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Begeistert von »einer richtig coolen Truppe«

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Mit viel Schwung bei der Sache: Kirchanschörings Neuzugang Manuel Sternhuber hat sich schon sehr gut beim SVK eingelebt. (Foto: Butzhammer)

Im Sommer wechselte er aus der Kreisliga in die Fußball-Bayernliga: Manuel Sternhuber. Er hatte zuvor dem TSV Waging angehört und ist inzwischen beim SV Kirchanschöring aktiv. Obwohl es seither wenige Spiele mit seiner neuen Mannschaft gab, hat sich der 29-Jährige beim Bayernligisten schon gut eingelebt, wie er im Interview mit unserer Sportredaktion berichtet.


Wie geht es Ihnen zurzeit und wie erleben Sie gerade diesen zweiten Lockdown im Lande?

Ich denke, die Zeit ist für keinen leicht. Es hilft sowieso nicht, man muss derzeit das Bestmögliche aus dieser Situation machen. Ich hoffe, dass die Maßnahmen, die aktuell in Österreich getroffen wurden, nicht zu uns übertragen werden, aber man muss fast davon ausgehen. Was dann halt erschwerend dazukommt, ist eine Länderspielpause – das belastet zudem das Fußballer-Herz (lacht).

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Sie kamen im Sommer zum SVK, durften in der Vorbereitung in einigen Partien länger ran. Wie war Ihr erster Eindruck in Kirchanschöring?

Vorab möchte ich mich beim TSV Waging bedanken, dass dieser Wechsel während der laufenden Saison noch zustandegekommen ist. Es war nicht selbstverständlich, dass ich die Möglichkeit bekomme. Ich hatte dann leider nicht wirklich die Zeit, mich standesgemäß zu verabschieden. Die sehr lange Vorbereitung war für mich dann gar nicht so schlimm, da ich in dieser Zeit sehr viel aufsaugen konnte und viele neue Eindrücke gewonnen habe. Wie ich hier aufgenommen wurde, war vom ersten Tag an überragend. Die Vorbereitung hat mir richtig viel Spaß gemacht und ich konnte sie auch verletzungsfrei durchziehen.

Bei den Vorbereitungsspielen hatten wir – für die Verhältnisse, die ich gewohnt bin – richtig starke Gegner, und ein Spiel war »geiler« als das andere. Das hat ohne Frage richtig Bock gemacht und unsere Ergebnisse konnten sich auch echt sehen lassen. Gegen Mannschaften wie die Regionalligisten (zweimal der TSV 1860 Rosenheim, dazu der TSV Buchbach und der SV Schalding-Heining) zu spielen und durchaus auch mitzuhalten – zweimal sogar zu gewinnen – war für mich ehrlich gesagt vor einem Jahr nicht wirklich realistisch.

In den Pflichtspielen gab's einen Sieg gegen Donaustauf, den Elferkrimi im Toto-Pokal gegen Dachau, eine Niederlage im Toto-Pokal in Wasserburg und dann die Niederlage bei Türkspor Augsburg (ein Verbandsspiel als Geisterspiel). Wie waren die Spiele für Sie?

Ich denke, bei den ersten drei Spielen konnte man weitestgehend sehen, dass wir die doch lange Vorbereitung sehr gut genutzt haben. Wir waren sehr agil und bissig in den Zweikämpfen, zudem haben wir uns gute Chancen erspielt, die vielleicht in letzter Konsequenz öfter zum Erfolg führen hätten sollen. Der Elferkrimi gegen Dachau war von der Dramatik kaum zu überbieten. Hier hätte ich mir gewünscht, vor vollen Rängen zu spielen. Auch wenn es nur die Quali-Runde für den Toto-Pokal war, war es im Endeffekt der erste Pflichtspielsieg für uns nach dem Re-Start. Im ersten Ligaspiel gegen Donaustauf haben wir mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die drei Punkte in Kirchanschöring halten können. Was für uns durchaus ein sehr wichtiger, aber trotzdem nur ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt war.

War der Sprung vom TSV Waging sehr schwer? Haben Sie ihn schon bereut oder fühlen Sie sich beim SVK wohl?

Die Entscheidung, diesen Schritt zu wagen, ist mir nicht leichtgefallen. Ich habe immerhin 24 Jahre bei meinen Heimatverein in Waging gespielt. In erster Linie spielen zudem meine besten Spezln in der Mannschaft. Trotzdem wollte ich mich dieser neuen Herausforderung stellen. Mir wurde relativ schnell klar, dass ich mich hier in Kirchanschöring einer richtig coolen Truppe angeschlossen habe. Ich wurde von allen überragend aufgenommen. Nicht nur von der Mannschaft, sondern vom ganzen Umfeld.

Wie waren für Sie und die Mannschaftskollegen die kurzfristigen Absagen, durch die Corona-Situation? Wie belastend ist das?

Das war echt immer eine blöde Situation. Man hat sich unter der Woche auf ein Spiel vorbereitet und musste oft erst am Spieltag eine Spielabsage aufgrund von Corona-Verdachtsfällen hinnehmen. Was soll man sagen – die Gesundheit geht vor, aber die Motivation geht logischerweise ein Stück weit verloren. mw