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Beim Hochwasser stark gefordert

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Für 40 Jahre Aktiven Dienst bei der Freiwilligen Feuerwehr Traunwalchen wurde Ferdinand Langschwert (rechts) bei der Jahreshauptversammlung von Kommandant Günther Dorfhuber mit dem Ehrendiplom ausgezeichnet.

Traunreut. Auch die Freiwillige Feuerwehr Traunwalchen, die im letzten Jahr insgesamt 44 Mal ausrücken musste, war bei der Hochwasserkatastrophe Anfang Juni stark gefordert. Über drei Tage waren rund 40 Aktive ununterbrochen im Einsatz, um vollgelaufene Keller auszupumpen, überflutete Straßen abzupumpen und Anwesen an der Traun vor den drohenden Fluten abzusichern. Der Hochwassereinsatz sei für alle Beteiligten eine große Herausforderung gewesen, sagte Erster Kommandant Günther Dorfhuber bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Springer. Dafür überreichte Kreisbrandinspektor Manfred Unterstein Fluthelfer-Abzeichen.


Neben dem Hochwassereinsatz und weiteren technischen Hilfeleistungen musste die Wehr im vergangenen Jahr zu sieben Bränden ausrücken. Darunter ein Kellerbrand in Traunreut und ein Containerbrand in Traunwalchen. Drei Buben hatten in der Kreisstraße offenbar mit Knallkörpern einen Container in Brand gesteckt. Um die Jugendlichen darauf aufmerksam zu machen, wie gefährlich solche »Jugendscherze« sein können, empfahl Kreisbrandrat Hans Gnadl, mit der Brandschutzerziehung in die Kindergärten und Schulen zu gehen.

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Atemschutzträger: »Ein paar mehr täten nicht schaden«

Mit derzeit 43 Aktiven bescheinigte er der Wehr einen guten Ausbildungsstand, regte aber gleichzeitig an, dass ein paar mehr Atemschutzträger »nicht schaden täten.« Als einzigartig wertete der Kreisbrandrat die gemeinsame Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages im vergangenen Jahr durch alle Feuerwehren in Stadtgebiet Traunreut. Lobend erwähnte er auch die Entwicklung der Jugendlichen. Nach Angaben von Jugendwart Florian Reiter wurden zehn neue Jugendliche gewonnen, die auch tatkräftig den Kreisjugendfeuerwehrtag unterstützt und die Wissenstests erfolgreich bestanden haben. An die zehn Buben und neun Mädchen der Jugendgruppe appellierte Reiter, die Antrittsstärke von 65 Prozent noch zu steigern.

Bürgermeister Franz Parzinger bedankte sich bei der Wehr für ihren Einsatz. Es sei festzustellen, dass die Feuerwehren bestens geschult sind und eine hoch professionelle Arbeit leisten, sagte Parzinger. Bezüglich der vom Kommandanten in seinem Bericht angesprochenen Straßenüberflutung in Zweckham teilte er mit, dass im Zuge der geplanten Kreisstraßen-Neutrassierung zwischen Kirchstätt und Hurtöst eine Verbesserung gefunden werden soll. Die Traunwalchner Feuerwehr musste wegen Überflutungen der Kreisstraße in Zweckham auch im letzten Jahr mehrfach ausrücken und dort auch einen Stall und ein Wohngebäude auspumpen.

Dass der Feuerwehrverein auch zum Dorfleben mit beiträgt, darüber informierte Vorsitzender Matthias Besuch. Zu den üblichen Aktivitäten gesellten sich auch einige neue Veranstaltungen, wie ein Schafkopfturnier. Das mittlerweile schon traditionelle Weinfest, das der Verein in der Talmühle veranstaltet, sei überragend gewesen und habe sich, wie den Ausführungen des Kassiers Manfred Häusler zu entnehmen war, auch positiv auf die Vereinskasse ausgewirkt. Durch großzügige Spenden konnten für die Jugendlichen auch Einsatzbekleidung und T-Shirts angeschafft werden.

Vereinsnadel und weitere Ehrungen

Vorsitzender Besuch erinnerte auch an die vielen Besprechungen, die hinsichtlich des geplanten Feuerwehrhaus-Neubaus geführt worden seien (siehe nebenstehenden Bericht). Weiter teilte er mit, dass im nächsten Jahr in der Vorstandschaft einige Posten frei werden. Die Verantwortlichen werden sich aber bemühen, mit neuen Leuten weiter eine schlagkräftige Mannschaft zu stellen. Der Verein hat derzeit rund 150 Mitglieder. Vier langjährige Mitglieder, die nicht alle persönlich anwesend sein konnten, zeichnete der Vorsitzende mit der Vereinsnadel aus: Franz Radl für 30 Jahre, Johann Mayer und Andreas Thaler für jeweils 40 Jahre und Johann Weidinger für 70 Jahre.

Weitere Ehrungen gab es auch seitens Kreisbrandinspektion und der Stadt Traunreut. Für 20 Jahre Aktiven Feuerwehrdienst überreichte Bürgermeister Parzinger im Namen der Stadt das Goldene Ehrenabzeichen an Löschmeister Florian Reiter und Hauptfeuerwehrmann Tobias Gassner. Das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber des Freistaates Bayern für 25 Jahre Aktiven Feuerwehrdienst heftete Hans Gnadl Markus Meier ans Revere. Das Ehrendiplom für 40 Jahre Aktiven Dienst bei der Feuerwehr Traunwalchen erhielt Ferdinand Langschwert aus den Händen des Ersten Kommandanten. Langschwert fehle bei kaum einer Übung oder bei Einsätzen und könne nur ein Vorbild für alle anderen sein, sagte Dorfhuber. Seit 30 Jahren leistet Albert Huber Dienst bei der Feuerwehr und seit zehn Jahren Andreas Pollak, der gleichzeitig zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde. Tobias Gassner und Markus Meier wurden offiziell zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. ga