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Polizei durchkämmt Traunufer nach Drogen – Verdacht auf Handel in Asylunterkunft – Vier Festnahmen

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Foto: FDL/AKI

Traunstein – Nach einer großangelegten Razzia mit 60 Beamten in einer Traunsteiner Asylunterkunft durchkämmten Beamte auch das Traunufer in der Umgebung der Schwimmbadbrücke. Vier Personen wurden wegen Verdachts auf Drogenhandel verhaftet.


Update, 11.25 Uhr: Polizeibericht

Bereits seit mehreren Monaten ermitteln Beamte der Polizei Traunstein gegen Bewohner der Unterkunft, nachdem sich die Hinweise verdichtet hatten, dass aus der Unterkunft heraus Rauschgift verkauft wird.

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Zuletzt wurden vor dem Amtsgericht Traunstein Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnräume von acht Bewohnern sowie die allgemein zugänglichen Bereiche erwirkt. Gegen vier dieser acht Männer beantragte die Staatsanwaltschaft Traunstein zudem Haftbefehle, die vom Ermittlungsrichter erlassen wurden.

Am Mittwochmorgen kurz nach 6 Uhr begann dann die Durchsuchungs- und Festnahmeaktion mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei München und der Operativen Ergänzungsdienste. Die Wohnräume wurden gleichzeitig gesichert und durchsucht.

Dabei konnten insgesamt sieben der acht Tatverdächtigen angetroffen werden, darunter alle vier Männer, gegen die ein Haftbefehl bestand. Auch konnten einige Beweismittel sichergestellt werden, Rauschgift selbst wurde aber nicht gefunden. Der Einsatz endete gegen 8.30 Uhr.

Anschließend durchsuchten die Kräfte noch ein Waldstück am Traunufer als möglichen Lagerort für das Rauschgift. In dem weitläufigen Gebiet konnte allerdings kein Depot ausfindig gemacht werden.

Die Tatverdächtigen sind ein 33-jähriger Äthiopier, drei Afghanen im Alter von 20, 21, 22 und 31 Jahren, ein 34-jähriger Somalier, ein 22-jähriger und ein 18-jähriger Syrer. Die Haftbefehle richten sich gegen den Äthiopier, den 21-jährigen Afghanen, den Somalier und den 22-jährigen Syrer. Diese vier Männer werden im Laufe des heutigen und morgigen Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der darüber entscheidet, ob die Haftbefehle in Kraft bleiben oder gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt werden.

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Die Asylunterkunft in der Seuffertstraße Foto: FDL/AKI

Update, 11 Uhr:

Nachdem zahlreiche Beamte die Durchsuchung der Asylunterkunft in der Seuffertstraße abgeschlossen hatten, befanden sich gegen 9 Uhr etwa 30 Mann der Polizei auch am Traunufer und suchten dort die Umgebung ab.

Offenbar hatten sie dort etwas oder jemanden vermutet. Vor Ort wollte uns die Polizei keine weiteren Informationen zu der Suchaktion mitteilen. Laut unbestätigten Informationen dürfte wohl eine Person aus der durchsuchten Asylunterkunft geflüchtet sein. Über die weiteren Hintergründe kann nur spekuliert werden. Möglich scheint auch, dass ein Verdächtiger dort etwas versteckt hat.

Im Tagesverlauf wird die Polizei Näheres bekannt geben.

Erstmeldung, Mittwochmorgen:

Wie die Polizei Traunstein mitteilt, durchsuchen aktuell rund 60 Polizeibeamte die Asylbewerberunterkunft in der Seuffertstraße in Traunstein.

Hintergrund der Aktion sind richterliche Durchsuchungsbeschlüsse in einem Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Weitere Informationen teilt die Polizei bislang noch nicht mit. Nach Abschluss der Durchsuchung wird die Polizei im Laufe des heutigen Tages ausführlicher über die Ergebnisse berichten.

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