Befestigtem Pferdeauslauf zugestimmt

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Für eine artgerechte Pferdehaltung ist ein befestigter Winterauslauf essenziell. Der Gemeinderat Wonneberg stimmte einer solchen Befestigung in seiner jüngsten Sitzung zu.

Wonneberg – Um genug freie Bewegung zu haben, brauchen Pferde Ausläufe und Weiden. Vielerorts sind jedoch die Weiden im Herbst und Winter gesperrt. Dann müssen wetterfeste Ausläufe her. Deren Boden muss trittsicher, rutschfest und möglichst matschfrei sein. Naturböden halten den Strapazen durch Pferdehufe oft nicht stand. Deshalb empfehlen Leitlinien für artgerechte Pferdehaltung einen künstlichen Bodenaufbau.


Einen solchen befestigten Auslauf möchte nun die Pferdehalterin schaffen, die ihre Tiere in einem Stall in Hellmannsberg untergebracht hat. Daher stellte sie eine informelle Voranfrage an die Gemeinde Wonneberg auf Zulassung eines rund 460 Quadratmeter großen befestigten Auslaufs, der mit Kunststoff-Rasengittern ausgelegt werden soll.

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Mit diesem System aus Kunststoffwaben können die Tiere auch im Winter draußen auf der Weide sein, ohne dass sich der Mutterboden unter den Hufen in puren Matsch verwandelt. Dafür zeigte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung Verständnis und befürwortete das Vorhaben einstimmig.

»Das Regenwasser sickert durch die Waben in den Boden.« Diese Befestigung des Bodens erfolge ohne Unterbau, es seien keine Erdarbeiten, kein Schotter oder Kies notwendig. Die Paddockplatten würden einfach auf einer Vliesgrundlage auf der Wiese ausgelegt und festgerüttelt, die Gitter mit Mörtelsand aufgefüllt. »So kann der Auslauf bei Bedarf auch schnell und leicht wieder zurückgebaut werden«, teilte Bürgermeister Martin Fenninger zu dieser Anfrage mit.

Da es sich aber um ein Vorhaben im Außenbereich handle, das nicht privilegiert sei, habe die Gemeinde die Voranfrage an das Landratsamt Traunstein weitergeleitet. Die Behörde habe die Ansicht vertreten, dass streng genommen eine Änderung des Bebauungsplans erforderlich wäre. »Der Sachverhalt wurde im Landratsamt noch einmal intern abgeklärt, ob in diesem Einzelfall nicht doch eine Befreiung vom Bebauungsplan vertretbar ist, weil es sich nur um einen befestigten Auslauf handelt, der keinen festen Unterbau benötigt. Wir sind zu einem positiven Ergebnis gekommen.«

Die Möglichkeit des Erteilens einer Baugenehmigung einschließlich Befreiung vom Bebauungsplan Hellmannsberg hänge nun von der Gemeinde ab. »Wenn die Gemeinde einer Befreiung zustimmen könnte, würde das Landratsamt die Baugenehmigung samt der Befreiung in Aussicht stellen«, informierte Fenninger. Es solle aber sowohl dem Eigentümer des Grundstücks als auch der Antragstellerin erläutert werden, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handle, wenn die Gemeinde nun zustimme. Dies bedeute also, dass keine weiteren Befreiungen für mögliche weitere Anlagen erwartet werden dürften. Der Rat zeigte sich einverstanden mit dem Verlegen der Paddock-Platten und erteilte die erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan. Im weiteren Verlauf der Sitzung gab es eine weitere informelle Voranfrage, der aber noch nicht zugestimmt wurde.

Dabei ging es um eine Terrassenüberdachung auf einem Grundstück in Aichberg. Zum einen wurde die Tiefe der Überdachung mit fünf Metern als zu groß beurteilt. Bürgermeister Martin Fenninger empfahl dem Bauwerber einen anderen Vorschlag mit einer geringeren Tiefe. »Wir sind aber bereit, etwas mehr als drei Meter zuzugestehen, weil es sich beim Antragsteller um einen Rollstuhlfahrer handelt, der wohl mehr Platz zum Rangieren benötigt.« Er werde nochmals ein Gespräch mit dem Bauwerber führen.

Zum anderen lehnten die Räte die Überdachung der Terrasse ab, weil damit auch die als Grün- und Ausgleichsfläche ausgewiesene Zone auf der westlichen Seite des Gebäudes mit einem Dach versehen würde, die laut Bebauungsplan also gar keine Terrassenfläche sei.

Christian Schnellinger forderte, dass der Bauwerber auch eine Begründung mitliefern solle, warum er ein so großes Terrassendach wünsche. »Dann tue ich mich mit einer Entscheidung leichter.«

ca


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