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Den Meistertitel mit Stolz tragen

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Würdigung herausragender Leistungen (von links): Stellvertretender Kreishandwerksmeister Johannes Haas, stellvertretender Landrat Josef Konhäuser, die frischgebackenen Meister Robert Patz und Matthias Egger sowie der Leiter des Bildungszentrums, Max Stadler. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Festtag für 18 erfolgreiche junge Schreiner: Sie erhielten im Glasanbau der Franz-Eyrich-Halle nach ihrem in Teil- oder Vollzeit erfolgreich bestandenen Meisterkurs die begehrten Meisterbriefe, mit denen sie nun ausgezeichnete Perspektiven haben, wie es mehrfach in den Festreden hieß.


Die gefertigten Stücke seien »wahrlich Meisterstücke« betonte stellvertretender Kreishandwerksmeister Johannes Haas zu dem Planungstisch aus Rüster und Räuchereiche, dem Sideboard aus Nussholz oder den Sekretär aus Eiche und Räuchereiche und die vielen weiteren Meisterstücke, die allesamt auf höchstem Niveau gefertigt wurden.

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Max Stadler, Leiter des Bildungszentrums sagte, es sei »gute Tradition, die Leistungsfähigkeit des Handwerks zu zeigen.« Ein beruflich erfolgreicher Weg sei auch ohne Studium möglich. Gerade die berufliche Bildung gewinne stark an Aufwertung. Die jungen Meister hätten sich nun hervorragende Perspektiven geschaffen und überzeugten durch eine hohe Fachkompetenz. Die Individualität des Handwerks setze sich deutlich von einer industriellen Fertigung ab, was die Meisterstücke eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Ausstellung der "Meisterstücke des Wohnens":

Stellvertretender Landrat Josef Konhäuser betonte die Bedeutung des Schreinerhandwerks für den Landkreis, es sei ein »auserlesenes Handwerk.« Die jungen Fachkräfte hätten das Handwerk »von der Pike auf gelernt und sich mit dem Meisterbrief die Krone aufgesetzt.« Die duale Bildung sei unverzichtbar: »Ohne haben wir nur Akademiker, die zwar wissen, wie es geht, aber niemand der weiß wie man es macht.«

Der Traunsteiner Schreiner-Obermeister Andreas Weinzierl sprach von glänzenden Zukunftsaussichten. Auch erwarte er, dass sich die Löhne zwischen dem Meister und Master künftig angleichen werden. Die erfolgreichen Handwerker könnten nun mit dem Meisterbrief in der Hand im bisherigen Betrieb in gehobener Position weiterarbeiten oder auch einen neuen Betrieb gründen oder übernehmen.

Johannes Haas, stellvertretender Kreishandwerksmeister sagte in seiner Festrede, er blicke in fröhliche Gesichter junger Meister, die stolz sein könnten, eine wichtige Sprosse ihrer beruflichen Karriereleiter erklommen zu haben. »Sie können der Zukunft mit Zuversicht entgegenblicken.« Hätten sie doch einen bewährten und weltweit geachteten Ausbildungsweg gewählt. »Sie können ihren Meister-Titel mit Stolz tragen.«

Im Nachgang an die Festansprachen gab es für die erfolgreichen Handwerker den Lohn für den bestandenen Abschluss des Meisterkurses: Sie erhielten die begehrten Meisterbriefe. Herausragend unter den 18 Meistern waren die Bestplatzierten Robert Patz aus Kirchanschöring und insbesondere Matthias Egger aus Waging mit dem besten Ergebnis, dessen Planungstisch aus Rüster und Räuchereiche begeisterte. Am Samstag und Sonntag zeigten die jungen Meister dann in der beliebten jährlichen Schau ihre »Meisterstücke des Wohnens« einem breiten öffentlichen Publikum. Die Ausstellung war gut besucht. awi

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