Geistlicher Rat Bernhard Schweiger feierte 70 Jahre Priesterweihe

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Jubilar Pfarrer Bernhard Schweiger (links neben Ortspfarrer Otto Stangl) feierte am Sonntag das seltene Jubiläum 70 Jahre Priesterweihe. Schweiger ist als Ruhestandspfarrer in Ruhpolding tätig. (Foto: Schick)

Ruhpolding – Trotz aktueller Corona-Bedingungen bereitete die Pfarrgemeinde im Beisein von Angehörigen, Ordensschwestern, Freunden und langjährigen Wegbegleitern ihrem Ruhestandspfarrer Bernhard Schweiger einen besonderen Festtag. Anlass war der 70. Jahrtag seiner Priesterweihe, die 1951 am Peter-und-Pauls-Tag im Regensburger Dom den Grundstein legte für ein erfülltes Wirken, und das von unermüdlicher Glaubensverkündigung und hingebungsvoller Seelsorge gleichermaßen geprägt war.


Zum Gedenken an das überaus seltene Jubiläum, das nur wenigen Priestern in der Erzdiözese München und Freising beschieden ist, es zu erleben, zelebrierte der 93-jährige Jubilar zusammen mit Pfarrer Otto Stangl das Hochamt in der geschmackvoll geschmückten Pfarrkirche St. Georg.

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Mit erstaunlich jugendlich-fester Stimme reflektierte der Geistliche Rat dabei eingangs den Werdegang seiner pastoralen Bestimmung, auch im Kontext des gesellschaftlichen und politischen Zeitgeschehens, das den Kriegsjahren und der Zeit danach geschuldet war (wir berichteten). Den priesterlichen Dienst über so viele Jahre mit Freude und Hingabe erfüllen zu können, empfindet er als »unverdientes« Geschenk und große Gnade, so der rüstige Jubilar.

Zugleich räumte er auch mit einem Missverständnis von Seiten der Priesterschaft auf: »Wir verkündigen nicht uns, sondern einzig und allein Jesus Christus.« Zugleich bedauerte er, dass die große Begeisterung für die Kirche einer allgemeinen Lethargie gewichen sei, die sich in fortwährender Kritik äußert. Dem Bezug zum Tagesevangelium nach Markus stellte Ortspfarrer Otto Stangl seinen Dank voraus: »Wo andere zweifeln, hast du immer Hoffnung gebracht und Menschen in schwierigen Situationen begleitet.« Damit würdigte er den Geistlichen Rat für die 23 Jahre geleistete Krankenhaus-Seelsorge am Ort. Für den bevorstehenden Umzug nach St. Hildegard in Adelholzen hatte Pfarrer Stangl ein paar tröstende Worte parat: Auch Abraham habe sich im hohen Alter noch auf den Weg ins Gelobte Land machen müssen.

Von den Kirchgängern wünschte sich der Pfarrer Schweiger in aller Bescheidenheit eine Spende für den Deutschen Verein vom Hl. Lande, der sich seit 160 Jahren für Menschen im Nahen Osten vor dem Hintergrund des interregionalen Dialogs und friedenspolitischen Engagements einsetzt.

ls

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