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Aktuell: Alle Corona-Beschränkungen im Landkreis Traunstein – Testzentrum länger geöffnet, Vorab-Anmeldung möglich

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Corona-Regeln
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Die verschärfte Maskenpflicht in Risikogebieten wird von einer großen Mehrheit unterstützt. Foto: Arne Dedert/dpa

Landkreis – Die steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland und der Region sorgen auch in den heimischen Landkreisen für immer mehr Beschränkungen. Seit Dienstag, 27. Oktober, gelten nach der Corona-Ampel, die derzeit im Kreis Traunstein auf »Dunkelrot« steht, auch im Landkreis die schärfsten Regelungen.


Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Die Sperrstunde in der Gastronomie wird auf 21 Uhr vorverlegt. Ab 21 Uhr darf außerdem kein Alkohol mehr verkauft werden – das gilt für Tankstellen und andere Abgabestellen.

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Außerdem dürfen bei Veranstaltungen aller Art nur noch maximal 50 Personen teilnehmen. Ausgenommen von dieser Regelung sind öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften. Auch öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel und in geschlossenen Räumen (wie Demonstrationen) unter liegen nicht dieser Begrenzung.

Die Obergrenze von 50 Teilnehmern gilt also insbesondere für Vereinssitzungen, Parteisitzungen, Sportveranstaltungen (inklusive Zuschauer) sowie Tagungen, Kongresse und vergleichbare Veranstaltungen, die beruflich oder dienstlich veranlasst sind. Auch kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf Bühnen und im Freien sind genauso wie die dafür notwendigen Proben und Vorbereitungsarbeiten mit maximal 50 Personen erlaubt. In Kinos​ dürfen sich ebenfalls nur 50 Personen versammeln.

Mit diesen Regelungen orientiert sich das Landratsamt Traunstein an der Corona-Ampel des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Bei unkontrolliertem Ausbruchsgeschehen sind sogar lokale Lockdowns möglich, es gibt hier allerdings keinen verpflichtenden Grenzwert, ab dem das öffentliche Leben vollständig heruntergefahren werden muss.

Corona-Testzentrum länger geöffnet – Vorab-Registrierung verkürzt Wartezeit

Das Landratsamt reagiert auf den zunehmenden Andrang auf das Landkreis-Testzentrum in der Halle Mühlwiesen 3 in Haslach (Traunstein) mit erweiterten Öffnungszeiten.

Diese werden ab sofort wiefolgt verlängert:

  • Montag – Samstag
    10.00 – 18.00 Uhr
  • Sonntag geschlossen 

Um die Wartezeiten vor Ort zu verkürzen, wurde zudem die Möglichkeit einer Vorab-Registrierung geschaffen. Unter folgendem Link können sich Testpersonen im Voraus anmelden:

Alle Landkreisbürger und Arbeitnehmer, die im Landkreis beschäftigt sind, können sich im Testzentrum kostenlos testen lassen.

Um einen Abstrich vornehmen zu können, wird Folgendes benötigt:

  • MIT digitaler Vorab-Registrierung: Ihren persönlichen QR-Code bzw. Ihre persönliche ID-Nummer
  • OHNE digitale Vorab-Registrierung: händisch ausgefülltes Formular  
  • Personalausweis
  • Mund-Nasen-Schutz

Ablauf bei Testungen:

  • Anfahrt zum Testzentrum mit dem Auto (Adresse: Mühlwiesen 3, 83278 Traunstein)
  • Zeigen Sie dem Personal des Roten Kreuzes Ihren generierten QR-Code oder registrieren Sie sich vor Ort (Vorab-Registrierung verkürzt Wartezeit erheblich)
  • Alternativ (nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch): manuelle Eingabe der persönlichen Daten in einen Fragebogen zur Registrierung, auch mit Unterstützung des Personals. Bitte nehmen Sie aus Gründen des Infektionsschutzes einen eigenen Stift mit!
  • Das Personal des Roten Kreuzes nimmt im Anschluss den Test vor.
  • Die Zustellung des Testergebnisses erfolgt per E-Mail durch den Labordienstleister – normalerweise innerhalb von 48 Stunden, Abweichungen sind aber möglich. Bei positiven Testergebnissen gilt eine Quarantäne. Dazu nimmt das Gesundheitsamt Kontakt mit den positiv Getesteten auf.

Wichtiger Hinweis:

Im Testzentrum kann keine ärztliche Anamnese und Beratung stattfinden. Bürger mit Covid-19-ähnlichen Symptomen wie Husten, Fieber oder allgemeine Abgeschlagenheit müssen sich daher weiterhin wie gewohnt an ihren Hausarzt wenden (zuvorige telefonische Kontaktaufnahme).

Alle Informationen zum Corona-Testzentrum für den Landkreis Traunstein gibt es außerdem auf der Homepage des Landratsamtes (Direktlink).

Neues Meldeportal für Grenzpendler und Reiserückkehrer im Landkreis

Die Einreisequarantäneverordnung gibt seit 23. Oktober vor, dass sich alle Personen, die aus einem Risikogebiet regelmäßig mindestens einmal wöchentlich zu beruflichen oder geschäftlichen Gründen (auch Ausbildung und Schulbesuche) nach Bayern einreisen, unaufgefordert und unverzüglich binnen sieben Tagen nach der ersten Einreise und danach regelmäßig in jeder Kalenderwoche ein Testergebnis auf SARS-CoV-2 vorlegen müssen.

Das Landratsamt Traunstein hat für die zu erwartenden zahlreichen Meldungen ein Webportal eingerichtet. Dort können die betroffenen Personen ihre Befunde eigenverantwortlich hochladen. Über dieses Portal können gleichzeitig Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihre Angaben einstellen und die notwendigen Befunde dem Gesundheitsamt bereitstellen. Folgender Link führt zu dem Portal: https://bayern.govrz.de/bayern/go/a/13.

Menschen aus ausländischen Corona-Risikogebieten dürfen ab sofort wieder in Bayern einreisen, ohne in Quarantäne zu müssen. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Österreichs Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) verständigten sich bei einem Treffen am Dienstag in München darauf, die Hürden für den sogenannten »kleinen Grenzverkehr« abzubauen, also etwa für Fahrten zum Einkaufen oder für Arztbesuche im Nachbarland.

Bislang mussten alle, die ohne negativen Corona-Test aus einem ausländischen Risikogebiet – etwa Tirol und Vorarlberg – einreisen, für 14 Tage in Quarantäne. Die bayerische Einreisequarantäneverordnung wird zum 9. November auch für den kleinen Grenzverkehr angepasst, dabei orientiert sich Bayern an einer Muster-Verordnung des Bundes. Im Vorgriff werde man diesen Grenzverkehr jetzt schon »pragmatisch ermöglichen«, so Herrmann. Gleichwohl rief er dazu auf, auf unnötige Reisen zu verzichten. In Österreich gibt es für Einreisende aus Deutschland keine Auflagen.

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Foto: Landratsamt Rosenheim

Meldung vom Donnerstag, 22. Oktober:

Am Donnerstag überstieg die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 50. So wird nun ab Freitag das öffentliche Leben im Landkreis Traunstein weiter eingeschränkt. Wir haben alle Bestimmungen zusammengefasst.

Nachdem bereits am Dienstag der Signalwert von 35 überschritten wurde und am Donnerstag der kritische Wert von 50 gelten ab Freitag über die bereits bestehenden Maßnahmen hinaus gemäß der Corona-Ampel des Freistaats Bayern folgende Regelungen:

  • Maskenpflicht an allen Schulen in allen Jahrgangsstufen (auch am Platz)
  • Sperrstunde von 22 Uhr bis 6 Uhr in der Gastronomie. Ab 22 Uhr darf an Tankstellen und sonstigen Verkaufsstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 22 Uhr ein Alkoholverbot.
  • Private Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) und Kontakte im öffentlichen und privaten Raum (z.B. auch in der Gastronomie) werden auf zwei Hausstände oder maximal 5 Personen begrenzt

Das Beschränkungskonzept gilt solange, bis der Schwellenwert bei der 7-Tage-Inzidenz mindestens eine Woche lang unterschritten wurde.

Die aktuellen Regelungen sehen vor, dass Vereinssitzungen, Mitgliederversammlungen etc. mit einem geschlossenen Teilnehmerkreis, unter strikter Einhaltung des Mindestabstandes mit maximal 100 Personen in Innenräumen noch stattfinden können.

Auch kulturelle Veranstaltungen, Dienstleistungen, Sport, Bildungsveranstaltungen etc. können grundsätzlich weiterhin unter Einhaltung der bisherigen Hygienekonzepte stattfinden. Unabhängig davon bittet das Landratsamt darum, von allen Veranstaltungen abzusehen, deren Durchführung gegenwärtig nicht zwingend notwendig ist. Gegebenenfalls sollte als Alternative geprüft werden, ob die Veranstaltung digital durchgeführt werden kann.

Allerheiligen im Corona-Modus:

Angesichts der wieder steigenden Covid-19-Fallzahlen in der Region haben sich die beiden Landkreisdekane Georg Lindl vom Dekanat Traunstein und Konrad Roider vom Dekanat Baumburg mit Landrat Siegfried Walch auf eine gemeinsame Linie zur Durchführung der Feierlichkeiten verständigt.

»Der Kirchgang sowie die Gräbersegnung an Allerheiligen gehört in unserer Region als katholisches Hochfest zu unseren kulturellen Wurzeln«, so die beiden Landkreisdekane und weiter: »Und wir wollen auch dieses Jahr unseren Verstorbenen gedenken. Allerdings stellt uns alle die Corona-Pandemie vor besondere Herausforderungen.«

Vor dem Hintergrund, dass größere Menschenansammlungen auf engem Raum – auch unter freiem Himmel – immer ein potenzielles Ansteckungs- und Verbreitungsrisiko darstellen, raten sie deshalb dringend zum Verzicht auf eine offizielle Gräbersegnung mit der gesamten Kirchengemeinde an Allerheiligen ab.

»Selbstverständlich ist gegen einen Gottesdienst unter der Einhaltung der bisherigen Hygieneregelungen wie unter anderem der Maskenpflicht nichts einzuwenden – die Hygienekonzepte werden von unseren Kirchen wie bisher vorbildlich eingehalten. Gerade auf kleinen Friedhöfen wird es aber gar unmöglich sein, dass der erforderliche Mindestabstand der Gläubigen zwischen den Gräbern gewahrt wird«, so Landrat Siegfried Walch. Die Segnung der Gräber soll daher ohne Beteiligung der Gläubigen stattfinden, so der gemeinsame Entschluss.

Nur so könne vermieden werden, dass es eventuell zu einem größeren Infektionsgeschehen kommt aber Allerheiligen trotzdem seinen großen Wert zugesteht. »Für uns alle hat der Schutz der Gesundheit höchste Priorität und hoffen auf Verständnis«, so die beiden Landkreisdekane und Landrat Walch.

Geltende Beschränkungen seit Mittwoch, 21. Oktober:

Am Dienstag wurde Signalwert von 35 überschritten. Damit gelten im Landkreis Traunstein seit Mittwoch bereits folgende Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung:

Zwingende Maskenpflicht auch:

  • auf Begegnungs- und Verkehrsflächen (insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen) von öffentlich zugänglichen Gebäuden,
  • auf Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte sowie für den Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 m nicht zuverlässig eingehalten werden kann,
  • in den weiterführenden Schulen (ab Jahrgangsstufe 5) auch am Platz,
  • sowie für Zuschauer bei sportlichen Veranstaltungen sowie auf Tagungen, Kongressen, Messen und in Freizeit- und Kulturstätten (Theatern, Kinos und sonstigen Bühnen) auch am Platz.

Weitere Beschränkungen:

  • Sperrstunde von 23 Uhr bis 6 Uhr in der Gastronomie. Ab 23 Uhr darf an Tankstellen und sonstigen Verkaufsstellen kein Alkohol verkauft werden. Auf öffentlichen Plätzen besteht ab 23 Uhr ein Alkoholverbot. 
  • Private Feiern (wie insbesondere Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern oder ähnliche Feierlichkeiten) und Kontakte im öffentlichen und privaten Raum (z.B. auch in der Gastronomie) werden auf zwei Hausstände oder maximal 10 Personen begrenzt
  • Besuchsbeschränkung für Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Alten- und Pflegeheime sowie Seniorenresidenzen: Für jeden Patienten/Bewohner nur noch ein Besucher pro Tag, bei Minderjährigen sind auch beide Erziehungsberechtigte gemeinsam an einem Tag möglich.  
  • Feste Gruppen und Maskenpflicht für Personal in Kindergärten und Kindertagesbetreuungseinrichtungen

Das Beschränkungskonzept gilt solange, bis der Signalwert bei der 7-Tage-Inzidenz mindestens eine Woche lang unterschritten wurde.

Corona-Maßnahmen in der Stadt Traunstein

Die steigenden Infektionszahlen im Landkreis Traunstein haben auch Auswirkungen auf das öffentliche Leben in der Großen Kreisstadt Traunstein. Die allgemein gültigen Regelungen wie die Sperrstunde für die Gastronomie ab 22 Uhr und die Maskenpflicht für Schüler aller Jahrgangsstufen gelten dabei selbstverständlich auch für Traunstein.

Maskenpflicht herrscht in der Kreisstadt beispielsweise in allen öffentlichen Gebäuden. Auch die Besucher des Bauern- und des Wochenmarkts sind angehalten, ihre Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Alkoholverbot gilt ab 22 Uhr auf dem Stadtplatz, auf dem Bahnhofs- und dem Maxplatz besteht ein entsprechendes Verbot bereits.

Besuche im Rathaus sind weiterhin nur mit Terminvereinbarung möglich. Die Energieberatung entfällt bis auf Weiteres. Um den Betrieb in der Verwaltung in jedem Fall aufrecht erhalten zu können, werden intern bereits Maßnahmen ergriffen. Das Bürgertelefon der Stadt Traunstein ist ab sofort wieder unter der Telefonnummer 0861/65-700 erreichbar.

Die städtischen Schulen wurden über den Sommer mit Leihgeräten ausgestattet, die sie an ihre Schüler für den Zweck des Unterrichts zuhause ausgeben können. Ab Montag, 26. Oktober, wird es der Ludwig-Thoma-Grundschule, der Grundschule Haslach und der Franz-von-Kohlbrenner Mittelschule möglich sein, diese Geräte zu verleihen.

Die Turnhallen bleiben vorerst für die Vereine geöffnet. Dies gilt solange die bayerische Staatsregierung den Vereinssport nicht untersagt und die Schulen die Hallen nicht für den Unterricht der Schüler benötigen.

Die Veranstaltungen im Kulturforum Klosterkirche können vorerst weiterhin stattfinden. Dies betrifft auch die städtische Galerie, die Bücherei, die Musikschule und den Jugendtreff, deren Hygienekonzepte weiterhin Bestand haben.

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