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Beim Spatenstich für das neue Gebäude in Haidforst (von links) Sabine Babl, die Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen in der Stadt, Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer, Architekt Simon Bauer von der BEGS GmbH und Josef Scharnagl, der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Traunstein. (Foto: Reiter)
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So wird das Gebäude aussehen, wenn es im Jahr 2027 fertig ist. (Visualisierung: Firma BEGS)

»Ein innovatives Projekt« – Spatenstich für »Kita und Wohnen« in Haidforst – Gesamtkosten von 8,8 Millionen Euro

Traunstein – Von einem »innovativen Projekt« sprach Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer. In Haidforst wird ein Gebäude entstehen, in dem eine Kindertageseinrichtung und zehn Wohnungen untergebracht werden. Die Gesamtkosten des Projekts der Wohnungsbaugesellschaft (wbg) Traunstein belaufen sich auf 8,8 Millionen Euro.


Der Rathauschef betonte beim Spatenstich, dass die Stadt viel für Kinder tue. »Wir wollen keine Provisorien, wir wollen leistungsfähige Betreuungsmöglichkeiten schaffen.« Dies würde sich auch auf die Wirtschaftskraft auswirken. Denn Eltern könnten entspannter arbeiten, »wenn sie wissen, dass ihre Kinder gut betreut sind«.

Hümmer ging außerdem auf die Wohnungsbaugesellschaft ein. »Es war eine sehr, sehr gute Idee, sie zu gründen.« In dreieinhalb Jahren seien so 100 Wohnungen geplant beziehungsweise bereits gebaut worden. Ein Teil der Wohnungen ist laut Josef Scharnagl, dem Geschäftsführer der wbg, bereits bezogen. Der Bau von Wohnungen sei sozusagen das Steckenpferd der Wohnungsbaugesellschaft, »bei der Kinderbetreuung gibt es Regeln, die die Planer gut kennen«, sagte Scharnagl. Außerdem habe man sich auch Anregungen bei Teresa Hain, der Leiterin der Kita am Klosterberg, geholt. »Sie hat uns die Abläufe gezeigt und was für Kinder wichtig ist.«

Das Konzept des Neubaus sieht eine viergruppige Kindertageseinrichtung im Erdgeschoß und im ersten Obergeschoß vor. Dort werden künftig Krippen- und Kindergartenkinder betreut. Im zweiten und dritten Obergeschoß entstehen zehn Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, allesamt barrierefrei.

Der Bau wird im Effizienzhausstandard 40 in Massivbauweise errichtet. Auf dem Flachdach ist eine Photovoltaikanlage vorgesehen, deren Strom sowohl den Mietern als auch der Kita zur Verfügung stehen wird. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,8 Millionen Euro. Für die Kita stellt der Freistaat eine Förderung von 1,7 Millionen Euro bereit. Für den Wohnungsbau werden 600 000 Euro Zuschüsse aus der einkommensorientierten Förderung (EOF) sowie ein gefördertes Darlehen über 1,9 Millionen Euro erwartet. Die Fertigstellung ist für September 2027 geplant. »Dann werden die Kinder hier hoffentlich viel Freude haben«, betonte der Rathauschef. KR

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