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Stadt Traunreut stellt neuen „Urnenhof“ am Waldfriedhof vor

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Foto: Stadt Traunreut

Traunreut – Um den immer individueller werdenden Bestattungswünschen gerecht zu werden, hat die Stadt Traunreut rund 400.000 Euro in die Hand genommen und auf dem städtischen Waldfriedhof den neuen "Urnenhof" geschaffen.

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Auch in Traunreut wuchs in der vergangenen Zeit die Nachfrage nach Baumgräbern und Gemeinschaftsgräbern. Deshalb kam die Stadt nun diesem Bedarf nach, investierte über 397.000 Euro und bietet mit dem neuen "Urnenhof" jetzt zahlreiche Möglichkeiten für Urnengräber, Baumgräber, Urnenwände und verschiedenen Gemeinschaftsgrabanlagen. Nach mehreren Monaten Bauzeit wurde die neue Bestattungsanlage seiner Bestimmung übergeben und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Es wurden acht Baumgräber für jeweils vier Urnen konzepiert. Für jede Bestattung wird ein Messingschild mit dem Namen und dem Sterbedatum auf der Bronzeabdeckung angebracht. Dieses Grabfeld mit den vorhandenen drei Eichen kann auf insgesamt 48 Baumgräber für jeweils vier Urnen erweitert werden. In der neuen Urnenwand konnten 144 Urnenkammern, jeweils abgedeckt durch grüne Granitplatten, geschaffen werden. Jede Urnenkammer kann vier Urnen aufnehmen.

Des weiteren gibt es ein Gemeinschafts-Urnenwandgrab. Dort stehen 30 Urnennischen zur Verfügung, wobei jede mit vier Urnen belegt wird. Diese Bestattungsform erfolgt nach der Reihe der Sterbefälle und ist daher nicht frei wählbar, wobei die Kosten dafür geringer sind.

Außerdem wurden noch Gemeinschaftsurnengräber in der Erde geschaffen. Dazu stehen zwei Anlagen mit je zehn Urnenplätzen zur Verfügung. Zur Beschriftung dient pro Anlage eine Stele aus Granit mit Kreuzgestaltung.

Bürgermeister Klaus Ritter bedankte sich bei den beteiligten Firmen und bei deren Vertetern, bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und beim Maschinenring Traunstein, der für die städtischen Friedhöfe die Pflegearbeiten ausführt, für die pietätvolle und schöne Umsetzung.

"Auch auf dem städtischen Friedhof in Sankt Georgen entstehen bis Ende Oktober diesen Jahres 52 neue Grabstellen in einem Urnenhain mit Baumgräbern und einer Gemeinschaftsgrabanlage mit Sammelnamen-Stele", so Bürgermeister Ritter.