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Dieses Bild zeigt geflüchtete Waisenkinder aus Donezk, die nun mit den Spenden im Westen der Ukraine versorgt werden müssen.

Hilfe für die Menschen in der Ukraine: Acht Tonnen Hilfsgüter bei Spendenaktion der Tanzschule Heartbeat

Traunreut – Die große Ukraine-Spendenaktion der Tanzschule Heartbeat in Traunreut war ein voller Erfolg. Über zwei Tage wurden Sach- und Geldspenden gesammelt, um die Opfer im ukrainischen Kriegsgebiet während dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Viele hilfswillige Menschen und Unternehmen der Region waren dem Aufruf gefolgt und haben an Stationen in Traunreut und Engelsberg eine unerwartet große Menge an Sachspenden für die Aktion abgegeben. So kamen acht Tonnen an Lebensmitteln, Babyprodukten, Hygieneartikeln, Medikamenten und anderen dringend notwendigen Dingen, wie beispielsweise Schlafsäcke, Decken oder sogar Schutzausrüstung zusammen. 


Die gesammelten Güter wurden von elf freiwilligen Helfern in sechs Transportfahrzeugen an die ungarisch-ukrainische Grenze gefahren und dort an weitere freiwillige Helfer in der Ukraine übergeben. Unter den Fahrern waren auch Arthur Strauss und Florian Kernbüchl, der Vater und der Ehemann der Organisatorin Gabriele Kernbüchl-Strauss, die vor Ort dafür gesorgt haben, dass ihre noch in der Ukraine lebende Familie die Waren empfängt und die weitere Verteilung im Krisengebiet organisieren kann. So ist sichergestellt, dass alle Spenden direkt dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Die Spenden werden nun in verschiedene Verteilungsstationen in der Ukraine gebracht, wo sie schließlich von Freiwilligen sortiert und an Bedürftige in der ganzen Region ausgegeben werden. Für Menschen, die keine Möglichkeit haben, selbst zu einem Verteilungslager zu kommen, packen Helfer außerdem Päckchen mit dringend benötigten Waren, die den bedürftigen Familien dann zugeschickt werden. Ähnliche Pakete werden auch für Männer gemacht, die ihre Heimatregion verlassen mussten, um weiter im Osten an der Front zu kämpfen. Sie werden nun auf diesem Weg von der Ferne aus mit Lebensmitteln, Powerbanks oder sogar Schutzausrüstung versorgt. Ein großer Teil der Spenden wird allerdings auch zur Verpflegung der vielen Waisenkinder gebraucht, die nun ohne Eltern übergangsweise zusammen in einer Schule im Westen der Ukraine leben müssen. Für sie sind diese Spenden besonders wichtig und so manches gespendete Spielzeug ist sicher auch eine willkommene, kleine Abwechslung in den angsteinflößenden Kriegswirren.

Gabriele Kernbüchl-Strauss blickt dankbar auf die Spendenaktion zurück: »Als gebürtige Ukrainerin bin ich überwältigt von der Hilfsbereitschaft und der Solidarität, die ich während dieser Aktion von allen Seiten erleben durfte. Es ist schön zu sehen, wie alle in schweren Zeiten zusammenrücken und dass wir so den Menschen in der Ukraine die Lage zumindest etwas erleichtern können. Ein großes Dankeschön geht an alle Leute und Unternehmen, die etwas gespendet haben, sowie an alle freiwilligen Helfer und Fahrer, die unser Vorhaben so tatkräftig unterstützt haben.« Ihr besonderer Dank geht auch an die Druckerei Miller in Traunstein und die Firmen CET Chiemgau Elektrotechnik in Siegsdorf, IPS-KTS Burghausen und Edelstahl Hausberger, die ihre Fahrzeuge für diese Aktion zur Verfügung gestellt hatten.

Aufgrund des großen Erfolgs und der guten direkten Abwicklung mit der Ukraine, wird die Spendenaktion der Tanzschule Heartbeat auch weiterhin fortlaufen. Zusammen mit Alesia Grenz, die sich ebenfalls mit Spendenaktionen für das Kriegsgebiet engagiert, möchte Gabriele Kernbüchl-Strauss nun den Verein »Heartbeat für Menschen« gründen, der künftig sowohl die Opfer im Krisengebiet als auch ukrainische Flüchtlinge unterstützen soll. Hierfür werden weiterhin Sach- und Geldspenden gesammelt, die dann regelmäßig mit Transportern in die Ukraine übermittelt werden. Wer helfen möchte, kann sich für weitere Infos direkt an die Tanzschule Heartbeat in Traunreut wenden.

tp

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