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Taekwondo-Weltmeisterschaften in Inzell

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Die Verantwortlichen des Taekwon-Do-Verbandes trafen sich mit der Inzeller Tourismus GmbH, der Stadionleitung und Bürgermeister Hans Egger zur Festlegung der Rahmenbedingungen für die Taekwondo-Weltmeisterschaften, die 2019 in Inzell ausgetragen werden sollen (von links): Stellvertretender Stadionleiter Hubert Kreutz, Adalbert Wagner (Vorsitzender ITF Bayern), Gerhard Steinbacher (Geschäftsführer ITG), Evi Wagner (Geschäftsstelle ITF Bayern), Inzells Bürgermeister Hans Egger, Harry Vones (Schatzmeister ITF Deutschland), Alexander Riedl (ITG) und Hubert Graf (Stadionleiter Max-Aicher-Arena). (Foto: Wegscheider)

Eigentlich ist die Gemeinde Inzell ja eine Eisschelllauf-Metropole mit vielen nationalen und internationalen Wettkämpfen, doch im Jahr 2019 wird der Ludwig-Schwabl-Sportpark mit der Max-Aicher-Arena in den medialen Blickwinkel der Taekwondo-Kämpfer rücken. Inzell wird die Weltmeisterschaften vom 24. bis 28. April 2019 ausrichten.


Der erste Kontakt mit dem nationalen Verband kam im Jahre 2014 zustande. Neben der Gemeinde war auch die Inzeller Touristik mit an Bord. Die Bewerbung für die Welttitelkämpfe konnte dann im Rahmen der Weltmeisterschaft im Mai 2015 in Jesolo (Italien) abgegeben werden. Diese überzeugte, denn in der Abstimmung des Komitees (Vertreter der nationalen Verbände) votierten die Wahlmänner mit 82:18 für Inzell.

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Ein Vorvertrag mit dem internationalen Verband – der International Taekwondo-Federation (ITF) – zur Regelung der Kerninhalte wurde bereits vor Ort besiegelt. Die Wettkampfstätten in Inzell konnten von den Verantwortlichen auch schon unter die Lupe genommen werden.

Vertrag mit der Gemeinde in Inzell unterzeichnet

Nun war eine Delegation des Deutschen und Bayerischen Taekwondo-Verbandes in der Inzeller Gemeinde vorstellig und unterzeichnete mit Bürgermeister Hans Egger den Rahmenvertrag für die Weltmeisterschaften Ende April 2019. Der Schatzmeister der ITF Deutschland (International Taekwon-Do-Federation) Harry Vones war zusammen mit Adalbert Wagner (Vorsitzender ITF Bayern) und Evi Wagner (Geschäftsstelle ITF Bayern) angereist, um die Formalitäten schriftlich festzulegen.

»Eine geeignete Halle muss bezahlbar sein und das Drumherum muss passen. Hier in Inzell haben wir sicherlich sehr gute Voraussetzungen mit der Max-Aicher-Arena und dem Angebot im Ort«, so Harry Vones. »Bestimmt wird es wieder ähnlich gut, wie 2005, als wir in Dortmund in der Halle neben dem Westfalenstadion die WM ausgerichtet haben. Ich bin zuversichtlich und freue mich auf dieses Großereignis hier in der Gemeinde.«

Rund 1100 Wettkämpfer in Inzell erwartet

In Inzell werden zur Weltmeisterschaft ca. 1100 Wettkämpfer und in etwa 900 Betreuer erwartet. Zwischen acht und zehn Kampfflächen werden in der Halle aufgebaut, auf denen die Teilnehmer ihre Meister ermitteln. Die Begegnungen werden von fast 100 Kampfrichtern begleitet, die am Ende der Meisterschaften die Titelträger bestimmen.

Taekwondo ist ein koreanischer Kampfsport, bei dem alles sehr schnell geht. Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) und Weg (Do). Die Technik ist sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten. Die Inzeller sind erprobt in der Ausrichtung hochkarätiger Wettkämpfe und werden sicher ihr Bestes geben, um die Weltmeisterschaft gebührend abzuwickeln.

Bereits seit 18 Jahren sind Schulgruppen des Landesverbandes in Inzell im Bayerischen Landessportverband (BLSV) in Holzen untergebracht und absolvieren dort ihre Trainingslehrgänge. »Wir kommen gerne nach Inzell, denn beim BLSV sind wir sehr gut aufgehoben und finden wirklich gute Bedingungen vor. Das werden wir auch so beibehalten«, zeigt sich Evi Wagner von der Geschäftsstelle Bayern sehr zufrieden. hw