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Besondere Verdienste um die Ausbildung gewürdigt

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Ludwig Kalchgruber-Knuth (Zweiter von rechts) nahm namens der Geschäftsführung der Firma Pöschl das Ausbildungszertifikat 2017 aus den Händen der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Jutta Müller, entgegen. Darüber freuten sich besonders Herbert Mair von der Geschäftsführung (links) sowie Ausbilder und Metallbaumeister Peter Mader.

Chieming – Die Agentur für Arbeit in Traunstein hat die Firma Pöschl-Anlagenbau in Hart mit dem Ausbildungszertifikat 2017 ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde würdigte Agentur-Chefin Jutta Müller die besonderen Verdienste um die Ausbildung in dem Unternehmen. Pöschl mit derzeit 50 Mitarbeitern, davon 14 Auszubildenden, ist die einzige Firma im Landkreis Traunstein, die heuer die seltene Auszeichnung bekommt.


Theoretisch könnte jedes Jahr je ein Unternehmen aus den vier, zum Agenturbezirk gehörenden, Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting mit dem Preis ausgezeichnet werden; es könnte also jährlich vier Preisträger geben.

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Im vergangenen Jahr gab es nur im Landkreis Traunstein ein Zertifikat, das der Firma Posch-Bau in Nußdorf zuerkannt wurde. In den anderen drei Landkreisen wird in diesem Jahr ebenfalls je ein Unternehmen nominiert. Zuletzt gab es 2015 je einen Preisträger in allen vier Landkreisen.

Firmengründer Helmut Pöschl führte bei der Übergabe der Auszeichnung die Vertreter der Arbeitsagentur kurz durch den Betrieb und erläuterte die Arbeitsschwerpunkte. 1990 von ihm gegründet, versorgt Pöschl-Anlagenbau umliegende Ingenieurbüros und Endkunden mit so ziemlich allem, was man aus Edelstahl und Kupfer anfertigen kann: Behälter, Apparate und komplette Anlagen für alle Bereiche von Brauereien, Molkereien, Lebensmittel- und pharmazeutischer Industrie. Seit dem Jahr 2002 habe man 44 junge Menschen ausgebildet, von denen sehr viele noch heute im Betrieb arbeiten.

Jutta Müller und Susanne Reichert vom Arbeitgeberservice in Traunstein interessierten sich besonders für die Ausbildungswerkstatt, in der die Azubis im ersten Lehrjahr ihre Grundausbildung im Beruf des Behälter- und Apparatebauers durchlaufen. »Es ist kein Zufall, dass Pöschl-Azubis immer wieder mit hervorragenden Leistungen abschneiden«, sagte Jutta Müller. Sie führe das in erster Linie auf das hohe Niveau der Ausbildung zurück.

Bei der Überreichung des Zertifikats erläuterte Müller die hohen Ansprüche, die ein Unternehmen erfüllen muss, um es zu bekommen. Dazu gehören eine hohe Zahl Auszubildender an der Gesamtzahl der im Betrieb Beschäftigten, besonders gute Rahmenbedingungen für die Azubis wie zum Beispiel Lehr- und Lernräume, die Organisation von die Ausbildung begleitender Hilfe und die Unterstützung zum Beispiel bei Behördengängen der jungen Mitarbeiter. »Die Ausbildungsleistung ist so herausragend, dass wir heute das Zertifikat für ausgezeichnete Nachwuchsförderung überreichen dürfen«, freute sich Jutta Müller. Gewürdigt wird mit der Auszeichnung auch der Einsatz für schwächere Bewerber.

Zusammen mit Ausbilder Ludwig Kalchgruber-Knuth, Geschäftsführer Herbert Mair und Metallbaumeister Peter Mader nahm Helmut Pöschl das Zertifikat entgegen und freute sich darüber, dass die intensiven Bemühungen um den Berufsnachwuchs auf diese Weise gewürdigt werden. Die Geschäftsleitung, so Helmut Pöschl, vergesse nie, dass zu den Erfolgen die Mitarbeiter ganz wesentlich beigetragen haben. Bereits 2011 habe man damit begonnen, die Beschäftigten am Unternehmensgewinn zu beteiligen. Laut einer vom Deutschen Handwerksinstitut in Auftrag gegebenen Studie rangierte Pöschl 2015 auf Platz eins, was die Entlohnungsgerechtigkeit angeht.

Trotzdem ist auch das Chieminger Unternehmen vom Facharbeitermangel betroffen. »Wir suchen händeringend nach Mitarbeitern«, erklärte Mair. -K.O.-

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