mir gut.« (Ps 16,6). Dieses Psalmwort griff der Erzbischof bei seiner Predigt auf. Der alttestamentliche Hintergrund, wo für die Leviten bei der Landverteilung kein Grundbesitz vorgesehen war – ihre Lebensgrundlage sollten sie durch den Tempeldienst erwerben, ihr Anteil sollte der Herr selbst sein – stellt eine Vorprägung der Lebensform der heutigen Kleriker dar. Die Weihekandidaten geben durch ihr Leben, gerade auch durch die ehelose Lebensform, ein Zeugnis für den Osterglauben der Kirche. »Wir vergessen nicht, dass Christus lebt, dass es das ewige Leben gibt, dass es den Himmel gibt. Das zu verkünden, in Wort und Tat und im Leben, sind die Diakone gesandt«, so Marx. Der Glaube sei ein Geschenk, und die Kirche sei ein Geschenk, kein Problem, und ebenso seien es die neuen Diakone: ein Geschenk an das ganze Volk Gottes, dem sie dienen.

Zusammen mit Pater Ferdinand Zech und Pater Fritz Wimböck assistierte Hilger tags darauf erstmals als Diakon in seiner Traunsteiner Heimatgemeinde Heilig Kreuz. In seiner Predigt schlug Emmeran Hilger einen Bogen von seiner Begeisterung für den Glauben und den Anfängen als Ministrant in der Pfarrei vor 20 Jahren über sein Studium der Religionspädagogik, seine Entscheidung, Priester zu werden, und das anschließende Theologiestudium bis hin zur Priesterweihe im kommenden Jahr. Dabei bedankte er sich auch für die Hilfe und Unterstützung, die er vonseiten der Gemeinde empfangen hatte. Die Choralschola trug zur feierlichen Gestaltung der Messe bei. Derzeit absolviert der 29-Jährige seinen Pastoralkurs im Pfarrverband Amerang.

Unter den sieben Kandidaten, die Erzbischof Reinhard Kardinal Marx Treue und Gehorsam versprachen, waren auch Björn Wagner aus Bamberg, der in der Stadtkirche Traunstein gerade seinen Pastoralkurs ausübt, und Michael Brüderl aus Kirchanschöring. Die Priesterweihe und Primiz der drei neuen Diakone steht schließlich 2014 an.