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79 500 Euro Zuschuss für Bajuwaren-Museum

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76 500 Euro gibt Leader für die Neugestaltung des Waginger Bajuwaren-Museums – kein Wunder, dass es bei der Übergabe des Förderbescheids fröhliche Gesichter bei Gemeindekämmerer Bernhard Kraus (von links), Leader-Koordinator Sebastian Wittmoser und den Bürgermeistern Herbert Häusl (Waging) und Konrad Schupfner (Tittmoning) gab. (Foto: Eder)

Waging am See – Jetzt ist auch offiziell: Die Marktgemeinde Waging am See hat den Förderbescheid für die Neugestaltung des Bajuwaren-Museums erhalten.


Bürgermeister Herbert Häusl nahm in den Räumen des bisherigen Museums die von Sebastian Wittmoser, Leader-Koordinator am Landwirtschaftsamt Rosenheim, überreichte Urkunde entgegen, die der Gemeinde eine Förderung in Höhe von 76 500 Euro zusagt – zur Finanzierung der Umgestaltungsmaßnahme, die aktuell mit 186 000 Euro veranschlagt ist.

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Bei den kurzen Reden der anwesenden Akteure kam übereinstimmend die Zufriedenheit darüber zum Ausdruck, dass nach der langen Zeit der Überlegungen, Diskussionen und des Zuwartens auf einen positiven Bescheid ein gutes Ende stand. Jetzt können die konkreten Vorarbeiten losgehen. Schon am heutigen Donnerstag gibt es ein erstes Treffen der Beteiligten, um so rasch wie möglich in die Gänge zu kommen und die Ausschreibungen vorbereiten zu können. Allerdings äußerte Planer Ludwig Kleißl vorsichtige Bedenken, ob in diesen Zeiten, da alle Handwerksfirmen »völlig überlastet« seien, überhaupt Angebote zu bekommen sein würden.

Ziel ist es, wie auch Bürgermeister Häusl vorgab, dass die Doppel-Baumaßnahme Bajuwaren-Museum und Gemeindebücherei, beides im ersten Stock der Tourist-Info gelegen, bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll. Derzeit sind nebenan, in der früheren Hausmeisterwohnung, bereits die Bauarbeiten in vollem Gange, um hier die Büros für die Gemeindewerke einzurichten.

Häusl nannte die Übergabe des Förderbescheids durch Leader einen »ganz wichtigen Tag« für die Gemeinde. Nur so sei es überhaupt möglich, das Bajuwaren-Museum wieder zu eröffnen; der Gemeinderat habe dies stets von der Genehmigung des Leader-Zuschusses abhängig gemacht. Bis zu diesem »wichtigen Tag« sei es »ein langer und steiniger Weg« gewesen. Jetzt aber sei das Gebäude optimal ausgenutzt: mit Bücherei, Museum, Gemeindewerken und Tourist-Info. Damit erhoffe man sich eine vermehrte Frequenz für alle Einrichtungen. Und auch Veranstaltungen könnten dann hier abgehalten werden: So könne hier ein »gemeinsames Zentrum« entstehen, »in dem Kultur erlebbar ist«.

Auch der Tittmoninger Bürgermeister Konrad Schupfner in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der regionalen Leader-Arbeitsgemeinschaft freute sich über dieses »alles entscheidende Papier« wie »über jedes Projekt, das auf den Weg kommt«. Das Bajuwaren-Museum sei für den Tourismus wichtig, werde aber durch wechselnde Ausstellungen auch für die einheimische Bürgerschaft vor Ort interessant bleiben.

Leader-Koordinator Wittmoser meinte, was gerade für Waging ein passender Vergleich war, dass »ein guter Kas lang zum Reifen braucht«, so auch der Entstehungsprozess für das neu zu gestaltende Bajuwaren-Museum. Er lobte die gute Zusammenarbeit der Waginger mit der Archäologischen Staatssammlung und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museum, mit dem Chiemgau-Gymnasium und auch mit Museen wie denen in Seebruck oder Mattsee: »Das ist genau das, was Leader will – Zusammenarbeit, Vernetzung und Synergien.« Solche Projekte brächten Wertschöpfung für den ländlichen Raum und Attraktivität für die Bewohner. Der Zuschuss werde sinnvoll eingesetzt, meinte er, weil damit bayerisches Kulturerbe erhalten bleiben könne.

Leader-Managerin Elke Ott dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, vor allem mit Kämmerer Bernhard Kraus, der das umfangreiche Antragsverfahren zu bewältigen hatte. Lehrer Thomas Bauer vom Chiemgau-Gymnasium berichtete, dass das P-Seminar, das sich mit einem Detail der Gestaltung des neuen Museums befassen werde, mit dem Maximum von 15 Schülern voll belegt sei: Ab Herbst werden sich diese Oberstufenschüler über drei Semester hinweg mit der Thematik befassen und ihr Ergebnis dann einbringen. he

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