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So schön war das Maibaumaufstellen in unserer Region!

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Im linken Bild wird gerade der Maibaum auf dem Traunsteiner Stadtplatz errichtet. Im rechten Bild posieren die Burschen bereits freudig vor dem stehenden Maibaum am Gasthof Kohlhiasl in Schönau am Königssee. (Foto: l. Buthke, r. Stanggassinger)

Etliche schöne Maibäume zieren seit Dienstagmittag wieder Stadt- und Dorfplätze in unserer Region. In vielen Gemeinden wird das traditionelle Maibaumfest noch bis in die Nachtstunden gefeiert. Hier findet ihr alle Bilder.


Wir haben die neuen Maibäume aus der Region für euch fotografiert. Viel Spaß beim Durchblättern! Sehr gerne dürft Ihr uns weitere Bilder von Euren Festlichkeiten senden! (online@suedost-news.de)

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Zu den Terminen in der Region:

Landkreis Traunstein

Landkreis Berchtesgadener Land

Landkreis Traunstein

Marquartstein

Seit 15 Uhr hat Marquartstein wieder einen Maibaum. Mit vereinter Muskelkraft stellten die Burschen und Männer des Marquartsteiner Trachtenvereins und die Maibaumdiebe aus Übersee das Traditionsstangerl auf. Dem Aufstellen waren zähe Verhandlungen vorausgegangen – allerdings sah es erst so aus, als ob die Überseer mit leeren Drohungen arbeiten müssten: Ihre Motorsäge sprang nicht an. Einmal zum Laufen gebracht, fiel ihr jedoch gleich ein ganzes Stück des Baumes zum Opfer.

Mit 28 Metern länge ist der Marquartsteiner Maibaum aber immer noch recht stattlich. In Bürgermeister Andreas Scheck dürfte er Erinnerungen wachgerufen haben: Das Aufstellen des letzten Maibaums im Jahr 2014 war seine erste Amtshandlung als Bürgermeister. Fembacher

Traunreut, Hörpolding

Alles braucht seine Zeit und kräftige Mannsbilder. Vor allem wenn es darum geht, einen 28 Meter langen Maibaum per Muskelkraft in die Höhe zu hieven. Die Aktion dauerte an, bis das Traditionsstangerl beim Moierhof in Hörpolding in den leicht wolkenverhangenen Himmel ragte. Zahlreiche Besucher, die es sich bei Bier und einer deftigen Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen gut gehen ließen, verfolgten das Spektakel, das der Burschenverein Hörpolding organisiert hatte.

Groß war der Jubel, als der schön geschmückte Maibaum in Begleitung der Musikkapelle Unterneukirchen aus Richtung Hassmoning im Oberdorf eintraf. Die Diebe gaben sich als der Burschenverein Unterneukirchen zu erkennen. Über die Auslöse war man sich schnell einig: Eine Brotzeit und freie Getränke für die rund 80-köpfige Diebesbande. ga

Traunstein

Mit vereinten Kräften stellten der GTEV „Trauntal“ Traunstein und der Burschenverein „Edelweiß“ Hart auf dem Traunsteiner Stadtplatz wieder einen Maibaum mit einer Höhe von rund 28 Metern auf. Mit der Stadtmusik Traunstein hatten die Traunsteiner Trachtler zuvor den Maibaum bei den Harter Maibaumdieben in der Ludwigstraße abgeholt. Mit einem Pferdegespann und einem Taferlwagen wurden Maibaum und Maibaumzeichen in einem kleinen Festzug zum Stadtplatz gebracht, auf dem sich trotz des etwas kühlen Wetters einige hundert Zuschauer eingefunden hatten, um das Spektakel zu verfolgen.

Bevor mit dem Maibaumaufstellen begonnen werden konnte, musste traditionell mit den Maibaumdieben die Auslöse verhandelt werden. Nachdem dabei nichts voran ging, machten die Harter Burschen Druck, indem sie mit der Kettensäge kurzerhand ein Stück vom Maibaum abschnitten. Schließlich einigte man sich auf 400 Liter Bier, zwei Kisten Wein und eine Brotzeit. So stand dem Maibaumaufstellen nichts mehr im Weg. Um 14.40 Uhr stand der neue Baum schließlich fest im Sockel, sodass die Maibaumtaferl angebracht werden konnten. Um die Zuschauer während des Maibaumaufstellens zu unterhalten, spielte die Stadtmusik Traunstein fleißig auf. Die Kinder und Jugendlichen des GTEV „Trauntal“ Traunstein führten zwischendurch Volkstänze auf. Bjr

 

Landkreis Berchtesgadener Land

Bayerisch Gmain

Hunderte Besucher verfolgten am Dienstag das Maibaumaufstellen am Klosterhof. Bereits am Vormittag spielte die Hirschanger Musi und unterhielt die zahlreichen Gäste, die bei Schweinshaxe und Bier das Aufstellen des Maibaums von ihren Bierbänken aus verfolgten. Die Lattenberger Zwergerl eröffneten mit einer Aufführung das Fest. Für Kinder bot eine große Hüpfburg beste Unterhaltung. Pfeiffer

Teisendorf, Neukirchen

Die Aktiven des GTEV „D’Schwarzenberger“ Neukirchen wollten heuer wieder einen Maibaum aufstellen und hatten auch schon einen schönen Baum im Wald von Franz Winzinger in Spittenreut dafür umgeschnitten. Davon bekamen die Aktiven des Hammerer Trachtenvereins Kenntnis und stahlen den 25 Meter langen Baum. Vor dem Zurückstellen des Baumes gab es noch zähe Verhandlungen wegen der Auslöse. Aber nach der Zusage von genügend Bier und Brotzeiten und für die Dirndl noch ausreichend Kaffee und Kuchen wurde der 25 Meter lange Baum sauber hergerichtet wieder zurückgebracht.

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Das Maibaumaufstellen braucht Kraft, da tut auch mal eine kurze Rast gut. Foto: Huber

Angeführt von der Musikkapelle Neukirchen unter der Leitung von Ludwig Ramstötter kam der Maibaum auf einem Pferdegespann von Martin Reitschuh wieder rechtzeitig zum Aufstellungsort. Auf dem Maibaum hatten alle Hammerer aktiven Dirndl und Buam Platz genommen. Auf der Dorfstraße ging es ja ganz gut, schwieriger wurde es dann, als es bei der Kirche um die Kurve und zwischen den Häusern zum Aufstellungsort ging, da musste schon ganz genau geschaut werden. Schließlich konnte der Baum von den Buam und Mannerleut der beiden Trachtenvereine aber an dem hierfür schon vorgesehenen Platz an der Dorfstraße aufgestellt werden. Mit viel „Ixenschmalz“ und Hauruck und unter dem Kommando einiger Neukirchner Trachtler wurde er in die Höhe gebracht.

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Die Kindergruppe des D'Schwarzenberger Neukirchen bei einem Tanz. Foto: Huber

In den Verschnaufpausen zeigte die Kindergruppe einige Trachtentänze und die Jugendgruppe trat mit dem Laubentanz auf. Mit einem kräftigen Tusch zeigte die Musikkapelle, die den ganzen Nachmittag für die richtige Unterhaltung sorgte dann an, dass der Maibaum nun gerade steht. Jetzt fehlten nur noch die Figuren der im Ort vertretenen Handwerker am Baum, die mit Hilfe einer Drehleiter schnell angebracht wurden. Der Maibaum kann nun drei Jahre lang stehen bleiben. Huber

Schönau am Königssee

Maifeste bei den Gasthäusern Waldstein und Kohlhiasl

Bereits um 5.30 Uhr trafen sich die Königsseer Buam und bearbeiteten hinter dem Parkplatz Königssee eine von Mathias Rieck gestiftete Fichte. Bei den Schönauern stiftete der "Meisei Sepp" eine Fichte. Die rund 30 Meter hohen Bäume wurden in der Früh umgeschnitten, entastet, geschäpst (entrindet) und auf Pferdefuhrwerke verladen. Der Baum der Königsseer wurde mit dem Fuhrwerk vom Höchbauer, Matthias Ramsauer aus Kuchl zweispännig, der Schönauer Baum von Johann Graßl "Zulehner" einspännig gezogen. Bei den Königseern mit dabei ein Fuhrwerk vom Hofbräuhaus Berchtesgaden gezogen zweispännig von Franz Stanggassinger "Sulzberger". Ein Höhepunkt, was noch nie da war,  das Zusammentreffen der zwei Maibaumgespanne vor dem Grafenbauer. Musikanten begleiteten die Maibaumtransporte.

Durfte bei den Königseern der Maibaumspender während des Transportes am Baum sitzen, waren es bei den Schönauern Kinder in Tracht. Des öfteren wurden der Zug angehalten und es gab reichlich Schnaps. Kinder verlangten mit einer Absperrung durch eine Schnur einen Wegesold. Angekommen bei den Gasthäusern wurde der Baum zunächst mit Hydraulik in Position gebracht und dann mittels Muskelkraft aufgestellt. Diesmal herrschten angenehme Witterungsbedingungen. Es war nicht zu heiß und es blieb trocken. Gegen 12 Uhr sind beide Bäume gestanden und die Musikanten "die Grenzgänger" beim Gasthaus Waldstein und die "Berchtesgadener Buam" beim Gasthof Kohlhiasl spielten einen Tusch. Es wurden Gruppenfotos von vielen Fotografen mit den Maibaumaufstellern gemacht. Nach einem guten Mittagessen schwang man das Tanzbein, die Trachtler plattelten und die Burschen kraxelten auf den Maibaum und holten wertvolle Preise runter. Stanggassinger

Schneizlreuth, Weißbach an der Alpenstraße

Bei sommerlichen Temperaturen und weiß-blauen Himmel stellte der Weißbacher Trachtenverein „D'Weikertstoana“ bereits am Sonntag vor dem Hotel „Alpenglück“ einen neuen Maibaum auf. Viele Einheimische und Gäste aus der Umgebung verfolgten den Kraftakt und freuten sich an den Plattlern und Trachtentänzen der Kinder, der Jugendlichen und der Aktiven des Vereins. Für beste musikalische Unterhaltung sorgte die Musikkapelle Weißbach unter Leitung von Walter Niederberger.

Nachdem am Sonntagvormittag der restliche Baumschmuck und die Zunfttafeln befestigt worden waren, konnte der neue Maibaum – begleitet von der Musikkapelle und den Trachtlern – zum Aufstellplatz vor dem „Alpenglück“ gezogen werden, wo Bürgermeister Wolfgang Simon das erste Bierfass anzapfte.

Mit vereinten Kräften wurde dann der 30 Meter lange Maibaum allein mit Muskelkraft und unter der fachkundigen Anleitung von Andi Maier aufgestellt, bis freudige „Juchizerer“ und ein Tusch der Musikkapelle ankündigten, dass die Arbeit vollbracht war und der Maibaum senkrecht steht. Nicht nur hier, sondern auch für die erfrischenden Tänze und Plattler der Nachwuchsgruppen und der Aktiven des Trachtenvereins sowie für die stimmungsvolle Blasmusik der Musikkapelle, bedankten sich die Besucher mit begeisterten Applaus. Bauregger