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Bürgermeister Josef Loferer stellt sich wieder zur Wahl

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Schleching: Bürgermeister Josef Loferer stellt sich wieder zur Wahl
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Bürgermeister Josef Loferer kandidiert wieder.

Schleching – Schlechings Bürgermeister Josef Loferer stellt sich bei der Kommunalwahl im März wieder zur Wahl. Bei der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbands im Landgasthof zur Post wurde er einstimmig gewählt. Auch die Kandidaten für den Gemeinderat stellten sich vor.


Ein besonderes Anliegen war dem Ortsvorsitzenden Michael Scheck die Aufstellung einer gemeinsamen Liste, in der die CSU und die UBS (Unabhängige Bürger Schleching) vertreten sind. Er sah das als Signal, in Zukunft die Sachpolitik im Gemeinderat in den Vordergrund zu stellen, um bestmögliche Ergebnisse für die Gemeinde zu erzielen.

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Besonders freute sich Scheck über die neuen Kandidaten für den Gemeinderat, die sich von der Altersstruktur deutlich verjüngt haben, vom Jüngsten mit 25 Jahren bis 58 Jahre.

Die Einbindung der Jugend in das Gemeindeleben war auch eines der Themen, das Josef Loferer für die nächsten Jahre sah. Er stellte sich zu seiner dritten Legislaturperiode zur Wahl. Zu den Aufgaben für die nächsten sechs Jahre zählte Loferer die Vision eines »CO2-neutralen Schlechings« in zehn bis fünfzehn Jahren. Er will auch hier wieder Vorreiter sein, zum Beispiel bei den gemeindlichen Liegenschaften und dem Fuhrpark mit neuen Antriebstechniken. Er erinnerte daran, dass auch das Ökomodell in Schleching mit Altbürgermeister Fritz Irlacher seinen Anfang nahm und heute das ganze Achental umfasst.

Wichtig für Loferer ist auch der Naturschutz, hier vor allem das Vermeiden des weiteren Insektensterbens zum Beispiel durch die Lichtverschmutzung. Bei der Landwirtschaft will er die Möglichkeiten der Direktvermarktung vom Fleisch der Almtiere an die Bürger nutzen. Auch der Almausschank, der durch die vielen Auflagen schwierig geworden ist, soll gefördert werden.

Ein weiteres großes Thema ist die Verbesserung des ÖPNV durch eine engere Taktung (20 Minuten) und durch moderne, umweltgerechte Busse. Es wurde in der Vergangenheit viel Arbeit investiert, wobei der Erfolg aber nicht in den Händen der Gemeinde liegt, sondern vom Landkreis bestimmt wird. Verkehrstechnisch liegt auch der Ausbau der Bundesstraße nach Marquartstein mit einem Radweg auf dem Plan; eine Sanierung ist erforderlich, damit die Strecke unfallfrei befahren werden kann.

Für das erhaltene Prädikat »Bergsteigerdorf« ist eine engere Zusammenarbeit mit den anderen deutschen Bergsteigerdörfern Sachrang, Ramsau und Kreuth angestrebt, denn zusammen ist ein Auftritt wirkungsvoller, erläuterte Loferer.

Beim Thema »Tourismus« war ihm wichtig, dass sich die Urlauber in Schleching wohlfühlen. Auch die Authentizität des Orts mit seinen Traditionen sah er als einen Anziehungspunkt. Die Vereine tragen einen großen Teil dazu bei, war Loferers Meinung und er sicherte die Unterstützung der Gemeinde beim Erhalt der Vereine zu.

Ein weiterer Themenkomplex war die Behandlung der Zweitwohnungen: auf der einen Seite die Möglichkeit, das Vorkaufsrecht der Gemeinde zu nutzen, um bezahlbaren Wohnraum für junge Familien zu schaffen, und auf der anderen Seite ein Appell an die Zweitwohnungsbesitzer, sich im Gemeindeleben einzubringen als Wertschätzung gegenüber den Einheimischen.

Michael Scheck erklärte, dass 13 Kandidaten der CSU und elf der UBS ins Rennen gehen werden. Beide Parteien hatten sich geeinigt, dass bis zur gemeinsamen Kandidatenaufstellung am 10. Januar um 19.30 Uhr im Gasthof Zellerwand Wahlkampf stattfindet, danach bis zur Kommunalwahl am 15. März nicht mehr. Die SPD war nicht mehr bereit, auf eine gemeinsame Liste zu gehen.

Die Kandidaten stellten sich anschließend vor. Die Beweggründe für die Kandidatur waren im Tenor gleich, von »der Liebe zur Heimat und den Traditionen«, »etwas Positives an die Mitbürger zurückzugeben« bis »sich einbringen und für die Gemeinde die Zukunft mitgestalten«. Die Mischung der Altersstruktur zeigte sich sehr ausgewogen, auch unterschiedliche Herkunft und verschiedene Berufe waren vertreten. Für die CSU gehen ins Rennen: Michael Bachmann, Muck Bauer, Michael Glück, Andreas Hafner, Olaf Kokoschka, Stephan Mix, Walter Porada, Michael Scheck, Adrian Wimmer, Hubert Zaiser jun., Franz Sigl, Rita Hanssler und Max Loidl.

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